La Jeanne  * 25.4.2007   

                                                                                           

                                                              

                                                                                                   Welsh Pageant xx.*66
                                                            Lauries Crusador xx *85
                                                                                                    Square Note xx
*75
                    Laudabilis Hann. *2000
                                                                                                    Warkant Hann. *83
                                                            Wassia Hann. * 90
                                                                                                    Emma Hann. *84

                                                                                                    Florestan Rheinl.. *86
                                                            Fidermark Westf. *92
                                                                                                    Watonga Hann. *85
                    Fabrice Rheinl. *98
                                                                                                    Frühlingsball Westf. *70
                                                            Feodora Rheinl. *92
                                                                                                    Rebecca
Rheinl.*80
                                                                                                    Hann. Stamm Nr. 367 nach Schridde



            La Jeanne im Alter von zwei Jahren
 

Eigenleistung:
10. Juni 2010 SLP
Das Verbandsmagazin "Der Hannoveraner" erwähnt La Jeanne namentlich unter der Rubrik
"Feldprüfungen, Durchschnitt Grundgangarten und Rittigkeit 7,5 und besser" in seiner Ausgabe August 2010.
23. Dezember 2010 die etwas andere SLP dreijährig!
12. März 2011 erster Turnierstart Hallengelände Westfälische Reit- und Fahrschule, Münster
Frühjahr 2011 diverse Vielseitigkeitslehrgänge
seit Juni 2011 in fördernder Dressurausbildung in Warendorf
12.Mai 2012 Hagen Tatenhausen: der erste Turnierstart, Platz fünf in einer A-Dressur
1.9.2013 zahlreiche Siege und Platzierungen in A-Dressuren unter überglücklichem Junior-Reiter
24.8.2014 zahlreiche Siege und Platzierungen in L-Dressuren und Platz vier im Finale des Junge Dressurtalente Cup - verdienter Ehrenpreis:
Lehrgang bei Herrn Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter.
27.6.2015 die erste "M"-Platzierung unter Juniorenberitt und -ausbildung
21.5.2016 M-Dressur Platz zwei (Juniorenberitt und -ausbildung!)

Mutterstamm:
Mutter Fabrice war Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, 4. Juli 1998 - Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2001 - Platz 1, Wertnote 8,39
Einzelnoten: Trab 8,5  Galopp 8,5  Schritt 8,0  Rittigkeit Richter 9,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 8,0
Sommer 2003: diverse sportliche Erfolge in allen Disziplinen, darunter Sieg in der Eignungsprüfung in Telge mit der Wertnote 8,2
Fabrice' Mutter Feodora brachte in Anpaarung mit Pit von Pilot den in Holland erfolgreichen Peter Pan (Springen)
Fabrice ist die erste von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen
zum Ursprung des Stutenstammes der Fabrice
Vollbruder Fair Play*2002 Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester Fannie Mae*2003 SLP Telgte Platz 2, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0  Galopp 8,5  Schritt 7,5  Rittigkeit Richter 8,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 7,5
 

Gedanken zur Hengstwahl: warum Laudabilis?


... man mag an Schicksal glauben wollen oder nicht: wieder einmal hat Fabrice mit der Geburt ihres Stufohlens ein Timing bewiesen das man einfach nur als schicksalshaft bezeichnen kann. Heute Nacht habe ich mich unter traurigsten Umständen von Wally verabschieden müssen, Fabricechens langjähriger Stallgefährtin seit sie ihr Zuchtstutendasein geniesst. Mit der Geburt von La Jeanne hat Fabrice diesem traurigen Tag dann doch noch einen glücklichen Ausgang bereitet und wieder kann ich nur die Worte einer lieben Freundin zitieren die mir an gleicher Stelle im letzten Jahr schrieb:
wenn irgendwo eine Tür sich schliesst sei sicher, es geht anderswo auch wieder eine Tür dafür auf!
und Fabrice hat sie aufgemacht - weit auf!

La Jeanne war gerade erst ein paar Minuten auf den Beinen als ich sie das erste Mal sah und ich war wirklich einen Moment lang sprachlos:
dieses Fohlen kommt bereits neugeboren daher wie ein altenglischer Stich - schöner und trockener kann man sie nicht modellieren mit diesen bestechenden Partien, einer sagenhaften Schulter wie auch ihre Halbbrüder von Quattro sie haben und die selben unglaublich langen Beine und Fesseln wie Sansibar sie hat - dazu ein Köpfchen wie aus Ebenholz modelliert - so etwas hatte ich nicht erwartet!
Nachdem Fabrice drei Fohlen von Quattro B hatte war dieser Wechsel zu Laudabilis eine echte Herausforderung und ganz sicher kein geringer Maßstab - heute stehe ich vor einem Fohlen das in seinen Hebeln geradezu verblüffend Sansibar gleicht und sollte sie sich auch nur annähernd so bewegen können wie ihr schwarzer Cousin das tut dann darf man sie mit Recht als ausserordentlich bezeichnen....    

   
Ich staune heute schon über die Vererbungskraft meiner beiden Fidermarktöchter, Fannie Mae und Fabrice, so verschieden sie sind, ihre Gene sind nunmal blutidentisch und sie scheinen sie tatsächlich in vielerlei Hinsicht auch
dominant als solche zu vererben - Schultern, Kruppenformation und die lange Fesselung, in der Regel ein Garant für elastische Bewegung - das alles kann kein Zufall sein bei fünf Fohlen von drei verschiedenen Vätern...
Auch sind alle diese Fohlen bereits von Geburt an sehr gross - La Jeanne macht da keine Ausnahme - wir haben wirklich gestaunt als sie sich vor uns aufstellte!
All dies zum Trotz der oft besprochenen "Kleinwüchsigkeit" von Fidermark-Kindern - ganz offensichtlich gibt dieser Stutenstamm Grösse mit - und eine gehörige Portion Selbstbewusstein dazu - die kleine-grosse La Jeanne grummelte sich vom ersten Moment an ihren Weg zu jedem Zweibeiner der sie besucht - sie holt sich ihre Krabbel- und Streicheleinheiten schon jetzt mit der grössten Selbstverständlichkeit ab und geniesst es ganz offensichtlich so sehr wie auch ich - La Jeanne ist einfach ein echter Lichtblick!    

... und wieder muss ich mich also bei meiner Fabrice bedanken:
sie hat einfach alles richtig gemacht - in jeder erdenklichen Hinsicht.
 

... und eine kleine Anekdote am Rande trägt La Jeanne bereits mit sich herum:
ihre Geburt drohte kompliziert zu werden weil die Vorderbeine nicht dort lagen wo sie hingehörten - das eine Beinchen lag unterm Bauch, das andere lag hinter dem Ohr. Dank der schnellen Hilfe des erfahrenen Tierarztes wurde das zügig gerichtet so dass Fabrice ihre Tochter dann nach einiger Verzögerung in weniger als einer Minute völlig unkompliziert zur Welt brachte. Und so kommt es dass La Jeanne einseitig ein kleines Schlappöhrchen mit sich herumträgt das immer dann besonders putzig aussieht wenn sie mit erwartungsvoll gespitzten Ohren vor einem steht - da muss man dann herzlich lachen weil sie doch ein klein wenig damit an einen vorwitzigen Osterhasen erinnert :-)      



19. Juni 2007: heute war der grosse Tag für Fabrice und La Jeanne in Meppen anlässlich der Aufnahme ins Hannoversche Haupstutbuch für Fabrice und Brenntermin für La Jeanne - nachdem ich mich entschlossen habe La Jeanne trotz vorhandener Kaufinteressenten und damit ganz entgegen ursprünglicher Absichten als zukünftige Lordsiegelbewahrerin des Mutterstammes meiner Fabrice zu behalten, war klar dass zu dem "heiligen L des Lauries Crusadors" auch das "heilige hannoversche H" auf den Popo gehörte...
Prinzipien sind nunmal Prinzipien und die muss man heiligen :-)
und nachdem ich meine Wally unter so traurigen Umständen verloren habe und mit ihr meine Pläne für eine direkte Anpaarung an Lauries Crusador xx begraben habe war mir plötzlich bewusst dass es eben alles andere als selbstverständlich ist dass eine Stute Jahr für Jahr gesund ein Fohlen zur Welt bringt. Und selbst Fabrice wäre ohne das zügige Eingreifen des Tierarztes sicherlich nicht unbehelligt mit La Jeannes Geburt fertig geworden... Soetwas gibt einfach zu denken. Und da ich wohl zu schätzen weiss was ich an meiner Fabrice und ihren erwiesenen Vererbungsqualitäten als Zuchtstute habe und gute Freunde mir mehrfach zugeredet haben La Jeanne zu behalten ("soetwas verkauft man nicht!"... "die besten gehören in die Zucht!") lag es wirklich nahe La Jeanne zu behalten - wer weiss wann Fabrice das nächste gesunde Stutfohlen dieser Qualität zur Welt bringt (derzeit will sie nichteinmal tragend werden und ich denke ich muss ihr erst wieder mit Arbeit als Sportpferd drohen!). Dazu kam die schlichte Erkenntnis dass meine Ideen und Hoffnungen auf ein selbstgezogenes blutgeprägtes Stutfohlen aus der Linie des Lauries Crusador xx  mitnichten mit Wallys Abschied begraben werden mussten - habe ich doch mit La Jeanne bereits genau dies im Stall!  noch dazu mit dem Vollblutanschluss bereits in der begehrten "zweiten Generation" und unter Umgehung der kritischen F1-Phase... manchmal sieht man wirklich den Wald vor lauter Bäumen nicht...     
und so kam es eben dass Fabrice und La Jeanne heute nach Meppen reisten und natürlich war ich wieder furchtbar aufgeregt im Vorfeld... Svenja fuhr mit als helfende Hand und mentale Stütze aber mentaler Beistand war heute ganz und gar nicht nötig denn La Jeanne, die durchaus als kleines quirliges Teufelchen ihren eigenen Willen (und vor allem UNwillen ...) zur Geltung zu bringen in der Lage ist, hatte ganz offensichtlich hab-mich-lieb-Drops gelutscht - ein derart mustergültiges Fohlen hat man selten erlebt... vielleicht hat Sansibar ihr erzählt wie man sich zu benehmen hat wenn man auf Reisen geht???
Nach zwei Stunden, die neben der kurzen Dreiecksvorstellung (anlässlich derer La Jeanne allerdings sämtliche Register ihres Teufelchen-Daseins zog und mehr durch die Luft flog als dass sie mit ihren langen Beinchen Bodenkontakt hatte...) im wesentlichen mit entspanntem Warten in einer schattigen Scheune von statten gingen, waren Mutter und Kind wieder zügig verladen und ich musste noch auf dem Heimweg still vor mich hin grinsen ob der Kommentare manch eines Pferdefreundes der mich zufrieden mit meinen beiden Weibern auf dem Strohballen in der Scheune sitzen sah und da sagte:
"... na, sie haben aber wirklich zwei brave Pferde! ... und was für ein liebes und artiges Fohlen!" ... und ich darf mit Fug und Recht behaupten:
die die am meisten gestaunt hat ob dieses mustergültig lieben und braven Fohlens war ich selbst... :-)        

kleine La Jeanne: du bist und bleibst wahrlich etwas besonderes!

 

                                                                                      
                                                   La Jeanne im September 2007 - die Präsenz und Ausstrahlung dieser grossen-kleinen Pferdepersönlichkeit ist einfach unübertroffen...


                                                                   
                                                         La Jeanne im September 2009 - gereift und nach wie vor mit einer unübertroffenen Ausstrahlung gesegnet... 

                                                         
28.3.2010

Heute hat La Jeanne ihre Heimat im Stall Altepost verlassen und eine Box neben Silas hier in Münster bezogen. Für Fabrichens Tochter beginnt nun der Ernst des Lebens und ich freue mich darauf, ihr in den nächsten Wochen das kleine Einmaleins eines zukünftigen Sportpferdes beizubringen.
Wie nicht anders zu erwarten hat Silas sich sogleich als grosser Held und Beschützer der jungen unerfahrenen Stute bewiesen - als Handpferd neben so einem charmanten Helden sind die neuen Eindrücke für das junge Pferd doch gleich viel weniger beeindruckend und das Heimweh vergisst man darüber offensichtlich auch ruck zuck. Ich bin gespannt was uns die nächsten Wochen bringen werden!     
                                                

15.3.2010

Seit zwei Wochen ist La Jeanne nun hier in Münster zum anreiten und trabt bereits locker und schwingend unter mir daher - das ganze inmitten einer Reithalle, in der auch andere Pferde im Trab und Galopp ihre Bahnen an uns vorbeiziehen, man glaubt es kaum! Die positive Resonanz und Kommentare meiner Stallkameraden ob dieser wahrlich überzeugenden Entwicklung und Selbstdarstellung meines ganz und gar entspannten jungen Pferdchens sind mir jeden Tag aufs Neue die allergrößte Freude - und doch bin ich wohl selber diejenige, die am allermeisten überrascht ist ob dieser unerhörten Fortschritte.

Zeit für einen Bericht also:

Nachdem ich Fabrice, La Jeanne's Mutter, bereits stets als Handpferd selbst auf der Rennbahn auf meinem Shannon mitgeführt habe war klar, dass ich es mit ihrer Tochter genau so praktizieren würde. Artgerechte geradeaus gerichtete Bewegung, entsprechend dem Naturell des Fluchttieres Pferd, unbeschwert im Rücken bei der konditionellen Arbeit an der Hand und vor allem keine unnatürliche und enge Kreisbahn dem Longieren geschuldet...
La Jeannes Grundausbildung sollte für mich der Versuch sein, ein junges Pferd gänzlich ohne Longe an den Reiter zu gewöhnen und ich war selber mehr als gespannt, wohin uns das wohl führen würde...

