Züchterische Erfolge

                                                                       
Fabrice     Fannie Mae     Ionia xx
 

Mit dem damals erst achtjährigen Sansibar kam im Januar 2015 das erste Pferd aus meiner Zucht siegreich in "S" an. Drei Jahre später ist es im Juni 2018 seine Jahrgangsgefährtin La Jeanne, die sich mit ihrer ersten S-Platzierung ins Jahrbuch einträgt. Eine grüne Schleife, errungen mit einem freizeitreitenden Junior im Sattel, und die beiden haben sich ihren gemeinsamen Erfolg ganz allein von E bis S erarbeitet. Man kann darüber streiten, welches der bedeutendere S-Erfolg ist.

Im Herbst 2016 wurde mit Rasputin der zweite Hengst aus meiner Zucht gekört, meinen bunten Vogel Fannie Mae darf ich fortan als "zweifache Hengstmutter" titulieren. Mit Brisant und Zampano sind es nun insgesamt vier Hengste, die in den letzten Jahren die Zulassung zu einem deutschen Körplatz erhielten.
Bemerkenswerte Erfolge für eine überschaubare Hobbyzucht, die erst seit fünfzehn zehn Jahren existiert und nur zwei bis drei Fohlen pro Jahr hervorbringt.
Die Eigendynamik, mit der die Erfolge der "Münsterland-Pferde" sich nun nach und nach einstellen, liegt in dem Stutenstamm begründet. Ich hatte einfach grosses Glück, mit Fabrice und Fannie Mae ein ebenso leistungsbetontes wie zeitloses Lable "Fidermark x Frühlingsball" aufbauen zu können. Und wer hätte je gedacht, dass Fidermark höchstselbst fünfzehn Jahre später mit Mount St.John's Freestyle und Olympiasiegerin Charlotte Dujardin im Sattel noch einmal Schlagzeilen als Vererber macht?

Doch es sind nicht nur Fidermark und seine Töchter, die die Münsterland-Pferde prägen. Da ist ja auch noch das Igelchen, Ionia xx von Acatenango xx, und mein Exkurs in die Vollblutzucht mit dem Anspruch, einen eigenen blutbasierten Sportpferdestamm zu etablieren.
In erster Generation stehen die Halbblutkinder Bogart, Legolas und Lorbaß für bemerkenswerte sportliche Erfolge. Es ist nunmal sehr viel anspruchsvoller, gelungene Halbblutpferde zu züchten und im Sport zu etablieren, als Warmblüter, die sich aus einem konsolidierten Stutenstamm rekrutieren. Sind es darüberhinaus Amateure und Freizeitreiter, die glücklich und erfolgreich im Sattel sitzen, sagt das viel aus über die Grundqualität eines Halbblüters in reiner Warmblutkonkurrenz.
Bereits in zweiter Generation ist nun Karlchen der jüngste Spross dieses Stammes, der aktuell im Mai im zarten Alter von 13 Tagen als eines der drei besten Springfohlen in Lienen herausgestellt wurde. Neben einer qualitätsvollen Stutenbasis bilden also sicher auch durchdachte Anpaarungen die Basis des Erfolges. Die schönste Bestätigung für eine Passion, die mich seit Jahren bewegt.

Das aktuelle FN Jahrbuch verzeichnet erstmals zehn Pferde aus meiner Zucht im Sport. Keine schlechte Bilanz für eine überschaubare Pferdezucht, die bislang 36 Fohlen hervorgebracht hat. Von diesen 36 Fohlen ist eines früh verstorben (Brooklyn), ganze fünf sind ins Ausland verkauft (Brasil, Sawadee, Lan Thao, Brisant, Lorbaß) und tauchen daher im deutschen Jahrbuch nicht auf, zwei weitere haben als Zuchtstuten den Besitz gewechselt (Balahé und Rarität). Von den verbliebenen 28 Fohlen entfallen elf auf die Jahrgänge 2015 bis 2018 und sind damit erst dreijährig und jünger. Zehn von siebzehn sattelreifen Nachkommen sind erfolgreich im Sport angekommen, dazu eine Handvoll bemerkenswerter Schauerfolge aus Züchterhand, die sich nicht unbedingt schau-affin bekennt.
Leistung definiert sich immer erst unter dem Sattel.

Die züchterischen Erfolge:    


Fannie Mae

Rasputin *2014 Rheinld. - gekörter Hengst von Rock Forever NRW a.d. Fannie Mae von Fidermark
22. November 2016 Westfälische Hauptkörung Münster-Handorf und der emotionale Höhepunkt des Zuchtjahres 2016

                                                         



Sansibar *2007 Oldbg - gekörter Hengst von Sir Donnerhall a.d. Fannie Mae von Fidermark 
2015 vier Siege über 70 Prozent und zahlreiche Platzierungen in Prix St.George. Preis der Besten in Warendorf im Mai 2015 - jüngstes Pferd in diesem Lot.

                                                     

Wer hätte gedacht, dass mein bunter Vogel Fannie Mae bereits mit ihrem ersten Fohlen gleich einen gekörten Hengst zaubert?
Tatsächlich ist es Sansibars zügigem Verkauf an Paul Schockemöhle zu verdanken, dass Fannie nach dem abfohlen nicht mehr -wie eigentlich geplant- in den Sport zurückgekehrt ist sondern der Zucht erhalten blieb und direkt erneut gedeckt wurde. So nahm das Projekt Münsterland-Pferde überhaupt erst seinen Lauf. Auf die Idee, eine nachhaltige Sportpferdezucht zu etablieren, war ich bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht gekommen ...
Fannie Mae's Status als Hengstmutter wird im FN Jahrbuch noch als "Fine Girl" ausgewiesen, Sansibar wird dort als "Salcido" geführt.


Deauville *2011 Oldbg - von Don Schufro a.d. Fannie Mae von Fidermark
Dressurpferde L platziert, A gewonnen 8,3

                                               

Deauvillchen's Werdegang als stringent zu bezeichnen wäre gelogen - turbulent trifft es eher ... Als eines der schönsten Fohlen ihres Vaters überhaupt mauserte sie sich zu einem eher mäkeligen Jungpferd mit zahlreichen Abstrichen in Hinblick auf Oberlinie und Silouhette. Und doch bewahrte sie sich stets diesen unerschütterlichen Takt und Durchschwung, den Mutter Natur einem Pferd in die Wiege legt oder eben nicht. Mutter Natur hat ihr reichlich davon mitgegeben und einiges mehr dazu ...  Der kleine Rotzlöffel zeichnet sich aus durch Extreme der besonderen Art. Dreijährig glänzte sie durch Rodeo's unterm Sattel und versprach im nächsten Moment das vielversprechende Dressurpferd zu sein, an das ich immer glauben wollte. Ein Sattelpferd wie man es schöner nicht malen kann.
Mit ihrem ersten Fohlen (Zampano von Zhivago, Hengstaufzucht) legte sie züchterisch ein glänzendes Debut hin und ist fünfjährig auf dem Krüsterhof bei Johann Hinnemann zur sportlichen Förderung eingezogen. In Marina Welbers hat sie den perfekten Deckel zum Topf gefunden. Die beiden legten einen sportlichen Durchmarsch hin, wie man ihn sich eindrucksvoller nicht wünschen kann. Wo sie auftritt, hat sie sogleich ihre Fans - unter Richtern und Zuschauern gleichermassen. 


Zampano *2015 Oldenburger von Zhivago a.d. Deauville von Don Schufro 
zugelassen zur Oldenburger Sattelkörung April 2018 - nicht vorgestellt

                                                              

Als Zampano wegen eines fiebrigen Infektes im April nicht zur Sattelkörung antreten konnte, hat mich das sehr enttäuscht. Dennoch glaube ich fest an die Qualitäten dieses Youngsters, Deauvillchens Erstling. Zampano hat mittlerweile in der Schweiz ein neues zu Hause gefunden. 


Rialto Venice *2010 Oldenburger - von Real Diamond a.d. Fannie Mae von Fidermark,
Reitpferdeprüfung Platz zwei (8,1), Dressurpferde A platziert

                                                     

Mit Rio ist der zweite Sohn von Fannie Mae erfolgreich im Sport angekommen  Wenn aus Fohlenkindern Leute werden und man sich nach vier Jahren plötzlich in freundschaftlicher Verbundenheit wiederfindet, das ist das Schönste am Züchterleben überhaupt!
Rio ist mittlerweile in Milte beheimatet und macht seine Besitzerin Yvonne rundum glücklich: ein charmanter Allrounder, der auch sportlichen Ambitionen in jeder Hinsicht gerecht wird. Erstmals sind die beiden in dieser Saison auf L-Niveau unterwegs und ich wünsche Yvonne von Herzen den ersehnten Erfolg.



Fabrice

La Jeanne *2007 Hannover - von Laudabilis a.d. Fabrice von Fidermark, "Schleifenpony" mit zahlreichen Siegen von E - M, aktuell die erste S Platzierung.
La Jeanne gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Nachkommen des Laudabilis gemessen an Gewinnsumme, und das allein unter Juniorenberitt!
 