Nachdem sie zunächst völlig verschreckt ob all der neuen Eindrücke nicht einmal dazu zu bewegen war, in die neue Box zu gehen, habe ich direkt meinen Silas als Handpferd und Beschützer dazugeholt und seither läuft sie wie geschmiert überall hin - inzwischen auch allein :-)
Vom ersten Tag an lief sie dann als Handpferd am Halfter in unserer Reithalle wie selbstverständlich neben Silas her und wir absolvieren seither ein feines lockeres Trabprogramm lockerflockig zu dritt in der Halle und ich warte sehnsüchtig auf bessere Bodenverhältnisse, so dass wir auch endlich raus können...
Am zweiten Abend nach unserer Handpferdearbeit habe ich ihr versuchsweise eine Decke auf den Rücken gelegt und diese festgegurtet um ihre Reaktion zu testen - sie reagierte überhaupt nicht darauf. Die selbe Nicht-Reaktion folgte dem Austausch der Decke durch den Sattel - selbst den konnte ich angurten ohne dass sie auch nur mit dem Öhrchen wackelte... ich war begeistert ob ihrer Gelassenheit!
Freund Tönne kommentierte das ganze dann mit den Worten:
"Ich weiß gar nicht was du hast? Das ist doch selbstverständlich, dass die da kein Problem mit hat, die ist seit ihrer Fohlenzeit in der Hand und hat eben Vertrauen - so muss das auch sein und nicht anders!"
Breites Grinsen auf meinem Gesicht und es juckte mir gewaltig in den Fingern den nächsten Schritt zu wagen...

Am nächsten Morgen in aller Frühe dann also in ebensolcher Ruhe mit Pferdeflüsterer Tönne den Sattel drauf und die Sabine hinterher - Tönne hatte das Pferdchen am Kopf zum beflüstern, das war aber eigentlich gar nicht nötig. La Jeanne war Miss Supercool. Ich saß oben auf meinem Pferdchen, das gänzlich unbeeindruckt war ob der gesamten Prozedur des darüberlegens, draufkletterns und aufrichten im Sattel an sich.
Weltklasse!
Tönne hat uns dann ein paar mal die Stallgasse rauf und runter geführt und ich konnte mich gänzlich entspannt im Sattel bewegen (das kenn ich von anderen Pferden deutlich anders...), La Jeanne war die Ruhe selbst, ganz und gar entspannt und mehr daran interessiert, an den Möhrensäcken, die vereinzelt vor den Boxen standen, nicht gänzlich leerausgehend vorbei zu müssen. Tönne hatte dafür das allergrößte Verständnis, liess Ross&Reiter einfach auf der Stallgasse stehn' und nestelte den nächstbesten Sack auf - ich musste laut lachen... La Jeanne war begeistert.
In Hochstimmung bin ich an dem Morgen dann ins Büro gefahren:
das erste Mal gänzlich unbeschwert auf dem eigenen "Fohlen" sitzen - es sind dann eben doch die kleinen Dinge, die den grossen Unterschied machen :-)))

Tagsdrauf (La Jeanne's 4. Tag) haben wir dann unseren ersten gemeinsamen "Ritt" in der Reithalle absolviert, immer noch alles am Stallhalfter, im Stall aufgesessen und Tönne hat uns dann nach draussen über den Hof und in die Halle geführt.
Alles bestens.
La Jeanne marschierte zufrieden neben Tönne daher und zeigte mehr Interesse an den anderen Rössern, die da um uns rumgaloppierten, als an der Sabine auf dem Rücken. Die Hochstimmung habe ich an dem Abend dann zur Abwechslung mit nach Hause genommen.

Jetzt wurde es dann wohl Zeit, dass ich in den Tiefen meines Kellers mal nach einer Trense für das Pferdchen suchte, ich hatte ja selber nicht damit gerechnet, dass das alles so flott vonstatten gehen würde und ich konnte den guten Tönne nun nicht ewig darum bitten uns zu führen. Spätestens beim ersten Traben wäre es dann wohl etwas anstrengend für ihn geworden... :-)

Meine Idee war, sie neben dem Führpferd in der Halle im Schritt und Trab zu reiten, einfach geradeaus nebenher so wie sie es kennt und ohne störende Einwirkung durch treiben, ziehen und zerren an einer Longe ob der unnatürlichen Kreisbahn. All das passiert eben zwangsläufig, wenn das erste Mal ein Reiter draufsitzt, und genau das wollte ich nicht.

Eine Woche lang hat La Jeanne dann Zeit gehabt sich an die Trense im Maul zu gewöhnen, die Zeit sollte sie gern haben denn die Trense war in der Tat das einzige, was sie zunächst mit Kopfschlagen quittierte. Sie stand daher stets gesattelt und aufgetrenst neben Silas beim putzen und zum führen, das Stallhalfter immer unter der Trense, denn geführt wird am Strick und nicht am Zügel..
Wenn abends noch jemand zum führen im Stall war habe ich mich draufgesetzt und mich auf der Stallgasse rumführen lassen.
Jetzt sollte es also weiter gehen....
Das grössere Problem war jemanden zu finden, der Silas reitet und La Jeanne mit mir auf dem Rücken als Handpferd nebenher nimmt, damit wir eben auch mal traben können.
Zitat Tönne:
"Sabine, du brauchst einfach jemanden mit richtig Arsch in der Hose für sowas..."
Ich musste herzlich lachen, besser hätte ich es auch nicht formulieren können :-)
Fairerweise muss ich hinzufügen, dass Silas mitunter recht toxisch unter dem Sattel ist und es von daher schon nicht jedermanns Sache ist, den Bub überhaupt zu reiten.  
Unser Olli hat sich dann gern bereit erklärt, diese Rolle zu übernehmen und ich hatte vor, beide Pferde gesattelt fertig zu machen und schon mal die gesattelte La Jeanne als Handpferd mit Silas in der Halle zu bewegen bis Olli kam, damit wir beide nur noch umsitzen mussten...

Nun war sie seit 12 Tagen da und es hat nie Probleme gegeben als Handpferd.
Ich habe sie allerdings auch noch nie g e s a t t e l t als Handpferd dabei gehabt...
Blond blond blond...
Ich saß also vergnügt auf meinem Silas, La Jeanne trabte nebenher, die Tür ging auf, Olli kam herein, in dem Moment explodierte die Welt um mich herum::
La Jeanne tobte, bockte, jagte vor und hinter Silas her soweit es der Strick zuliess, Silas war völlig konsterniert, bockte ebenfalls los und ich sass da oben drauf und dachte die Welt geht unter...
Ebenso konsterniert stand Olli in der Tür und besah sich das Schauspiel und es war klar was er dachte:
"Die muss ja völlig verrückt sein sich da draufsetzten zu wollen..."
Zwei weitere Pferde in der Halle scheuten wüst im Galopp von ganz oben nach unten in die Ecke, eines der Reiterlein suchte vorsichtshalber gleich sein Heil in der Flucht nach draussen ...

Kurze Bockpause, gerade genug Zeit für mich, mich wieder im Sattel zurecht zu setzen, da ging es wieder los - ich hörte ein leises "Flap" (und hatte immer noch nicht begriffen was los war) und La Jeanne bockt wieder um uns herum, Silas mit.
Nun muss ich allerdings einmal eine Lanze brechen für meinen "Toxic Silas", der gemessen an seinem sonstigen Explosionspotential hier wirklich "handzahm" bockte und sich trotz aller Aufregung sehr bemühte, mir das Leben nicht all zu schwer zu machen - er hätte die Sache durchaus zu einem bösen Ende führen können wenn er selber durchgegangen wäre, liess sich aber an einer Zügelfaust einigermassen regulieren und das Kunststück bestand darin, die junge Stute in stricknähe zu behalten ohne dass sie in ihrer Panik (die ich immer noch nicht ergründet hatte) weiter um uns herum jagte und mich dabei aus dem Sattel zog oder aber gänzlich auf und davon ging (die Option loszulassen hatte ich ja noch, wollte es aber nicht zulassen...)

Dann stand sie wieder und eine Stimme sagte:
"Die hat sich einfach nur erschrocken weil die Bügel runtergerutscht sind und ihr vor den Bauch geschlagen haben...."
Da war mir alles klar.
Wie dumm muss man sein, nicht drüber nachzudenken ein Handpferd, das den Sattel nur mit Reiter kennt, gesattelt mitzuführen und keine Gedanken daran zu verschwenden, dass die Bügel zwangsläufig irgendwann einmal runterrutschen und das Pferd erschrecken?

Ich hab mich schwarz geärgert über meine eigenen Dummheit.
Olli nahm mir die Stute dann erstmal aus der Hand und führte sie im Schritt - alles gut. Nerven hat sie.
Ob ich denn nun doch noch aufsteigen wollte?
Jetzt erst recht!
Also Sabine runter von Silas, Olli erklärt wie er das Stutchen neben Silas zu arrangieren hatte damit ich aufsteigen konnte, und ich wollte schon raufklettern, da kam der bedachte Einwurf von Olli:
"Sabine, aber Zügel solltest du doch wohl haben?"
Ich guckte ihn völlig verdutzt an und dachte es darf nicht wahr sein...
sagte ich schon dass ich blond bin?
...
na klar habe ich dem Pferd eine passende Trense zusammengebaut, aber da stets das Halfter zum führen darunter war hat nie die Notwendigkeit bestanden auch Zügel daranzuhängen... Tatsächlich hatte ich auch gar keine da...
Ich bin ja so schlau :-)
Letztendlich musste dann die alte Kandare im Schrank dran glauben, Kandarenzügel abgebaut und los.
Blond.
...
Armer Olli.

Jetzt konnte ja eigentlich nicht mehr viel passieren, nachdem ich nun bereits alles verbockt hatte, was man in so einem Stadium mit dem jungen Pferd verbocken konnte...

Olli hat mir also auf La Jeanne geholfen, alles gut.
Verwirrter Blick von unten - Olli ratlos.
"Was soll ich denn jetzt machen?
Mit Strick in der Hand kann ich schlecht auf Silas aufsitzen..."
Der Bub hatte recht.
Ich sag "Olli, wir improvisieren und das muss jetzt einfach funktionieren! Gib mir den Strick in die Hand, die wird hoffentlich einfach stehen bleiben bis du oben bist und dann nimmst du dir den Strick aus meiner Hand..."
Gesagt, getan.
Silas stand etwa drei, vier Meter von La Jeanne und mir entfernt und Olli meinte "na dann komm mal und gib mir den strick!"
Jetzt musste ich grinsen.
Ich sag' "Olli, ich sitz auf einem absolut steuerlosen Pferd! Die kennt weder komm, noch geh, noch rechts, noch links. Die steht hier nur festgemauert in der Erden....und das ist auch gut so...!"
Olli verwirrt.
"Was soll ich tun?"
Ich sag' "du musst Silas rückwärts neben uns einparken und dann nimmst du dir den Strick."
Braver Silas.
Wir stehen nebeneinander und Olli hat La Jeanne am Strick.
Ich halte die Zügel in der Hand und mache gar nichts (genau so hatte ich mir das vorgestellt - ein Reiter, der das junge Pferd in absolut gar keiner Weise stört)
Olli fragt "...und jetzt?"
Ich sag "Jetzt reitest du los und wenn wir Glück haben läuft sie einfach mit, so wie sie es kennt."
Gesagt, getan.
Silas marschiert los. La Jeanne auch. Sabine macht gar nichts und lässt sich entspannt tragen, Zügel leicht in der Hand, La Jeanne gelassen, es gibt sogar auf Anhieb eine gänzlich störungsfreie leichte Anlehnung - perfekt!
Die beiden Pferde marschieren in trauter Eintracht nebeneinander her, so wie sie es kennen, ich bin begeistert. Auch Olli entspannt merklich, eine Hand am Zügel, eine Hand am Strick, und singt den Pferdchen etwas vor.
Auf meine Frage, wen von beiden er da eigentlich zu beruhigen gedenkt, meint er nach kurzem nachdenken:
"Beide!"
Ich muss lachen.
Herrlich!

Drei, vier Runden und es ist klar, La Jeanne ist völlig sie selbst neben Silas und empfindet das ganze in keiner Weise aufregend oder störend. Sie läuft einfach mit und ist entspannt.
Also antraben.
Auf den Moment hab ich zwei Wochen (12 Tage...) gewartet.
Olli beschliesst, aus der zweiten Ecke der kurzen Seite sei es gut, dann habe das junge Pferdchen freien Blick nach geradeaus.
Verwirrt fällt ihm ein:
"Wie machen wir das denn?
Was muss ich tun?"

Ich sag' "Olli, du schnalzt einfach mal mit der Zunge und trabst los und wenn wir Glück haben trabt sie sofort mit ...!"
Olli stellt keine weiteren Fragen, todesmutig schnalzt er, Silas trabt los und La Jeanne ist sofort auf flankenhöhe dabei.
Weltklasse!
Ich muss nicht treiben, nicht quetschen, nicht klammern - ich lass mich einfach nur entspannt mit ganz lockerem Bein und Sitz im leichttraben mitnehmen, leichte Zügelverbindung und sonst gar nichts. Sie trabt einfach locker neben Silas geradeaus daher, so wie sie es die letzten Tage ohne Sattel auch immer getan hat.
Ein grossartiges Gefühl auf einem ganz und gar locker schwingenden Pferd und ich bin überglücklich!
Wir wechseln die Hand, jetzt ist La Jeanne aussen und muss mehr traben wenn sie durch die Ecken um Silas herum muss und ich habe nichts zum treiben (wie auch? "treiben" kennt sie ja auch gar nicht) aber es ist alles kein Problem. Sie nimmt die Wendungen aussen rum von selbst etwas flotter.
Zwei, drei Runden rechts herum im Trabe, zwei, drei Runden links herum, fertig.
Entspannter Schritt, entspannte La Jeanne, überglückliche Sabine und ein tatsächlich ganz und gar verblüffter Olli. Dass das so klappt hätte er ja doch nicht gedacht (kein Wunder - nach DEM Einstand als er 'rein kam...): kein ziehen, kein zerren, kein klemmen, es läuft einfach alles von selbst - so hatte ich mir das vorgestellt.
"Was 'ne coole Art ein junges Pferd anzureiten!"
Ich bin megastolz als Olli das sagt und auch gleich bereit ist, das selbe Programm am nächsten Tag nochmal mit uns zu absolvieren und dann, ja dann hat La Jeanne in zwei Wochen eigentlich schon mehr gelernt als ich mir je zu träumen gewagt hätte.
Einfach schön!

Am Tag darauf haben wir das selbe Programm zunächst ohne Bügel (keiner soll behaupten ich wüsste nicht aus Fehlern zu lernen...) mit der gesattelten La Jeanne im Trabe neben Silas praktiziert bis Olli kam, immerhin gab es diesmal bereits auch Zügel an der Trense...
Bügel anbringen, aufsteigen, Olli nahm den Strick in die Hand und los ging's. Wieder trabte La Jeanne völlig locker und entspannt neben Silas unter mir daher und es war eine Freude, dieses schwingende junge Pferd unter mir zu spüren. 

Im Stall gab es darauf eine Menge Anerkennung für La Jeanne zu hören und tatsächlich haben wir mit dieser Art und Weise des Anreitens gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
Den Herdentrieb ausnutzend ist Silas an ihrer Seite von unschätzbarem Wert:
während andere junge Pferde bei den ersten longenfreien Ritten noch erschrocken auf entgegenkommenden Bahnverkehr reagieren und verständlicherweise vor allem möglichen scheuen, lernt La Jeanne an Silas' Seite Hindernisse, Deckentürme, Trubel und Reithallenverkehr als selbstverständlich kennen, sie guckt interessiert um sich herum aber marschiert stets unbeeindruckt neben ihrem grossen Kollegen weiter. Wo Silas läuft, da läuft auch La Jeanne. Scheuen hat es bis heute nicht gegeben und ich hoffe es bleibt so - besser geht es einfach nicht! 


                                       
21.3.2010

Ein paar Tage sind ins Land gegangen und da ich nach Feierabend abends keinen passenden "Führpferdereiter" hatte haben wir es langsam angehen lassen - es drängt nicht und tatsächlich spielt es auch keine Rolle, wieviel Tage "Pause" dazwischen sind:
gelernt ist gelernt und wenn es mit Ruhe und Vertrauen gelernt ist kann man auch nach einer Woche dort weitermachen, wo man zuvor aufgehört hat.
Das einzige was mir wirklich wichtig ist:
regelmässiger Weidegang damit der mentale Ausgleich gegeben ist und kein aufgestauter "Stress" die Weiterarbeit schwerer macht als nötig. Da La Jeanne nach wie vor nicht longiert wird ist "reiten" stets auf dem "frischen" Pferd angesagt - wenn sie morgens mit Silas ein paar Stunden draussen war weiss ich, dass ich abends auf ein ausgeglichenes Pferd klettern kann.
Das heute allgemein übliche "ablongieren" (insbesondere nach Boxenhaft) dürfte in neun von zehn Fällen wohl eher dem Kopf des (ängstlichen?) Beritts geschuldet sein, ein an sich ausgeglichenes Pferd fordert das sicher nicht.
Tatsächlich möchte ich auch lieber auf ein physisch "frisches" Pferd steigen, denn man sollte die Anstrengung des ungewohnten Beritts (und sei es nur für zehn Minuten) nicht unterschätzen, insbesondere die Last, die man dem jungen und unfertigen Skelett des Pferdes durch das zusätzliche Reitergewicht aufbürdet. Zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine tragfähigen Muskeln im Rücken des Pferdes.
Nicht umsonst lautet die alte "Kavalleristen" Lehre:
ein 3-jährges Pferde gehört höchstens dreimal die Woche unter den Sattel, ein 4-jähriges Pferd viermal, ein 5-jähriges Pferd fünfmal - es sind eben Remonten.
Die alten Lehren haben so viel Wahres, denke ich, und es ist einfach schade wie sehr diese angemessenen Erfahrungen in Vergessenheit geraten.
Und ich hoffe sehr ich kann jedem, der irgendwann einmal ein junges Pferd anzureiten hat, mit meinem Bericht die Zuversicht vermitteln, dass es wirklich nicht nötig ist mehr als das zu tun - oft liegt das Problem im Kopf des Reiters und es herrscht die Ansicht vor, den jungen "Übermut" regelmässig "abzukochen" damit er bloss nicht bockt.
Er bockt nicht.
Solange er Vertrauen hat und mental ausgeglichen ist.
Physis und Psyche werden heutzutage nur all zu oft in einen Topf geworfen und nicht unterschieden. Wie es jemand so treffend beschrieb:
[Vom Longenzirkel] "zentrifugierte" Pferde und Griffelbeinlahmheiten sind die Folge....

La Jeanne ist der lebende Beweis dafür, dass es anders geht und die hat wahrlich einen gewissen "Ruf" zu verteidigen aus ihrer Zeit als Aufzuchtpferd in der Herde im Hinblick auf griffig spritzig und mitunter auch einfach mal frech - ich kenne meine kleine Ziege vom ersten Tag an und weiss, dass sie vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Und das sollte man ihr auch lassen. Persönlichkeitsverhalten im Umgang und in der Herde hat absolut nichts, aber auch gar nichts mit Lehrverhalten unter dem Sattel zu tun!

Freitag abend also die gesattelte La Jeanne erstmals draussen als Handpferd mitgeführt.
eine halbe Stunde über die weitläufige Anlage geritten und ihr alles mögliche gezeigt - sie guckte interessiert und lief braven neben uns daher. Mein Vertrauen in Silas ist unerschütterlich, ihres offensichtlich auch.
Brenzlig wurde es erstmals auf dem Springplatz neben der Halle, dort sind unsere bunten Ständer und Fänge en masse geparkt und die sind "laut" bunt und schrill - La Jeanne spannte merklich an und drehte erstmals so auf, dass lebst Silas nervig wurde. Nicht witzig.
Also das angespannte Duo abgedreht, mir selber vor den Kopf geschlagen (ungewohnten Eindrücken nähert man sich von der ANDEREN Seite, mit dem Führpferd zum "Eindruck", so dass das Handpferd die Dinge aus beschützter Distanz von der anderen Seite wahrnimmt) - ein paar Mal um den Dressurplatz herum und dann den Springplatz erneut, aber diesmal von der andern Seite betreten, Silas auf der Seite zu den bunten Fängen. Siehe da: La Jeanne wurde zwar immer noch deutlich grösser aber blieb gelassen an der Hand und keine Spur mehr von Nerven. Silas hatte inzwischen bereits vergessen dass da überhaupt was war und schnurrte gelassen daher. Zweimal in dieser Richtung, dann Handwechsel und die Fänge an Jeannis Seite - siehe da, kein Problem mehr, etwas aufgeregter Guck aber bei der nächsten Runde gab es auch das nicht mehr. Alles gut. Das hätten wir auch gleich so haben können, aber manchmal denkt man eben doch nicht genügend mit...
Inzwischen war es dunkel geworden, wir sind in die Halle marschiert und Assi, unser Helferlein, kam dazu: umsitzen. Zu viert zügig im Schritt losreiten, La Jeanne marschiert unter dem Reiter so selbstverständlich wie ohne. Das grösste Problem war nun erstmals die kurze Gerte - da sie keine treibenden Hilfen kennt und ich bei Stricklosigkeit irgendetwas tun muss um ihr "vorwärts" zu signalisieren, ist ein kurzes Stöckchen das natürlichste Hilfsmittel und jedem dauerhaften prokeln mit den Absätzen vorzuziehen. Das stumpft nur ab.

Ich habe sachten Gerteneinsatz an der Schulter geübt als wir noch am Strick waren und das war auch gut so - statt nach vorn zu marschieren und ihr Heil in der vermeintlichen "Flucht" zu suchen (was die natürliche Fluchtreaktion wäre: Vorwärtsimpuls) kletterte Jeannie Silas auf die Schulter - soviel zum Thema Vertrauen in den grossen Beschützer und das durcheinander der Instinkte... ich war mir sicher der "Fluchtinstinkt" sei stärker ausgeprägt. Offensichtlich hat La Jeanne aber inzwischen so ein bisschen was von der Konrad Lorenzschen Gänseprägung auf den Gummistiefel angenommen und ihr geprägter Gummistiefel ist Silas...
Also Handwechsel, La Jeanne nach aussen, damit sie in den Ecken natürlichen Anlass hat das Tempo zu beschleunigen um auf Silas' Schulterhöhe zu bleiben, siehe da, nach zwei Runden und vier kurzen Seiten war das Thema "Stöckchen" geklärt und sie hat begriffen dass "Stöckchen" vorwärts bedeutet.
Zeit den Strick abzumachen.
Wir bummeln entspannt nebeneinander im Schritt dahin und traben zur nächsten langen Seite an - Stöckchen aus der Ecke, Silas trabt eh schon vorweg, alles ist gut. Ein kleiner Ruck durchs Pferd exakt bis auf Schulterhöhe Silas', das Tempo hält sie, wenn sie zurückfällt leicht Stöckchen, ssssst ist sie da. Kein klemmen, kein bocken - alles ganz gelassen.
Wir traben deutlich länger als sonst, vier fünf Runden mit regelmässigem Handwechsel und ich habe eine leichte Anlehnung und ein sicheres Gefühl. Gut so. Schrittpause. Ein weiterer schwarzbrauner grosser Wallach kommt dazu, wir bummeln zu dritt dahin, La Jeanne in der Mitte gerahmt von den beiden schwarzbraunen Buben, wir sind am schwatzen und vergessen was wir hier eigentlich tun (so soll es sein: entspannt!), der andere Wallach biegt ab, Jeannie hinterher. Ich musste laut lachen. Plötzlich fand ich mich hinter einem fremden Pferd her und es war soooo selbstverständlich... irgendwann stellt Jeannie fest, dass das doch wohl der falsche Kerl ist und lässt sich verwirrt zurückfallen, leichtes Stöckchen, zupp zupp, unsere erste halbe Runde ganz allein im Trabe durch die Halle.
Wer hätte das gedacht?
Wieder entspanntes schwatzen, schrittreiten neben Silas, noch ein paar runden Trab, selbstverständlich inzwischen auch mit grösserer Distanz zum "Gummistiefel", wieder Schrittschwatz und irgendwann "aufmarschieren" auf der Mittellinie nach guter alter Sitte, perfekt. Ich rutsch von meinem Pferdchen das völlig entspannt da steht - einfach schön.

Morgen das ganze nochmal (freiwillige Helfer muss man sich zunutze machen solange sie da sind!) und wenn es nicht regnet gleich nach draussen - die weitere Umgebung kennt sie ja nun. Das Problem wird sein dem Helferlein klar zu machen dass "draussen" aus Sicht des jungen Pferdes das natürlichste von der Welt ist, Halle dagegen nicht. (zielloses im Kreis reiten hat die Natur nunmal nicht vorgesehen)
Die Vorurteile (und damit die latenten "Probleme") sind nunmal stets im Kopf des Menschen gelagert, aus Pferdesicht stellt sich die Welt sehr viel natürlicher dar als wir sie uns mitunter machen... und dabei kann es doch so einfach sein...

Zwei Tage später:

Der Wettergott meinte es nicht gut mit uns, dennoch haben wir heute trotz "Land unter!" unseren ersten "draussen" Ritt mit aufsteigen vor dem Stall und freiem losreiten hinter Silas und Assi her absolviert, über das Hofgelände, um die Weiden und die Anlage herum, alles gut. Um auch ein paar Trabrunden zu reiten sind wir dann gemeinsam in die Halle marschiert und auch das lief rund. Dennoch reite ich ein junges Pferd lieber draussen im Freien weil dann einfach mehr natürlicher Zug auf der Uhr ist als beim unnatürlichen (weil eben aus sicht des Pferdes "ziellosen") im Kreis reiten und man schlicht nicht treiben muss, Stöckchen hin oder her. Es läuft dann nach "vorn" von selbst wenn es "nach vorn" als solches erkennt - geradeaus eben mit einem Ziel vor Augen. Weshalb ich sehnsüchtig darauf warte, dass der Boden wieder trocken wird und wir uns draussen ein bisschen Kondition ertraben können...

... und damit ist das Kapitel "anreiten einmal anders" dann jetzt wohl abgeschlossen, und dabei ist der Monat noch nicht einmal rum ... Ganze drei Wochen ist La Jeanne heute hier und ich kann es gar nicht glauben, mit welcher positiven Eigendynamik die Dinge sich in dieser kurzen Zeit entwickelt haben! Alles weitere ist nun Routine unter dem Sattel zu sammeln und den Weg ins vorwärts-abwärts zu erarbeiten. Hoffen wir, dass es so weiter geht!
 