                                                      

In seiner Ausgabe im August 2010 erwähnt das Verbandsmagazin "Der Hannoveraner" La Jeanne dreijährig namentlich in der Rubrik "Feldprüfungen, Durchschnitt Grundgangarten und Rittigkeit 7,5 und besser". Wertvoller wiegt, dass La Jeanne mein erstes selbst angerittenes und in allen drei Disziplinen selbst ausgebildetes Pferd ist. Diese Zeit der gemeinsamen Ausbildung hat mir unvergleichliche Erfolgserlebnisse beschert.
Fünfjährig verkauft avancierte sie mit ihrer neuen jungen Reiterin und Besitzerin gleich in der ersten gemeinsamen Saison zum Schleifenpony.
Aktuell trägt sie sich neben Sansibar als zweites Pferd aus meiner Zucht mit ihrer ersten S-Platzierung ins Jahrbuch ein. Eine grüne Schleife, errungen mit einem noch immer nur freizeitreitenden Junior im Sattel, und die beiden haben sich ihren gemeinsamen Erfolg ganz allein von E bis S erarbeitet.
Man kann darüber streiten, welches der bedeutendere S-Erfolg ist.


Bravo *2009 Hannover - von Belissimo a.d. Fabrice von Fidermark, Eintragung in das Hannoversche Hauptstutbuch mit der Gesamtbewertung "8"
Dressurpferdeprüfungen der Klasse A, L und M gewonnen, darunter Sichtung zum Bundeschampionat

                                                              

Viermal die "8" in den Einzelnoten, u.a. für Schwung und Elasitzität - davon habe ich geträumt!
Neben dem Igelchen ist Bunny die zweite meiner Stuten, die mit vier Achten im Hannoverschen Hauptstutbuch eingetragen ist. Eine solche Bewertung ist überdurchschnittlich und keine Selbstverständlichkeit und erfüllt die Voraussetzung zur StPrAnwartschaft bei abgelegter SLP. Eine Staatsprämie wird es für Bunny nicht geben, sie ging nach dem Absetzen Daktari's als gereifte Remonte ihren Weg im Sport. Dennoch erfüllt mich diese Eintragung mit grossem Stolz, bestätigt sie doch meine vier Jahre lang gepflegte ganz persönliche Einschätzung zu dieser Tochter meiner Fabrice. Die rosa Züchterbrille hat mich nicht getäuscht.
Im Frühjahr 2014 zog Bunny fünfjährig zur sportlichen Förderung auf den Krüsterhof bei Johann Hinnemann ein und gewann auf Anhieb Dressurpferdeprüfungen.
Neben Sansibar und La Jeanne ist Bunny das bedeutendste züchterische und sportliche Aushängeschild meiner jungen Zucht. In Generationen denken braucht nunmal seine Zeit.


Daktari *2013 Hannover - von Don Frederic a.d. Bravo von Belissimo x Fidermark, Siegerstutfohlen der hannoverschen Schau in Fröndenberg, 27.6.2013.

                                

Mehr noch als der Schausieg Daktari's freut mich die Anerkennung, die ihrer Mutter Bravo ("Bunny") anlässlich dieses ersten öffentlichen Auftritts von offizieller und nicht offizieller Seite zuteil wurde. Ein gutes Fohlen ist eine Sache. Ein unumstritten überragendes Fohlen ist ziemlich unglaublich. Eine gute Stute, an die man vier Jahre geglaubt hat und die dann erstmals öffentlich auf derartigen Zuspruch stösst, ist aber dennoch etwas ganz anderes. Vier Jahre fester Glaube, der nun auch öffentlich Anerkennung erfährt und mit einer glatten "8" im Hannoverschen Hauptstutbuch honoriert wird! ... und darüber hinaus ganz offensichtlich auch eine gelungene Zuchtstute, die sich hervorragend vererbt!


Brisant *2010 Hannover - von Belissimo a.d. Fabrice von Fidermark
zugelassen zur Hannoverschen Hauptkörung Oktober 2012. Nicht gekört,dennoch "gefühlt" der grösste Erfolg! 

                              

Es erfüllt mich mit grösstem Stolz mit Brisant einen Sohn meiner Fabrice zu dem wohl rennomiertesten Dressurpferdekörplatz in Deutschland zugelassen zu wissen. Irgendwie musste "meine" Fabrice nun endlich nachlegen, nachdem ihre jüngere Schwester Fannie Mae 2009 mit ihrem Erstling Sansibar bereits so völlig unerwartet vorgelegt hatte und zur Hengstmutter avancierte ...
Brisant wurde auf dem Hannoverschen Hengstmarkt nach Spanien verkauft.