27.3.2010

Dachte ich noch vor ein paar Tagen nun sei das Kapitel "anreiten einmal anders" beendet, so bescherte uns bereits der Samstag erneut einen mentalen Höhenflug in Form unseres ersten Galopps. Nachdem Helferlein Assi wieder fröhlich zugesagt hatte, auf Silas vorweg zu reiten, machten wir uns am nachmittag auf den Weg.
Aufsteigen ist mittlerweile schon fast zur Routine geworden, auch wenn wir uns noch immer eines Fest- und Gegenhalters dazu bedienen.
Und Silas steht stets neben La Jeanne dabei - wobei ich mittlerweile nicht mehr zu differenzieren vermag, ob das nun überhaupt noch La Jeannes oder aber inzwischen nur noch meinem eigenen mentalen Anspruch dient ...
Los gings, quer über den Hof, durch unser kleines Waldstück, den Feldweg entlang über die Eisenbahngleise und auf unser Rennbahnfeld. Am halblangen Zügel marschiert La Jeanne inzwischen nicht mehr hinter sondern neben und meist sogar vor Silas daher und es ist schon verblüffend mit welchem Selbstbewusstsein dieses Pferdchen gesegnet ist. Vielleicht ist es aber auch einfach nur ein ganz und gar natürlich erarbeitetes Selbstverständnis, das diese junge Pferdedame unter dem Sattel im wahrsten Sinne des Wortes nach vorn bringt....
Todesmutig marschiert La Jeanne inzwischen auch über die Eisenbahngleise, nachdem wir am Tag zuvor (da hatte ich sie lediglich als Handpferd erstmals mit auf der Rennbahn) zwar gut gemeinsam hinüber kamen (Silas schritt, La Jeanne sprang darüber...) und zu dritt entspannt unsere erste gemeinsame Runde über das Feld spazierten, auf dem Rückweg verliess sie dann aber der Mut vor ihrer eigenen Courage und nein, nein, nein, es war überhaupt gar nicht dran zu denken diese Dinger nocheinmal zu überqueren.... es war tatsächlich das erste Mal in unserer Dreisamkeit, dass meine Gelassenheit auf eine harte Probe gestellt wurde (Alternativen zur Gleisüberquerung hätte es auch gar nicht gegeben) und letztendlich musste ich absteigen und La Jeanne ein paar mal entlang der Gleise hin- u herführen und austricksen, bis sie sich zu dem entscheidenden Schritt zurück überreden liess.
Braver Silas, der das alles so mitmacht - der fliessende Übergang von "ToxicSilas" zu "SuperSilas" überrascht mich immer wieder aufs neue - zu meiner grössten Freude!

Heute zögerte La Jeanne dann zwar angesichts der Gleise erst einmal kurz, aber nachdem Silas bereits hinüber war hob sie doch zögernd erst das eine und dann die anderen Beinchen hinüber - spürbar ein kleines bisschen empört, ob dieser Zumutung, ein winziger "Satz" über das hintere Gleis, als wolle sie es von sich abschütteln und ein kurzes verärgertes Kopfschütteln auf der anderen Seite - dann war sie auch schon wieder neben Silas angekommen und betrachtete neugierig forsch ihre Umgebung. Tatsächlich bin ich mir nicht einmal bewusst, irgendetwas getan zu haben - leichtes treiben, ja, aber erkennt sie Schenkelhilfen als solches schon?
Grosse Freude auf meiner Seite, dieses "Hindernis" so unproblematisch überwunden zu haben und ich war mir sicher:
zurück wird es dabei keine Probleme mehr geben. Dazu hat sie das ganze diesmal viel zu bewusst angegangen und verarbeitet.

Assi und ich strahlten um die Wette und irgendwann meinte Assi spontan,"na los, dann lass uns mal antraben!" sprach's, und trabte davon. Jeannie hinterher, ich musste nur meine Zügel sortieren zu einer leichten Anlehnung, sie kaute zufrieden, schäumte sogar und trabte gleichmässig unter mir dahin - so schön!
Zwei ganz und gar zufriedene Pferde und eine ebenso begeisterte Assi, die sich pudelwohl auf Silas fühlte. Nach ein paar Minuten lockeren Trabens wollte ich nun endlich, endlich einmal den Galopp versuchen - tatsächlich ist La Jeanne seit sie hier ist noch nicht ein einziges Mal in der Arbeit galoppiert, weder als Handpferd, und unter dem Sattel ohnenhin nicht.
Tatsächlich sass ich heute aber auch erst das dritte oder vierte Mal frei reitend auf dem Pferd, und unser erstes angaloppieren wollte ich frei nach vorn auf geradeausgerichteter Bahn üben, hier draussen also und nirgendwo anders. Im "Kreis" wird doch meistens nur quetschen, klemmen und (oft) hauen daraus - mitnichten aber ein frei sich ausbalancierendes Pferd. Den Stress wollte ich uns beiden ersparen.
"Heh Assi, wenn du dich traust [von wegen ToxicSilas ... ], dann galoppier' mal an!"
Assi traute sich, keine Frage, Silas gab weiter den Musterknaben und galoppierte locker flockig vorweg. Ruck zuck hatten die beiden gut zehn Meter Vorsprung und La Jeanne war merklich verblüfft - das konnte sie nun nicht so wirklich begreifen, dass ihr Kumpel plötzlich so weit vorn war, was sollte sie bloss tun? Dass sie selber auch über einen dritten Gang verfügte, auf die Idee kam sie gar nicht.
Ich habe also sacht mit der Gerte an die Schulter geklopft und geschnalzt, es ratterte merklich zwischen den beiden braunen Öhrchen vor mir, kurzes Überlegen, begreifen, dann fiel sie sofort in Galopp - zögernd erst, als sei es ihr selber nicht ganz geheuer was sie da eigentlich tat...
Ich habe mich ganz still im leichten Sitz in den Sattel "gekniet" (hatte mir extra einen SuperLuxusleichten Springsattel mit wenig Pauschen und dichtestem Pferdekontakt für unser kleines Experiment geliehen) und war darum bemüht mich nach Möglichkeit gar nicht zu bewegen und sie ungestört einfach nur unter mir machen lassen - zwei drei Galoppsprünge und es war deutlich zu spüren:
ihre Zuversicht wuchs umgekehrt proportional zu der Distanz, die sich jetzt zu Silas' Kruppe wieder verkürzte - "Hei, was für ne feine Sache!" signalisierte mir Jeannies Ohrenspiel:
müheloser Dreitakt mit Schwebephase und dabei macht man auch noch Boden gut - wer hätte das gedacht!
Auf Silas' Höhe angekommen hatte ich deutlich den Eindruck, dass ihr Galopp unterm Sattel richtig gut gefiel - kein Wunder, war La Jeanne doch von Geburt an mit einem überragenden Galopp gesegnet und ich war selber am aller meisten gespannt darauf, dieses Galoppierwunder endlich einmal unter mir erleben zu können....
Mittlerweile galoppierten wir lässig neben Silas daher, leichter Sitz, leichte Zügelverbindung und kauen - Rhythmus, Leichtigkeit, Balance und die helle Freude obenauf! Der einzige, der das nicht so sah, war nun ausgerechnet Silas - kultiviertes Galoppieren nach vorn ist eine Sache - sich dabei aber von einem anderen Pferd überholen lassen eine ganz andere... Tatsächlich kennt er das auch gar nicht, bin ich doch grundsätzlich allein zum Galoppiertraining mit ihm im Gelände unterwegs und mir wohl bewusst ob seines Ehrgeizes... Und also geriet Assi tatsächlich ein wenig unter Zugzwang - im wahrsten Sinne des Wortes:
Silas wollte davonziehen ... Das sollte nun interessant werden, ob ich La Jeanne in ihrem neu gefunden Galoppiereifer auch wieder bremsen konnte?
Leichtes Halsklopfen, Hand auflegen und Stimme: brrrt, brrt - sofortige Reaktion, Jeannie liess sich auf Silas' Schulterhöhe zurückfallen, Silas war zufrieden
(jedenfalls macht er Assi nicht mehr das Leben schwer) und wir galoppierten stahlend nebeneinander dahin - ich war durch und durch begeistert! Ein erneutes "Brrrt" und leichter Zügeldruck brachte unser Duo zurück in einen lockeren Trab, fröhlich schnaubende Pferde und eine La Jeanne, die Satteldasein in einer neuen Dimension kennengelernt hatte:
von diesem Moment an galoppierte sie nun stets von sich aus an, wenn Silas ihr im Trabe mal ein paar Schritt voraus war - sie hatte aufs deutlichste begriffen:
Galoppieren macht mühelos Meter!
Ich war hellauf begeistert!
Dass unser erster Galoppversuch so unkompliziert funktionieren würde und gleichzeitig von einem solchen Spaßfaktor gesegnet sein sollte, hätte ich nie erwartet - berauschend schön!
Es sind eben stets die kleinen Dinge im Leben...

Blieb der Rückweg über die Gleise und eine La Jeanne, die zwar noch guckte, aber nicht mehr zögerte - ein weiteres kleines grosses Highlight.
Der Lernfaktor dieses unseres Ausrittes für das junge Pferd dürfte ziemlich dicht am erreichbaren Optimum gelegen haben und Assi und ich kamen in allerbester Laune frölich schwatzend wieder am Stall an. Ich habe keinen Zweifel, dass es den Pferden ähnlich ging und muss mich nun sehr zurückhalten, nicht gleich am nächsten Tag den selben Ritt erneut zu unternehmen - drei Mal die Woche unter dem Sattel reicht völlig aus und ein paar reine Weidetage hat La Jeanne sich jetzt aufrichtig verdient.

Und ich sitze hier und staune erneut wie mühelos und entspannt unser Konzept des Anreitens mit Führpferd für alle Beteiligten funktioniert - lernen kann tatsächlich Freude bereiten - jeden Tag auf's neue...


2. April 2010

Heute war's wieder so weit, mit Assi und den beiden Rackern raus ins Gelände und auf's Rennbahnfeld, herrliches Wetter und bester Laune!
Eine richtig schöne Trabrunde mit einer schwungvollen La Jeanne, die diesmal vom Fleck weg sofort das Köpfchen runternahm und in schöner Anlehnung fein kaute - super!
Dann Galopp, bestens, sie schnurrt hinter Silas daher und ich knie lässig im leichten Sitz im Pferd. IM Pferd - dachte ich.... aber wie das so ist wenn man sich seiner Sache zu sicher ist - ich ruf Assi zu sie soll nicht durchparieren in der Wendung sondern weitergaloppieren, das klappt schon...
Tatsächlich hab ich die Rechnung ohne La Jeanne gemacht die sich aus irgendeinem Grund gerade diese Ecke auserkoren hat zum Kopf zwischen die Beine nehmen und losbuckeln - mit allem hatte ich gerechnet aber nicht damit...
Sie hatte mich sofort vor dem Sattel und damit war's vorbei - Sabine im hohen Bogen den Abgang gemacht und den Maikäfer am Boden gegeben. La Jeanne trabt lässig ins Feld, guckt sich nach Silas um und ist irgendwie verblüfft... der kommt ja gar nicht hinterher? Allein im Feld war dann auch nicht so wirklich witzig. Immerhin weiss ich jetzt, dass sie nicht blindlings davonrennt, sollte sie mir mal von der Fahne gehen bei unserem Handpferdereiten wobei sie mittlerweile auch flott neben Silas galoppiert.
Assi macht besorgt kehrt und sieht nach dem Rechten, alles gut.
La Jeanne tritt in den Zügel und der reisst natürlich durch.
Immerhin stand sie jetzt ruhig im Feld und ich konnte sie gleich wieder einfangen.
Zügel zusammenknoten und wieder aufsteigen.

Das erste mal aufsteigen ganz ohne fremde Hilfe und das Pferd steht wie ein Baum - man staunt wozu runterfallen alles gut ist.
Assi, die gute Seele, nimmt das sachliche Management in die Hand und ordnet an:
"Das müssen wir jetzt aber gleich nochmal probieren damit das Pferd sich das nicht merkt! aber diesmal nur geradeaus und nicht durch die Kurve!"
Jawohl, Assi!
Wir traben sofort wieder los und die beiden schnurren daher - La Jeanne mittlerweile im flotten Trab meist vor Silas und der bereitet Assi keinerlei Sorgen bezüglich Heftigkeit und Ehrgeiz. Manchmal staunt man über den Musterknaben.

Und wie das so ist:
Man sollte den Tag einfach nicht vor dem Abend loben....
Die nächste lange Seite haben wir uns auserkoren zum erneuten angaloppieren (das klappt mittlerweile wie am Schnürchen), die Sonne strahlt uns ins Gesicht, ein frischer Wind dazu - und Silas bockt.
Man glaubt es kaum, er tut tatsächlich einen Bocksprung!
"Hei!" sagt La Jeanne, "DAS kenn ich jetzt auch!"
Sprachs und nimmt den Kopf zwischen die Beine - Sabine stirbt ein zweites Mal vor Schönheit, gerät wieder vor den Sattel - keine Chance. Der Abgang kommt diesmal mit Ansage, immerhin hatte ich noch Zeit mir den exakten Zeitpunkt dazu selber auszuwählen und darauf zu achten nicht vor sondern seitlich neben das Pferd zu fallen, die Zügel fest in der Hand.
Maikäfer, die zweite.
La Jeanne steht neben mir und guckt sich die Sabine von oben an.
Und zuckt nicht mit dem Ohr.
Assi ist besorgt, schätzt die Situation aber gleich richtig ein und sagt das einzig angemessene:
"Das müssen wir jetzt aber gleich nochmal probieren damit das Pferd sich das nicht merkt! ..."
Jawohl, Assi!
Die Frage drängt sich auf, ob das Pferd sich das nicht schon längst gemerkt HAT?
Aber wo sie recht hat hat sie recht und mittlerweile beisst mich auch der Ehrgeiz - DAS geht ja gar nicht.... vier Wochen passiert nix und dann gleich zweimal sowas?

Also wieder ohne fremde Hilfe aufs Pferd geklettert (die steht wie ein Baum - sagte ich das schon?) und zügig losgetrabt - mittlerweile haben wir Routine darin.
Die nächste lange Seite liegt vor uns und Assi galoppiert an - La Jeanne auch und Sabine denkt tatsächlich mal mit - etwas mehr Körperspannung, die Zügel kürzer und bewusst den flausigen kleinen Kopf mal etwas höher eingestellt - gar kein Problem, Jeannie kaut und galoppiert dahin. Assi gibt das Kommando zum durchparieren (das ist die Kurve unseres ersten Abgangs, vielleicht schaffen wir ja jetzt mal ne ganze Runde ohne Sturz?) und im Trab durch die Wendung - alles bestens. Neu angaloppieren, La Jeanne zieht an Silas vorbei und galoppiert dahin - ich hab sogar Gelegenheit mich nach Assi umzusehen und zu gucken ob sie Silas halten kann, jetzt, wo La Jeanne vorweg galoppiert.
Sie kann.
Ganz zweifelsohne hat Silas beschlossen von an nur noch den Musterknaben zu geben.
Vor der nächsten Wendung wieder durchparieren zum Trab, alles bestens, und kaum auf der neuen Geraden tönt Assi:
"Sabine, wir galoppieren jetzt aber nochmal an!"
Klar galoppieren wir an, die Pferde warten nur darauf.
In diese Richtung bläst uns der Wind richtig entgegen und die Sträucher und Bäume an der Seite pusten uns ein huschiges Lied dazu - das perfekte Arrangement für übermütige Pferde und solche, die nach einem Grund zum bocken suchen... . ich lauere nur darauf dass wieder was passiert und siehe da:
es passiert nichts.
Einfach mal ein wenig Konzentration im Sattel und nicht vor Schönheit sterben sondern den Jungspund unterm Sattel konsequent in der Hand haben - geht doch!

Ich glaube Assi hat auf vier oder fünf Galopptouren bestanden, "damit das auch wirklich Routine wird!" - so besorgt. So schön zu wissen.
Ich freu mich über eine Assi die richtig mitdenkt und bin einfach froh dass ich sie dabei habe - genau die richtige Einstellung zum Malheur.
Wir spazieren gelassen zurück, am Stall steht Ralf bereit mit der Kamera, wir wollten endlich mal Fotos machen.
Ganz grosser Bahnhof, Karfreitag war Aufräum- und Saubermachdienst angesagt und alle waren gekommen, Stall Niehues, Stall Klimke, es war rappelvoll auf dem Hof und sah aus wie auf einer Baustelle - entsprechend zugeparkt und eng wars auch.
3/4 der Leute hatten La Jeanne noch nie unterm Sattel gesehen, die meisten kannten sie gar nicht und entsprechend neugierig wurden wir beäugt als wir ankamen und uns durch die diversen Autos, Anhänger, Weidemanns, Schubkarren und Kinderwagen quetschten - La Jeanne supercool, man sollte nicht meinen dass die noch keine drei Jahre alt ist.
Richtig gut vor dieser Kulisse kam dann meine Bitte an Ralf, er möge noch warten mit dem Fotoapparat, ich müsse erst neue Zügel holen und ausserdem bräuchte ich ne saubere Jacke....
"Neue Zügel?
Wieso denn das?
Bist du etwa runtergefallen?" (Er steht etwa 20 Meter weit weg, wir rufen uns gegen den Wind laut zu...)
... und die Menge ist beeindruckt ob meiner Antwort:
"nicht einmal, Ralf, nein, ZWEI Mal..."
Grosses Staunen, La Jeanne wird beäugt wie das siebte Weltwunder.
Dieses gelassene Bild von einem Pferd sollte Sabine gleich zweimal abgeworfen haben?
Ich war versucht ihr das zarte Hälschen umzudrehen ...

Zack, zack, zurück auf's Pferd (sagte ich schon dass sie mittlerweile auch ohne fremde Hilfe beim aufsteigen steht wie ein Baum?), rauf auf den grossen Dressurplatz und zügig unsere Runden getrabt - lässig.
... und wieso wundert es mich nicht, dass irgendwann Assi's Stimme tönt:
"Sabine, jetzt müssen wir aber gleich nochmal galoppieren damit das auch Routine wird!"
Widerspruch zwecklos, Silas galoppiert schon, La Jeanne hinterher.
Überhaupt kein Problem, sie galoppiert wieder an Silas vorbei, wir geben in der Tat eine Bilderbuchvorstellung - immerhin, der Kulisse angemessen (so viele Zuschauer hatten wir noch nie und manch einer mag auf den dritten Maikäfer gewartet haben...)
Zum Abschluss noch ne Runde im Schritt um die Wiesen und dann war's auch gut - fast eine ganze Stunde, so lange war La Jeanne noch nie unter dem Sattel.
Aber Assi ist schlau:
"Sabine, du musst doch die PAUSEN dabei rausrechen!"
...
Assi, es ist einfach schön, dass es dich gibt... :-)

 

 



10.6.2010

Stutenleistungsprüfung in Engter und die Erkenntnis, dass eine SLP und eine SLP wahrlich nicht das selbe sind ...

La Jeanne hat heute in Engter ihre Stutenleistungsprüfung erfolgreich absolviert - für die Rittigkeit gab es sowohl von den Richtern als auch vom Fremdreiter 2 x die "8"! 
Mein Dank gilt Sebastian Langehanenberg, der Jeannie in den letzten Wochen wahrlich grossartig unter dem Sattel gefördert hat - ich war einmal mehr begeistert als ich dieses hochnoble Pferdchen vor mir sah!
Allerdings begreife ich nun auch was Seb meinte, als er mir vor ein paar Wochen auf meine Bitte, Jeannie zur SLP im Hannoverschen vorzubereiten, sagte:
"Sabine, das ist nicht wie in Westfalen. Wenn du in Hannover zur Stutenleistungsprüfung antrittst muss das Pferd wirklich schon gut geritten und weit gefördert sein.  ..."
Recht hat er.
Die Ansprüche sind tatsächlich gänzlich andere:
Komplette Dressuraufgaben mit Schlangenlinien durch die ganze Bahn, aus dem Trab halten, auf den Punkt angaloppieren, aussitzen, zulegen etc
Und das ist nur die Rittigkeitsüberprüfung.
Vorweg wird bereits eine Abteilungsaufgabe nur zur Überprüfung der Grundgangarten geritten, die Pferde haben also bereits zwei Aufgaben hintereinander absolviert bevor es dann zum Fremdreitertest kommt - was war das nur für ein Spaziergang seinerzeit mit Fabrice und Fannie Mae in Westfalen im Vergleich dazu ... 

Auch beim Freispringen durfte ich dazu lernen.
Wer in Hannover für das Freispringen Noten im 8er-Bereich (wie Fabrice sie seinerzeit bekam) erzielen möchte, für den ist nicht bei einem höflichen Meterchen oder etwas darüber bereits Schluss. Das gilt auch für Pferde mit Dressurabstammung - oder auch gerade solchen.
Jetzt ist mir klar wieso die Richter mich nach den "Normaldurchgängen" (die mich bereits reizten aus La Jeanne höchstselbst ein Springpferd zu machen...!) fragten, ob sie weitermachen und höher bauen sollten. Ich war tatsächlich verwirrt ob dieser Frage (auch so etwas kenne ich nicht aus Westfalen) und habe dankend abgelehnt weil ich einhellig mit Seb der Meinung war, dass das junge Pferd bereits am geschätzten Meterzwanzig hinreichend Souveranität, Einstellung und Fähigkeit bewiesen hatte.

Eine SLP und eine SLP sind eben wahrlich nicht das selbe.


26.7.2010

Das Verbandsmagazin "Der Hannoveraner" erwähnt La Jeanne unter der Rubrik "Feldprüfungen, Durchschnitt Grundgangarten und Rittigkeit 7,5 und besser" in seiner aktuellen Ausgabe August 2010.
... und ich dachte Jeannie's SLP-Ergebnis sei eigentlich nicht erwähnenswert, dabei hat sie ihre anspruchsvolle Prüfung überdurchschnittlich abgeschlossen.
Man lernt doch stetig dazu:
Eine SLP und eine SLP sind eben wahrlich nicht das selbe.


16.6.2010    

aktuelle Fotos von La Jeanne!

                      

                                                                               
                                                                  

21.9.2010

Jeannie wird Buschpferd - und was für eines!

Seit vier Wochen steht Jeannie nun wieder bei mir in Münster im Stall, eine Reithalle hat sie seither noch nicht wieder von innen gesehen. Den Dressurplatz allerdings auch nicht... Dreimal die Woche schwing ich mich in den Sattel und wir pflegen unser ganz eigenes Programm, über die Heuwiese, um die Koppeln herum den Bahndamm entlang und ab auf unsere "Rennbahn":
eine Runde Schritt, eine Runde Trab, eine Runde Galopp, feine Tempounterschiede erarbeiten, dann im Trab die Zügel aus der Hand kauen lassen und gemütlich im Schritt zurück. Meist sind wir so eine dreiviertel Stunde unterwegs und ich muss mich immer bremsen nicht zu viel zu machen. Es ist nicht zu glauben dass dieses Pferdchen erst drei Jahre alt ist...
Heute stand dann der mittlerweile zum begehrten Programm des Freundeskreis Vielseitigkeit gehörende Schnupperkurs für geländeUNerfahrene Pferde auf dem Programm und es war klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen wollte... Ich hatte mich so darauf gefreut und war bannig gespannt was Jeannie wohl anstellen würde auf dem grossen Platz der Westfälischen Reit- und Fahrschule auf dem es so viel zu sehen gibt, und das nicht nur für gänzlich junge und unerfahrene Pferde wie sie eines ist. Die Erinnerungen an Silas' erste Erfahrungen auf diesem Platz und ganz besonders die mit Fabrice, Jeannie's Mutter, sind mir noch lebhaft im Gedächtnis - all zu lebhaft. Fabrice pflegte hier stets zur "Queen of Hakenschlagen" zu mutieren und liess mich in schönster Regelmässigkeit aus dem Sattel purzeln - NACH den Sprüngen und HINTER den Wällen oder Kletterkursen, die sie vom ersten Moment an stets mit Bravour und Übersicht meisterte. Geist und Gift - und das meist in umgekehrter Reihenfolge - das zeichnet Jeannie's Mama auf's Eindrücklichste aus und ich war mehr als gespannt ob Jeannie wohl auch so mit mir lostoben würde. Und als es heute endlich so weit war  hatte selbst das Wetter ein Einsehen und bescherte uns strahlenden Sonnenschein - so schön!

... sagte ich schon, dass es das höchste Vergnügen ist mit seinem eigenen selbstgezogenes Pferd die ersten gemeinsamen Erfahrungen zu sammeln? Allein die Vorfreude ist ein grosses Glück - mehr noch wenn man Freunde hat, die es sich nicht nehmen lassen einen dabei zu begleiten und womöglich noch mit der Kamera in der Hand zur Seite stehen. Danke, Svennie und Mel, ihr seid einfach Klasse!

Aber eigentlich begann es schon zu Hause als ich Tönne, unseren pferdeflüsternden Stallmeister bat, mir beim Verladen zur Hand zu gehen. "Wo willste denn hin?" lautete die neugierige Frage und als er hörte was ich vor hatte kam die spontane Antwort: "Ich fahr natürlich mit!"
Breites Grinsen auf meinem Gesicht - ich hatte nichts anderes von Tönne erwartet!
 
In Handorf angekommen bummeln wir entspannt über den Platz aussen rum am langen Zügel, "tiefenentspannt" würde Mel sagen.
Eberhard formiert die Gruppe und fragt:
"Sabine, wie weit ist die denn nun schon geritten?"
Er weiss, dass Jeannie erst drei Jahre alt ist.
Ich sag: "ordentlich", und meine das auch so.
Er guckt mich etwas schief an und fragt: "Ja, was heisst DAS denn nun?"
Ich denk darüber nach und sag:
"Eberhard, die ist so weit geritten dass ich voller Vertrauen mit ihr in den Krieg ziehen würde."
Er lacht und stellt keine weiteren Fragen mehr.

Wir fangen an mit Klettern und Wellenbahn im Trab und Galopp und Jeannie schnurrt unter mir daher als hätte sie nie was anderes getan. Breites Grinsen auf meinem Gesicht. Ich bin jetzt schon begeistert von meinem keinen Pferd und warte eigentlich nur darauf, dass sie mal explodiert wie ihre Mutter das so gern getan hat - sie tut es nicht. Ein kleiner Aufsprung auf den nächsten Wall, das kennt sie nicht und es wird ein etwas ungelenker Hopser daraus, aber wir kommen sicher oben an und weiter geht's. Der erste Baumstamm und davor steht sie erstmal. Verständlich. Gucken, umdrehen, antraben, ein unbeholfener "Hups" und wir landen auf der anderen Seite. Das war tatsächlich unser erster Sprung. Das ganze noch mal im gepflegten Trab, Öhrchen vor, ein weit weniger unbeholfener "Hups" und beim dritten Mal galoppiert sie schon sicher dagegen und lässt einen (gefühlt) kugelrunden Sprung dabei raus - ich staune und strahle.

Der Rest der Gruppe war schon an weiteren Sprungfolgen, da beschlossen Mel und Svenja ich sollte doch mal diesen einladenden nett gerahmten Sprung aus zwei kleinen Stämmen und einem dritten obendrauf nehmen, vor dem wir grad standen und den Jeannie schon ausgiebigst beäugt hatte.
Nicht, dass ich sie da des springen wegen vor gestellt hätte. Wir hatten hier nur eingeparkt um den anderen aus dem Weg zu gehen.
Doch auch Eberhard fand, das sei eine gute Idee und ich sollte endlich aufhören zu gucken sondern reiten und zwar bitte genau über eben diesen Sprung...
Wer bin ich, dass ich den Grossmeister in Frage stell?
Abwenden, anreiten, im Trab erst, sie springt flüssig und ich strahle.
Nochmal abwenden, anreiten, sie fällt von sich aus in Galopp und lässt einen geradezu vorbildlichen Sprung raus - herrlich!
Dann zeigt Eberhard auf eine kleine Hecke, die in einer Planke eingefasst ist und die ich ihr nicht einmal gezeigt habe, klein, aber eben fremd, und ich habe auch gar nicht mehr gefragt nach einem Führpferd.
Im Trab dagegen, stutzen (zu Recht) gucken und "hops", drüber.
Von da aus ging es dann weiter auf den Wall auf dem oben auch ein Baumstamm liegt, und der ist schon gar nicht so klein wenn man von unten dagegen reitet und so etwas das erste mal macht.
Kommando "Galopp, Sabine, du kannst im Trab kommen!" und los ging's:
Den Wall hoch und einmal kurz stutzen, "hups" und drüber. Das ganze noch mal, diesmal galoppiert sie von sich aus den kleinen Berg hoch und springt, das ist 'ne Wucht. Und ebenso gelassen und rhythmisch auf der anderen Seite wieder runter.