QRage III *2006 Oldbg - von Quattro B a.d. Fabrice von Fidermark, Dressurpferdeprüfung A, L und M gewonnen

                                          

QRage III war sicherlich eines der schönsten Fohlen überhaupt und liess mich erstmals erahnen, dass ich in Fabrice eine Zuchtstute hatte, die Fohlen von einer nicht selbstverständlichen Qualität zaubert. Den Ausspruch eines Hengstaufzüchters, der seinerzeit an Qrage III interessiert war, werde ich nie vergessen:
"Wie kann man bei einem solchen Fohlen überhaupt den Hengst wechseln?" Fabrice war damals bereits tragend von Laudabilis.      
QRage III steht in Neuseeländischem Besitz und firmiert als Awakino Q'Rage im FN Jahrbuch. 


QRage II ("Happy") *2005 Oldbg - von Quattro B a.d. Fabrice von Fidermark, Reitpferdeprüfung gewonnen   

                                                            

Nach dem tragischen Tod von Fabricechen's erstem Stutfohlen QRage sollte Happy eigentlich als Stutfohlen zur Welt kommen und mein ganz persönliches selbstgezogenes Reitpferd aus Fabrice werden, späterer Zuchteinsatz nicht ausgeschlossen. Mutter Natur entschied jedoch anders und bescherte Fabrice ein Hengstfohlen. Happy wurde als Absetzer verkauft, seinen ersten Turniereinsatz überhaupt münzte er vierjährig gleich in einen Start-Ziel-Sieg in einer Reitpferdeprüfung um.
Happy ist das erste Pferd aus meiner Zucht, das sporterfolgreich im FN Jahrbuch verzeichnet ist.  


Sabary *2011 Hannover - von Sarkozy a.d. Fabrice von Fidermark
5-jährig erste Turnierstarts und hohe Platzierungen in Dressurpferde A und L

                                                



Ionia xx

Lorbaß *2010 Hannover - von Lissaro a.d. Ionia xx von Acatenango xx
Januar 2015 siegreich in seinem ersten Test-Event unter der offiziellen Flagge von British Eventing, seit April 2015 auch als Dressurpferd bei der British Dressage Association registriert und ebenso siegreich in seiner ersten Dressurprüfung (76%). April 2015 Platz 4 in der ersten Vielseitigkeit BE90 (26,5-0-4) 

                                                         

Mit Lorbaß debütierte der erste Sohn meiner Vollblutstute Ionia xx erfolgreich im Sport. Dieser Erfolg ist deshalb so bedeutend, weil der Einsatz von Vollblut in der Warmblutzucht eine echte Herausforderung ist, der ich mich aus Überzeugung stelle.
Sechs Fohlen hat Ionia zur Welt gebracht, weitere Nachzucht sollte ihr leider nicht beschieden sein. Mit ihrer Tochter Carly wächst ihre künftige Stammhalterin heran, die all das verkörpert, was das Projekt "Vollblut in der Warmblutzucht" für mich so bedeutend macht. Ich hoffe sehr, dass Carly meinen grossen Erwartungen in sie eines Tages gerecht wird. Pferdezucht heisst nunmal in Generationen denken und der Einsatz von Vollblut zahlt sich oft erst spät aus.


Legolas *2011 Hannoveraner - von Lissaro a.d. Ionia xx von Acatenango xx
2015 Platz drei im Sachsen-Anhaltischen Youngster-Meeting in Prussendorf mit 8-er Noten unter Amateur
2017 zahlreiche weitere Platzierungen in allen Disziplinen, Dressurpferde A gewonnen, Geländepferde A** 4.

                                                

Mit dem vierjährigen Legolas ist der zweite Sohn meiner Vollblutstute Ionia xx erfolgreich im Sport angekommen. In seiner ersten Reitpferdeprüfung debütierte Legolas im Sachsen-Anhaltischen Youngster-Meeting in Prussendorf auf Platz drei! Nun sind Reitpferdeprüfungen ganz sicher nicht die Disziplin, in der man einen jungen Halbblüter auf den vorderen Plätzen erwartet, noch dazu mit einer "8" für den Trab ausgezeichnet und damit die zweitbeste Trabnote überhaupt in einem Feld von 16 Youngsters. Ein toller Erfolg für einen Halbblüter und seinen glücklichen Amateur im Sattel!
Mittlerweile ist das junge Paar in allen drei Disziplinen erfolgreich unterwegs.


Bogart *2009 Hanoveraner - von Benetton Dream a.d. Ionia xx von Acatenango xx
2015 A-Dressur gewonnen; 2016 Kandaren-L gewonnen

                                                              

Erstmals tauchte 2015 auch Bogart sporterfolgreich im FN Jahrbuch auf und meldet sich sogleich mit einer gelben Schleife in einer A-Dressur!
Damit ist der dritte Sohne meines Igelchens im Sport angekommen und das freut mich umso mehr, weil
es ungleich schwerer ist, erfolgreich Halbblutpferde zu züchten und im Sport zu etablieren.


Carly *2013 von Conen a.d.Ionia xx von Acatenango xx
23.6.2018 Verbandsprämienstute Westfalen

                                

Carly ist die letzte Tochter meiner Vollbutstute Ionia xx und die einzige sportlich nicht geprüfte Stute in meiner Zucht. Ein Umstand, der mich durchaus ärgert, aber nicht zu ändern ist. Nachdem sie dreijährig gar nicht rossen wollte und alle Deckversuche während des Anreitens vierjährig bis Mai ebenso fruchtlos blieben, war die Entscheidung klar: Decken geht vor Sport.
So zog Carly im Mai 2017 spontan auf dem Krüsterhof bei Zauberfrau Tina Hinnemann ein, die das Unmögliche möglich machen sollte. Mit Erfolg. Carly wurde mit der ersten Rosse tragend und blieb den Sommer über auf dem Krüsterhof, wo Marina sie sportlich weiter förderte und auch in einer Reitpferdeprüfung vorstellte. In ihrer Zeit unterm Sattel hat Carly sich als rittiges und unkompliziertes Reitpferd bewiesen, so dass ich mich mit dem Makel mangelnder Sporterfolge arrangieren kann. Eine weiterführende Ausbildung als Spring- oder Buschpferd ist bei weiterem Zuchteinsatz (ein Stutfohlen wie Karlchen soll es schon sein...) jedoch wenig realistisch. Bei der einzigen verbliebenen Halbblutstute sind die Prioritäten klar gesetzt: Zucht geht vor Sport. Züchten heisst nunmal in Generationen denken.     
Die überraschende Verbandsprämie des westfälischen Verbandes ist ein deutliches Zeichen der Anerkennung des züchterischen Wertes dieser patenten Halblutstute.


Carlyle ("Karlchen") *2018 von Capistrano a.d. Carly von Conen x Acatenango xx (Ionia xx)
Im Alter von 13 Tagen als eines der drei besten Springfohlen herausgestellt auf der Fohlenschau in Lienen
23.6.2018 Stutenschau Wettringen - Karlchen wird erneut als drittbestes Fohlen seins Ringes herausgestellt

                                                    

Mit ihrem Erstling präsentiert Carly sogleich ein gelungenes blutgeprägtes Hengstfohlen, das meinen Einstieg in die Springpferdezucht markiert.
Karlchen hat nur einen Fehler: er sollte eigentlich das langersehnte Stutfohlen zur künftigen Stammespflege werden ...



Max Schulz, Freiburg/Elbe

Beltino *2003 Westf - von Beltain a.d. Wallery K, S Dressur gewonnen

                                                                 

Als Svenja und ich damals gemeinsam unsere bereits zuchtbewährte Wally von Hans Karsten kauften, wollten wir eigentlich nur Jahr für Jahr abwechselnd ein Fohlen aus ihr ziehen. Wie das ging hatte Hans Karsten uns bereits hocherfolgreich vorgemacht:
in bewusster Linieninzucht auf den Stutenstamm des Dr. Max Schulz hatte Hans Karsten die grandiose Passerpaarung von Wally an Beltain etabliert.   
Wir haben Wally damals nicht umschreiben lassen, weshalb Beltino unter Hans Karsten im Jahrbuch verzeichnet ist.
Svenja allein ist es zu verdanken, dass Beltino heute Wallys erfolgreichster Sohn ist. Ich kenne nur wenige Amateure, die in der Lage sind, ihr eigenes selbstgezogenes Pferd allein und ohne jeglichen Fremdberitt bis zur Klasse S erfolgreich auszubilden. Svenja hat dieses Kunststück mit Beltino nun bereits an ihrem zweiten Pferd zelebriert und ich denke, bei St.Georg ist noch lange nicht Schluss. Ehre wem Ehre gebührt - Svennie, bitte weiter so!    

zurück