Tiefsprünge.
Der selbe Tiefsprung, in den ich Silas noch im letzten Sommer reinführen musste weil an runter reiten nicht zu denken war - Jeannie trabt lässig hinter einem Führpferd her, etwas verwirrt auf der anderen Seite den Aufsprung wieder raus und beim zweiten mal ist auch das letzte bisschen Unsicherheit verflogen, so dass Eberhard sagt:
"Von der anderen Seite (das ist die "tiefe" Seite) im Trab rein, unten vier Galoppsprünge und im Fluss wieder raus!"
Ich reite inzwischen in absoluter Selbstsicherheit gegen den Absprung, Jeannie landet unten sicher, galoppiert von sich aus weiter, vier schnurgerade rhythmische Galoppsprünge und sie springt wie an der Schnur gezogen auf der anderen Seite wieder raus und galoppiert in schönster Gelassenheit weiter.
Meine Gefühle lassen sich nur schwer beschreiben - das pure Glück und so viel Freude - das ist Genuss pur und macht so viel Spass, dieses Pferdchen ist einfach unglaublich! Ich strahle und bin ganz und gar beseelt... 
Es folgte das Wasser gemeinsam in der Gruppe im Schritt, sie marschiert völlig zwanglos hinter den anderen her und bleibt ganz und gar gelassen. Ich hatte auch mit nichts anderem mehr gerechnet. Dann schickt Eberhard uns allein im Trab und Galopp ins Wasser und Jeannie trabt und galoppiert durch das spitzende Nass, dass es die helle Freude ist - was für ein Pferd!
Den Aussprung schenken wir uns, wenn auch Eberhard bemerkt "Sabine, der kam doch so passend auf euch zu, den hättest du doch ruhig noch mitnehmen können!"
Recht hat er, aber man soll aufhören wenn es am schönsten ist und inzwischen kommt Tönne, der sich das alles die ganze Zeit über breit grinsend beguckt hat und La Jeanne ohnehin heiss und innig liebt, und meint:
"Mach Schluss, besser geht es nicht, und die hat jetzt wirklich genug!"
Und Recht hat auch er.
Besser geht es wirklich nicht.
 

Fotos: Svenja Limberg und Melanie Breuer - tausend Dank euch beiden!



23. Dezember 2010

Die etwas andere Weihnachtsgeschichte

(Untertitel: Stutenleistungsprüfung der besonderen Art)

... und es begab sich also, dass unser Geschäftsführer zum alljährlichen Weihnachtswünsche bekunden seinen Gang durch die Büros unternahm und allen herzlich die Hand drückte und frohe Festtage wünschte. Und natürlich kam die Sprache - wie stets dieser Tage - auf das Wetter und er sagte:
"Ja,ja, wenn das so weiter geht wird der Strassenverkehr bald gänzlich zum erliegen kommen und keiner von uns wird es überhaupt noch bis ins Büro schaffen! ausser Frau Brandt vielleicht..."

Frau Brandt?
Die hörte ihren Namen und ward plötzlich ganz aufmerksam:
"Ja," meint er, "Sie sind die einzige die es dann vielleicht noch zu Pferd bis ins Büro schafft!"

Frau Brandt spürt wie die sprichwörtlichen Pferde bereits mit ihr durchgehen und hört sich sagen:
"Na klar, das ist überhaupt kein Problem!"
Der Geschäftsführer grinst und sie merkte, er nimmt sie nicht so richtig ernst.
Nicht ernst nehmen geht gar nicht - schon gar nicht zu Weihnachten!

Und da die Pferde bereits mit ihr durchgegangen sind sagt sie:
"Verehrter Herr Geschäftsführer - da können Sie mal getrost dran glauben dass ich es auch bei diesem Wetter mit meinem Pferd ins Büro schaffe!"

... und so nahm die Geschichte ihren Lauf und La Jeanne hatte den ersten hochoffiziellen Presse- und Fototermin in ihrer noch jungen Karriere zur Mittagszeit vor dem Münsteraner Büro - wer hätte das gedacht! 

                            
               

Es war die helle Freude dieses junge Pferdchen durch den tiefen Schnee zu reiten - im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein. Strassenverkehr, Ampelkreuzungen und selbst zischende Busse liessen sie gänzlich unbeeindruckt und sie meisterte ihren Weg deutlich sicherer als das manch ein bereifter Verkehrsteilnehmer tat. Zur Belohnung gabs eine Banane vom Geschäftsführer persönlich der etwas verwirrt fragte, was er damit denn nun eigentlich machen sollte?
Ich erkläre: "Die schälen Sie nun wie Sie's sonst auch immer tun und dann stecken Sie die da vorn rein" (zeigt aufs Pferdemaul)
Er fragt etwas skeptisch. "Beisst die mich auch nicht?" (Er meint das Pferd)
Ich sage "nein, die beisst nicht!"
Und er schält die Banane und hält sie dem Ross ausgestreckt vor die Nase, so wie man ein Äffchen damit füttern würde, und Jeannie beisst ganz vorsichtig dreimal davon ab um den letzten Rest ganz sacht mit den Lippen abzuschlecken.
Herrlich!   
Der Geschäftsführer ward sichtlich erleichtert und Jeannie hoch zufrieden.
Auf dem Rückweg hinterliess sie dann ihre geapfelte Visitenkarte auf den weitläufigen Anlagen des grossen Bürokomplexes - ich denke das steht ihr zu.
Und ich grinse, grinse und freue mich wieder einmal über mein Pferdchen und denke, das war mal eine Stutenleistungsprüfung der ganz besonderen Art:
ein Gebrauchspferd durch und durch, so wie es früher eben anspruchsvollster Maßstab war.

Jeannie, du bist wirklich die Beste!

 
12.3.2011

Der erste Turnierstart für La Jeanne!

Anlässlich des Hallen-Vielseitigkeitsturnieres des Freundeskreise Vielseitigkeit hat Jeannie heute ihren ersten Turnierstart mit Bravour absolviert. Ich hatte mir extra eine winzige Geländereiterprüfung für unseren gemeinsamen ersten öffentlichen Auftritt ausgesucht, einfach weil ich es dem jungen Pferd (sie wird Ende April überhaupt erst vier ...) so einfach wie möglich machen wollte. Die Sprünge konnte sie im Zweifel auch alle aus dem Trabe nehmen - dachte ich.
Jeannie hatte jedoch ihre ganz eigene Vorstellung von unserem Ritt.
Wir sind am langen Zügel gelassen im Schritt in die beeindruckende grosse Halle marschiert (ich werde nie begreifen wieso man gerade mit einem jungen Pferd im Stechtrab in einen Parcours einreiten muss?) und ich war eigentlich auf alles gefasst. Jeannie zeigte sich wenig beeindruckt, spazierte lässig zwischen den Sprüngen daher und trabte nach dem Grüssen sogleich zügig los. So hatte ich mir das vorgestellt, und zum ersten Sprung sollte sie gern alle Zeit der Welt haben.
Kaum hatte sie aber selber erkannt wohin es ging galoppierte sie forsch an und machte einfach ihr Ding - tatsächlich musste ich gar nichts tun. Einfach schön mittig vor den Sprung reiten, Nase vor, Hand stehn lassen, den Rest erledigte sie selber. Saubere Landung, rhythmischer Galopp, der Weg zu zwei fand sich wie von selbst. So ging es weiter über drei und auf dem Weg zu vier schlug sie unvermittelt einen Haken, die Dekoration in der Ecke war doch etwas gewöhnungsbedürftig.
Schwupps, fanden wir uns in der Bahnmitte wieder und das war alles andere als geeignet um die Einflugschneise zu vier zu finden.
"Macht nichts", dachte ich, "abwenden und neu anreiten".
Nun ist es aber so, dass meine Gedanken bis zur Umsetzung deutlich länger brauchen als Jeannies Reaktionen wenn man sie nur lässt. Und so war ich gedanklich eigentlich noch mit dem neu anreiten beschäftigt als sie von sich aus aus völlig unpassender Konstellation die vier als solche erkannte und anzog - schwupps, waren wir auch schon darüber hinweg. Mit Irritationen hält sie sich in der Tat nicht lange auf - da hat sie mir deutlich was voraus...
Mit dieser recht beeindruckenden Erkenntnis setzten wir unseren Kurs fehlerfrei und unbeirrt bis zum Ende fort und was als Spass und Freude mit dem ersten Sprung begonnen hatte endete letztendlich mit einem richtig schönen Glücksgefühl - man könnte auch sagen:
ich war bannig stolz auf mein Pferdchen!
Da ändert auch die eher bescheidene Note von 6,7 für den Stil nicht wirklich etwas dran - dieser Kurs war gedacht dem Pferd eine erste gute Turniererfahrung zu bescheren, mehr nicht. Tatsächlich drängt sich nun aber doch die Frage auf, wer von uns beiden eigentlich wem die erste gemeinsame gute Turniererfahrung und dazu noch eine ganze Menge Vertrauen beschert hat?
...

Bleibt also nur zu sagen was ich zuvor bereits schon schrieb:
Jeannie, du bist wirklich die Beste!

                               


25.3.2011

Das Frühjahr kommt und mit ihm Jeannies erster Vielseitigkeitslehrgang!

... und also beschloss Freundin Melanie, es sei nun an der Zeit
mi
t Jeannie erstmals auf ganz grosse Tour zu gehen:
3 Tage Vielseitigkeitslehrgang in Warmeloh, quasi um die kommende grüne Saison standesgemäss einzuleiten.
Warmeloh?
Ich hatte keine Ahnung wo das war und hatte das auch nicht wirklich für uns geplant. Aber Melanie war der Meinung da müssten wir jetzt mal hin, sie habe sich mit ihrer Corona bereits angemeldet und auf dem Hänger sei noch ein Platz für die Kröte frei - und wenn Sabine sich ordentlich benimmt dürfe sie auf dem Beifahrersitz ebenso mitkommen...
Merke: Melanie hat ein tolles Auto und da macht bereits das mitfahren Freude!
Und weil Melanie weiss, daß Sabine mitunter ein grosser Schussel ist, kam sie bereits eine Stunde früher als geplant mit ihrer Corona auf den Hof gerollt damit (O-Ton) "Sabine auch wirklich alles einpackt was nötig ist und auch die Kröte nicht vergisst..."
Schön wenn man solche Freunde hat!
Ruckzuck hatten wir gepackt und auch das Pferdchen nicht vergessen und rollten behaglich auf der Autobahn dahin. Irgendwann verlor sich die A2 tangentenartig im Unendlichen und ich beschloss, wir seien wohl im Zonenrandgebiet gelandet.... war mir aber egal, der Navi sollte es wohl richten und ausserdem hatte Mel (wie üblich wenn wir gemeinsam unterwegs sind) das sachliche Management fest in der Hand.
Was für ein wohltuendes Gefühl!
In Warmeloh angekommen stand dann gleich die erste Buscheinheit auf dem Programm, Einführung in die weitreichende Geländestrecke durch den Wald, klettern, Wasser und na klar die ersten kleinen Sprünge zum kennenlernen. Tolles Gelände und hervorragende Bodenbeschaffenheit die auch bei Nässe noch richtig guten Grip bietet - einfach ideal!
Nach einer aufgregenden Auf-und-Ab Tour durch den Wald (sowas kannte Jeannie ja gar nicht!) mutierte die kleine Kröte dann auf dem Geländeplatz zu Miss Supercool. Niemand wollte glauben daß dieses Pferd erst vier Jahre alt wird und ich war naklar bannig stolz als unser Ausbilder Karl Hermann Alt vorschlug, Jeannie könne ja fortan das Führpferd sein für die Youngsters in der "unerfahrenen" Gruppe (die allesamt älter waren als sie).
Der Samstag uns Sonntag bescherten dann traumhaftes Wetter mit Bodennebel in der Früh' und strahlendem Sonnenschein in der Folge - da lachte das Herz und die Sprünge gleich mit. Buschreiter, was willst du mehr?
Nachdem Jeannie ja nur im September einmalig zum Schnupperkurs vom Freundeskreis auf einem Aussenplatz unterwegs war (damals noch selber mit Führpferd vorweg) war dies also ihre erste "echte" Geländeerfahrung mit allem was ein natürliches Gelände eben so zu bieten hat. Ich war in der Tat gespannt wie sie das alles so meistert und wegsteckt.

                                                        

Das Pferdchen strotzte geradezu vor Souveranität und ich fragte mich wiedereinmal wo sie das bloss her nimmt - ein einziger Steher und Vorbeilaufer über vier Trainingseinheiten an drei Tagen, ich denke das ist schon ein echter grosser kleiner Maßstab. Jedenfalls für ein amateurberittenes vierjähriges Pferd ...
Besonders individuell waren ihre ganz persönlichen Einlagen nach den jeweiligen Sprungfolgen, das ging dann so:
herrlich rhythmischer Bilderbuchgalopp, Zielwasser auf den Sprung, sicheres springen, landen, prompt in den Schritt fallen, stehnbleiben, Kopf ins Gras.
Fressen.
Und die Welt um sich herum schlicht vergessen.
Nicht dass ich da viel zu beizutragen gehabt hätte.
Mit einem energisch Ruck flutschte mir in schönster Regelmässigkeit nach den Sprüngen der Zügel aus der Hand und das Pferd frass.
Da durfte die gesamte Gruppe auch schon weiterziehn und manch ein anderer wurde durchaus haspelig wenn er nicht sofort hinterher konnte.
Die Kröte stand und frass.
Festgemauert in der Erden stand sie dort aus Lehm gebrannt...
Das nennt man dann wohl ein ausgeglichenes Pferd das seine Prioritäten wohl zu setzen weiss.
Lediglich die Hängerfahrerei ging ihr mächtig auf den kleinen Geist und das ist mir jetzt mal einen kleinen Exkurs von der eigentlichen Geschichte wert:
Wir waren mit unseren Pferden auf einem pittoresken Anwesen etwas ausserhalb untergebracht (das "Ken&Barbiehaus von Mattel" haben wir es genannt) und demzufolge mussten Corona u die Kröte also täglich reisen.
"Nein", sagte die Kröte bereits am nächsten Tag, "nein nein nein!" stand sie vor der Rampe und war einfach nicht mehr da.
Mel sprach von dem virtuellen Stinkefinger den sie uns da zeigte und ich fand das war ein passende Beschreibung. Nicht aus der Ruhe zu bringen vor der Klappe und das entschiedene "nein" stand laut hörbar, stumm im Raum.
Nun ist verladen gemeinhin nicht unser Problem, das praktiziert sie zu Hause überzeugend.
Nur eben an diesem Wochenende lugte der bewusste kleine Stinkefinger vor der Rampe aus ihr raus.
Der Sonntag kam und es gab nach dem letzten Training noch ein gemeinsames leckeres Mittagessen auf dem Hof Alt, die Kröte und Corona speisten derweil im Stall vor Ort.
Alles gut.
Was dann kam hätte ich mir nicht träumen lassen:
Wir hatten uns von allen aufs herzlichste verabschiedet mit dem festen Versprechen gern wieder zu kommen und wollten die beiden also verladen, auf einen weiteren kleinen Stinkefinger von der Kröte gefasst. Mel hatte Corona noch nicht ganz aus ihrer Box geholt da drehte die Kröte am Kabel und sauste aufs äusserste beunruhigt durch ihren Stall - völlig neben sich. "Nehmt mich mit, nehmt mich mit!" hörte man sie lautlos tönen und ich dachte das kann jetzt nicht wahr sein. Miss "ich-bin-gar-nicht-da-wenn-du-mich-verladen-willst!" dreht am Kabel?
Wo war der Stinkefinger bloss geblieben?
So schnell hab ich das Halfter noch nie auf das Pferd gezogen wie sie aus der Box flitzte und Corona am Schweif klebte. Den Strick hätte ich mir sparen können.
Wir kamen bis zum Anhänger und Corona marschierte selbstverständlich auf ihren Platz im Hänger, Mel hatte den Krötenstrick noch nicht ganz in der Hand (ich wollte von hinten schieben) da stand das reizende Pferdchen auch schon auf dem Hänger.
Sie flog geradezu da rauf.
Mel und ich haben uns angesehen und wussten nicht ob wir nun lachen oder weinen sollten.
Was war DAS denn?
Der siebte Sinn im Krötenkopf?
Gleich neben dem Esel-Gen gelagert, mit dem Mel sie so treffend beschrieb, jedesmal wenn sie uns vorführte und ihre kleine Schau ablieferte zum "nicht"verladen?
Nicht zu fassen.
Unser Amüsement über diese Kröteneinlage hielt noch bis zur Autobahnauffahrt an (und das ist im "Zonenrandgebiet" schon ein ganzes Stück zu fahren!) und staufrei und entspannt sind wir dann wohlbehalten zu Hause in Münster wieder angekommen.
Needless to say, zu Hause spazierte die Kröte in grösstem Gleichmut mit der Welterfahrenheit einer Vielgereisten vom Hänger und ward gänzlich unbeeindruckt -  der Futtertrog war schneller leer als ich gucken konnt und es zauberte mir für den Rest des Tages ein breites Grinsen ins Gesicht.
Einfach schön, wenn man solche Freunde und so ein Pferd hat!


                                                                             

       
14.6.2011

Mit Wehmut im Bauch habe ich heute abend La Jeanne nach Warendorf gefahren. Dort wird sie in allerbersten Händen als Dressurpferd gefördert. Nachdem Silas im letzten Sommer verletzungsbedingt zur nachhaltigen Rekonvaleszenz in einen Offenstall umgesiedelt ist war es selbstverständlich, dass Jeannie bis zu Silas' Rückkehr seinen Platz hier in Münster einnahm und meine uneingeschränkte "Nummer Eins" in jeder Hinsicht war und wurde. Und was hat das Pferdchen in dieser Zeit nicht alles gelernt und mit mir unternommen!
In der ersten Juniwoche habe ich mit Jeannie als krönenden Abschluss unserer gemeinsamen "Ausbildungszeit" an einem ganzwöchigen Vielseitigkeitslehrgang bei Martin Plewa in der Westfälischen Reit- und Fahrschule teilgenommen. Diese Woche wurde wie erhofft zu unserem absoluten Jahreshighlight - ich habe mich in Jeannies Qualitäten als potentielles Buschpferd in Hinsicht auf Geist und Einstellung nicht getäuscht und der "Meister" wurde nicht müde sie Tag für Tag auf's Höchste zu loben:
Coffin und überbaute Gräben, Tiefsprünge, Billard und Wasser mit diversen Ein- oder Aussprüngen - Jeannie packt einfach alles auf Anhieb an und absolvierte zum krönenden Abschluss komplette Buschkurse mit einer Gelassenheit und Souveranität, es hat mir ein nachhaltiges Strahlen ins Gesicht und unglaubliche Befriedigung in den Bauch gezaubert - so muss Reiten sein!
Und wenn es sich dann noch um ein selbst gezogenes und selbst ausgebildetes Pferd handelt ist das Glücksgefühl nur um so schöner!



Aber wie das so ist:
jedes Ding hat seine zwei Seiten.
Silas ist endlich wieder in Münster eingezogen und zwei Pferde in Dauerberitt und Ausbildung geht nunmal nicht. Silas ist und bleibt meine Nummer Eins, der zweite Shannon eben, und er verdient sich diesen Status Quo jeden Tag aufs Neue - ein Pferd das täglich Freude bereitet und in seiner unbeschreiblichen "Menschprägung" mit jedem Grummelwiehern mitten ins Herz trifft. Diese Disziplin beherrscht er wahrlich aus dem Eff-Eff und in jeder Stimmungslage:
als ich Jeannie heute abend aus dem Stall holte um sie zu verladen war es Silas, der vorwurfsvoll wiehernd zurückblieb, hatte er doch erwartet ich sei gekommen um die beiden zu ihrem gemeinsamen allnächtlichen Weidegang in trauter Zwiesamkeit auf die Wiese zu bringen... Und ich bin sicher:
hätte Jeannie gewusst dass sie heute abend nicht mehr mit nach Hause zurück kommt wäre sie sicher kaum so selbstverständlich mit mir auf den Anhänger spaziert.
Mitten ins Herz eben.      

                                                                             
30.1.2012

La Jeanne ist verkauft und bereits in ihrer neuen Heimat im Ostwestfälischen angekommen. Jeannie wird künftig als Umsteiger- und Nachwuchspferd bei einem begeisterten 14jährigen Ponykind ihren Hafer verdienen. Und "Ponykind" ist in diesem Zusammenhang als echtes Prädikat zu verstehen, einfach deshalb, weil Ponies es ihren Kindern nicht immer unbedingt ganz leicht machen und manch einer erstmal lernen muss, sich durchzusetzen. Merke:
nicht jedes Ponykind hat das Glück, gleich ein fertig ausgebildetes Championatspony unter den Sattel zu bekommen...
Kein Zufall also, als es bei Jeannie und ihrem jugendlichen Ponykind gleich "funzte" - die beiden harmonierten auf Anhieb - so soll das sein!
Und ich wünsche dieser neugefundenen jungen Pferd- und Reiter Kombination von Herzen das Beste und freue mich für meine Jeannie, die sich mit diesem neuen zu Hause eine pferdegerechte Haltung mit täglichem Weidegang vor Ort nebst Familienanschluss und dem Status Quo als uneingeschränkte "Nummer 1" im Stall verdient hat. Einen Status Quo eben, den ich ihr seit Silas' Rückkehr aus der Rekonvaleszenz nicht mehr bieten konnte. Sie hat es sich verdient!
Mein grosser Dank gilt Martin Stamkötter, bei dem Jeannie in den letzten sechs Monaten eine reelle Dressurausbildung vom allerfeinsten genossen hat, eine nachreitbare und gefestigte Ausbildung eben, ganz nach den Werten der klassischen Ausbildungsskala, die heutzutage leider viel zu oft ignoriert oder schlicht nicht umzusetzen verstanden wird. Wann immer ich Martin in den letzten Wochen und Monaten in Jeannies Sattel gesehen habe gingen mir die Augen über - die offensichtliche Lernkurve dieses Pferdchens war einfach beeindruckend und mir wurde stets aufs anschaulichste klar, dass da mitunter Welten liegen zwischen vermeintlichem "Dressurreiten" und echtem "Dressurreiten" - wohl dem, der einen Ausbilder an seiner Seite weiss, der dieses Konzept nicht nur beherrscht sondern auch lebt. Und zwar jeden Moment im Sattel.
Danke, Martin!


12. Mai 2012

Fabelhafte La Jeanne!

Heute war Jeannie's grosser Tag:
der erste Turnierstart in der neuen Heimat und alle waren angereist!
Mutter Britta hatte mich extra angerufen und gefragt, ob ich nicht als Überraschungsgast nach Hagen Thatenhausen kommen wollte, sie würde auch ganz bestimmt nichts verraten...
Ehrensache!
Einen grossen Fanclub hatten Jeannie und Steffi bereits um sich geschart, als ich auf dem Abreiteplatz dazukam und ich weiss nicht, wer von uns Zweibeinern nun am aufgeregtesten war (mich eingeschlossen), nur eines war klar:
Jeannie war es nicht. Lässig und mit der Routine einer Welterfahrenen zog die gerade erst fünfjährige Jeannie ihre Runden und mir ging das Herz über, als ich das Pferdchen derart überzeugend erstmals nach so vielen Monaten wieder sah... Im Viereck sollte es nicht anders sein, 7,3 bekamen Steffie und Jeannie dann auch gleich bei ihrem ersten Start in einer A-Dressur und die Freude bei allen Beteiligten war riesengross - um so mehr, als Steffi dann glücklich und erleichtert meinte: "So entspannt habe ich ja noch nie eine Prüfung geritten - WAS für ein tolles Pferd!"  
Ich weiss nicht worüber ich mich am Ende mehr gefreut habe: über den fünften Platz, den die beiden nun gleich bei ihrem ersten Start belegten, oder über den hervorragenden Eindruck, den Jeannie überall hinterliess, ganz egal wo. Tollen Zuspruch für das Pferdchen gab es ungefragt von allen Seiten und den haben Jeannie und "ihre" Familie ganz und gar verdient...     

Liebe Janine, Britta und Steffi:
einen besseren Auftakt ins Turniergeschehen hättet ihr euch und Jeannie gar nicht bereiten können, ich bin stolz auf euch und freue mich zu sehen, wie gut es Jeannie bei euch geht. Bitte weiter so und alles erdenklich Gute weiterhin!
  

                                            


                                                                      
                                                                                                             eine rundum glückliche Jeannie-Familie - zu recht!


15.7.2012

Schöne Neuigkeiten von La Jeanne und Janine!
Heute erreichte mich Post von Janine, Jeannie's beherztem Junioren-Mädel, die ganz offensichtlich auf dem besten Wege ist, mit Jeannie zu einem tollen jungen Team zusammen zu wachsen. Die beiden waren nach einigen Wochen verletzungsbedingter Turnierabstinenz nun das dritte Mal gemeinsam in einer E-Dressur unterwegs und dies ist der herzerwärmende Text dazu:
    
Gestern waren La Jeanne und ich nach einer 4 wöchigen Verletzungpause von Jeanni wieder auf einem Tunier. In der Halle war ein Tisch mit einer weißen Tischdecke, wo kein Pferd her gehen wollte, doch La Jeanne hat den alten Hasen mal gezeigt, wie man sich zu benehmen hat. Sie ist ganz brav an dem Tisch vorbeigegangen und war in der ganzen Prüfung total brav. Mir wird auf jedem Tunier gesagt, das ich ein ganz tolles und braves Pferd habe. La Jeanne ist auch einfach ein tolles Pferd. Die Richter haben mir eine 7,1 gegeben und wir waren damit 6. in unserer 3. E-Dessur.

Liebe Janine!
Ganz herzlichen Glückwunsch zu eurem tollen Erfolg und der ersten gemeinsamen Schleife!
Ich bin ganz stolz auf euch und schönere Nachrichten könnt ihr mir als Züchter gar nicht bereiten!
Alles Gute weiterhin euch beiden und einen dicken Knuff an Jeannie,
eure
Sabine


14.4.2013

Ein wahrer Schleifenregen ergoss sich an diesem Wochenende auf Janine und La Jeanne und dazu hagelte es Siebenernoten aus der Tüte:
Mit 7,5, 7,4, und zweimal 7,3 wurden die beiden bedacht bei ihren ersten gemeinsamen Parcoursrunden im Stil-E Springen, Springreiterwettbewerb und zwei E Dressuren und eine ganz und gar euphorische Janine schreibt:

"Jeannie ist die Beste! Mein Champion!
.... Sie war einfach nur gut! Und das hat man in der Note auch gemerkt: wir haben eine 7,4 bekommen und waren damit 8te von 44 Startern ... Dann kam der Springreiterwettbewerb und Jeannie war soooo brav. Wir bekamen die Wertnote 7,3 und waren damit 6te!
Ein SUUUPER Erfolg! .... Jeannie hat ja den alten Hasen mal wieder gezeigt wie man sich zu benehmen hat!
Ich bin super zufrieden mit diesem tollen Erfolg und stolz auf Jeannie! Sie ist ein super Pferd und das zeigt sie auch auf Turnieren! ..... und heute haben wir uns sogar gesteigert! Wir bekamen eine 7,5 und sind im Moment 2te!
Was für ein tolles Wochenende!!"


Das sind sie dann, die kleinen Dinge im Leben, die einem Züchter das Herz höher schlagen lassen. Keine Hochglanzbroschüren und kein Bundeshampionat sondern ein jugendliches Reiterlein, das ganz und gar aus dem Häuschen ist und echte Freude gemeinsam mit und an seinem jungen Pferd hat und das auch zeigt!
Und was mich besondes freut:
Mit ihren jungen Jahren dient Jeannie Janine bereits als Lehrpferd im Springen, denn gesprungen ist Janine vorher gar nicht. Seit die beiden aber im letzten Winter gemeinsam das Reitabzeichen errungen haben geht es nun auch in den Parcours - mit Erfolg, wie sich zeigt.   

Liebe Janine, ich bin richtig stolz auf euch beide, ihr macht das toll!
Alle Gute weiterhin und ein paar Extra-Möhrchen für die Jeannie!


1.6.2013

Fabelhafte La Jeanne!

Janine und Jeannie waren an diesem Wochenende im benachbarten Everswinkel unterwegs und es war ganz und gar beeindruckend zu sehen, wie harmonisch Janine sich bereits mit Jeannie zusammengefunden hat! Ganz egal ob Springen oder Dressur, die beiden machen sich einfach grossartig!
Nachdem Janine überhaupt erst durch Jeannie die Freude am Springen gewonnen hat war es mir natürlich eine Herzensangelegenheit, die beiden so ganz in der Nähe auch einmal im Parcours zu sehen. Eine tolle Runde legten sie dann auch auf dem Springplatz hin, lediglich ein flüchtiger Abwurf verhinderte die Platzierung. Dennoch gab es eine verdiente Schleife und die ist auch etwas ganz besonderes:
Die erste Schleife in "A" für Jeannie und Janine gemeinsam in der Dressur und ich bin mindestens genauso stolz darauf wie Mutter Britta und Janine selbst!
Das schönste jedoch ist immer wieder zu sehen, wie gut Jeannie es bei Janine getroffen hat:
Eine echte Lebensstellung mit Familienanschluss und alles dreht sich nur um Jeannie - La Jeanne hat wahrlich den Jackpot geknackt und dankt es ihrer glücklichen Familie mit zuverlässigem Einsatz in allen Bereichen.
Einfach schön zu sehen, dass es soetwas noch gibt.
Danke, Britta und Janine!

                                   


                                           
                                        




9.6.2013

Fabelhafte La Jeanne - ein Schleifenpony!

Dieser wunderbaren Mail von Janine ist einfach nichts hinzuzufügen - ich platze vor Stolz und weiss nicht, worüber ich mich mehr freuen soll:
über Fabricechens Tochter, die einfach einen grossartigen Job unter dem Sattel macht, oder über Janine, die sich ganz offensichtlich hervorragend mit Jeannie zusammengerauft hat und gemeinsam mit Jeannie lernt und lernt und lernt... Was für ein tolles junges Team hat sich da gefunden!

"Hallo Sabine,
Am Wochenende waren Jeannie und ich auf einem Tunier in Melle-Neuenkirchen. Wir haben die E Dressur gewonnen! mit einer 7,8!
In der A** waren wir 7te mit einer 6,8 und in der A* waren wir 6te mit einer 7,3! Ich war richtig überrascht und habe Jeannie fast totgeklopft weil ich sooo glücklich war und bin! Ich konnte es in der E Dressur gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe! Einfach das beste Geschenk was Jeannie mir machen konnte!
Liebe Grüsse, der ganz große Champion Jeannie und Janine :-)
Ich liebe Jeannie einfach!"



22.6.2013

Jeannie macht ihrem Ruf als Schleifenpony alle Ehre und beschert Janine heute eine vierten Platz in der A-Dressur in Milte!
Jeannie und Janine etablieren sich sicher in der "A"-Klasse mit 7-er Noten!
Herzlichen Glückwunsch, Jeannie und Janine, meine beiden Champions!


1.9.2013

Geradezu atemberaubend ist die Erfolgsserie, die La Jeanne und Janine derzeit an den Tage legen:
Vom Reiterabzeichen und den ersten gemeinsamen Sprüngen und Starts in E-Prüfungen bis hin zu Siegen in A-Dressuren, und all das in weniger als einem halben Jahr... In Bielefeld Jöllenbeck haben die beiden an diesem Wochenende erstmals auch die "8" in A geknackt und waren mittlerweile schon dreimal siegreich und haben über zwanzig weitere Platzierungen errungen - nicht zu fassen! Fabricechen's Tochter ist ein echtes Schleifenpony und ich bin mächtig stolz auf euch, Janine!
Alles Gute, meinen beiden "Champions"!


14. Juni 2014

Auf meine Frage, ob wir unser lang geplantes Fotoshooting nicht vielleicht am Samstag abhalten könnten, erwähnt Janine in einem Nebensatz:
"Natürlich können wir das machen! Ich muss ja erst abends in Hagen reiten..."

Hagen?
H a g e n?
D a s Hagen?

Stellt sich heraus:
Jeannie und Janine haben sich qualifziert für den Young Talent Dressage Cup und ich konnte es nicht fassen! Bescheidenheit ist eine Zier...
Und also begab es sich, dass ich mich aufmachte in das prestigeträchtige winzige Örtchen am Teutoburger Wald, gegen das selbst Aachen sich bescheiden ausnimmt, wenn ein P.S.I.Event ansteht. Und Jeannie und Janine mittendrin - herrlich!


                            



                                           



                                           



                                           


Als erste Reserve beendeten die beiden die Dressurreiter L und es wird sich herausstellen, ob sie sich damit für die Teilnahme am Finale qualifiziert haben.
Finale oder nicht - es ist einfach unglaublich, wie weit Jeannie und Janine mittlerweile gekommen sind und wie grossartig die beiden zusammengefunden haben!
Und es ist mir einfach jedes Mal die grösste Freude mitzuerleben, wie glücklich Janine mit ihrer Jeannie ist und wie sehr Jeannie ihre Lebensstellung mit Familienanschluss im Hause Vemmer verdient und geniesst ...
Züchterfreude pur!


13.7.2014

Neben Bunny war mit La Jeanne auch das zweite Fabricenkind an diesem Wochenende erneut erfolgreich unterwegs - wieder einmal!
Der schier endlos anmutende Schleifenregen für Jeanni und Janine ist in der Tat atemberaubend ... In Enniger-Vorhelm gewinnen die beiden die Dressurreiter L und die L-Dressur und in Roxel belegen sie Platz vier im Junge-Dressur-Talente-Cup der Klasse L!
Herzlichen Glückwunsch Jeannie und Janine - ihr seid super!


19.7.2014

Warendorf Katzheide, Janine und Jeannie unterwegs.
Für den Züchter die wohl schönste Erfolgsstory eines jungen Paares, und so liest es sich aus der Feder einer ganz und gar begeisterten Janine:

Sabine, dieser Tag war der Hammer!!
Heute morgen hatten wir in der L eine 8,0 und haben gewonnen! Das war eine Dressurreiter L!
Dann hatten wir in der A** eine 7,8 und haben auch gewonnen!
Und in der Trensen L hatten wir eine 7,7 und haben auch gewonnen!!
Kaum zu glauben, wir hatten 3 Starts und 3 Siege!!!
Ich kann es immer noch nicht glauben!
Jeannie ist einfach die Beste und sie wird auch immer die Beste bleiben!! Einfach unglaublich, dieses Pferd!!!

Ich bin so stolz auf Jeannie und Janine und freue mich jedes Mal noch mehr über die Einstellung, die Janine ihrer Jeannie entgegenbringt.
Herz und Einstellung. Lebensstellung.
Ganz herzlichen Glückwunsch, meine beiden Champions!


24.8.2014

Heute stand für Jeannie und Janine das Finale des Junge Dressurreiter Cup, eine Serie für Dressurreiter/innen U 16 auf Großpferden, auf dem Programm. Über den Sommer hatten die beiden sich in Ostenfelde-Vornholz, Everswinkel, Hagen a.T.W. und Münster-Roxel mit konstant vorderen Platzierungen auf L-Niveau hierfür qualifiziert. Die fünfzehn punktbesten Paare aus allen vorangegangenen Qualifikationen waren startberechtigt und ausgerechnet in Ostbevern, und damit ganz in der Nähe, sollte das Finale stattfinden und eigentlich war ich heute gar nicht da ... Janine hatte extra gefragt, ob ich denn wohl zum zuschauen dabei sein könnte? Und wenn sie auch tapfer einlenkte, es sei gar nicht schlimm, wenn ich es nicht schaffe, sie könne mir ja anschliessend berichten, so nagte es doch sehr an mir ...
Weshalb ich spontan alle Pläne über den Haufen warf und gerade rechtzeitig zu Prüfungsbeginn in Ostbevern eintraf. Die Freude in Janine's Gesicht allein war es wert, doch noch angereist zu sein und was für ein Prüfungsbeginn war das dann!
Jeannie und Janine waren erstes Starterpaar und das ist meist keine so gute Ausgangsposition für eine doch eben immer subjektiv gerichtete Dressurprüfung. Beeindruckt schien Janine davon jedoch nur wenig. Und Jeannie schon mal gar nicht. Wie an der Schnur gezogen marschierte das braune Fabricenkind mit Janine fehlerlos durch die Prüfung, lediglich im Kurzkehrt bemerkten die Richter leichte Abstriche, die ich selber nichteinmal wahrgenommen hatte. Im Gegenteil, ich war sogar beeindruckt von diesem durch und durch gut durchgetretenen Kurzkehrt auf kleinstem Raum ... aber ich bin ja auch kein Richter.
Und dann kam der Richterkommentar, und der liess einfach nichts zu wünschen übrig! Harmonie und harmonisch waren die häufigsten Attribute, mit denen die Richter diese Vorstellung auszeichneten, eine Reiterin, die sich gefühlvoll auf ihr Pferd einstellt und es zu jedem Zeitpunkt an den Hilfen und bei sich hat ... Acht Komma Null lautete die Wertnote und ich hatte kurzzeitig ein paar Freudentränen im Gesicht und war sehr erleichtert als ich sah, dass es Mutter Britta ebenso erging. Hausfrauenromantik pur, und die hatten wir uns verdient!
Und da standen wir dann bei Jeannie und Janine, und richtig genug:
das brave Reiterlein weinte auch verdiente Freudentränen ...
Platz vier in dieser Prüfung und ebenso ein toller vierter Platz in der Finalwertung des Junge Dressurreiter Cup und was diesen vierten Platz so besonders wertvoll macht ist der einzigartige Ehrenpreis:
Für die ersten vier Platzierten der Gesamtwertung gibt es einen Lehrgang bei Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, dem Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter! ... und darum beneide ich Jannie und Janine nun wirklich ganz ausserordentlich!

... und wieder einmal bin ich unglaublich stolz auf Janine und La Jeanne, das Fabricenkind. Was haben die beiden sich in den letzten Monaten erneut sichtbar weiterentwickelt und zusammengefunden - einfach schön!
Ganz herzlichen Glückwunsch an meine beiden Champions, ihr seid einfach grossartig!
 

                                                            


12.10.2014

"Jeannie und Janine privat" - was für ein toller Fotogruss!

                    

Grossartige Fotos von Janine und Jeannie mit reichlich Herzchen im geschorenen Pelz (genau hingucken!) erreichten mich heute und das Herz geht einem wahrlich auf, wenn man die beiden so ganz "privat" entspannt ihr Ding machen sieht - super!

... und nur um die Dinge ins rechte Licht zu rücken:
Jeannie und Janine haben mittlerweile auch ihre erste Kandaren L gewonnen und die Bilder legen Zeugnis ab von einem Pferd, das unter dem Sattel seiner noch-immer-Junioren(!)Reiterin zu den erfolgreichsten Nachkommen seines Vaters Laudabilis gehört, der seinerzeit in Westfalen durchaus einiges gedeckt hat und meines Erachtens völlig zuunrecht wenig genutzt wird.  

So sieht also Leistungspferde-Dressur-Alltag aus - ich bin begeistert!
Liebe Janine, tausend Dank für die tollen Fotos, ihr seid einfach unschlagbar!
.. und verdiente Gratulation unbekannterweise auch an die Fotografenfreundin, die hier einen super Job hinter der Kamera gemacht hat!

27.6.2015   Die erste M-Schleife für La Jeanne und Janine!
Jeannie und Janine meistern einen weiteren Schritt in ihrer gemeinsamen Sportkarriere!
Gestern haben die beiden ihre erste gemeinsame Platzierung in "M" auf dem Turnier in Enger errungen und man konnte es förmlich am Telefon spüren, wie stolz und überglücklich Janine ist - zurecht! Einen Reiterfehler, der sie ein paar Zehntelchen gekostet hat, nimmt sie gern auf ihre Kappe. 
Hocherfolgreich und sehr nachhaltig sind die beiden ihren Weg bislang gegangen, seit dem Winter arbeiten sie an fliegenden Galoppwechseln, Traversalen und erhöhter Versammlung. Gestern gab es nun die erste schöne Bestätigung dafür, dass der Sprung in die nächst höhere Klasse gelungen ist. Ein kleiner Schritt für den Profi, ein gewaltiger Schritt für einen Junior und sein Pferd, die beide gänzlich ohne Profiberitt auskommen.
Ganz herzlichen Glückwunsch, Jeannie und Janine - ich bin sehr stolz auf euch! 

21.5.2016  M-Dressur Platz zwei!
Eine überglückliche Janine am Telefon, die von ihrem zweiten Platz in der M-Dressur in Tatenhausen berichtet und ich bin megastolz auf meine beiden Champions! Jugendlicher Amateur und ein Pferd dazu, das mit ihm wächst - eine herrliche Erfolgsgeschichte! Ganz herzlichen Glückwunsch, Jeannie und Janine!



4.9.2016

Fantastisch!
Jeannie und Janine gewinnen ihre erste M-Dressur!
Nachdem die beiden sich bereits im August ihre zweite silberne M-Schleife verdient haben war der erste gemeinsamen Sieg in M wohl nur noch eine Frage der Zeit. Und ja, ich habe in der Tat auf diesen Tag gewartet, nur hätte ich nicht gedacht, dass es so schnell geht... heute war es dann so weit!
In Bad Rothenfelde siegen Janine und La Jeanne erstmals in einer M-Dressur und stellen einmal mehr ihren gemeinsamen nachhaltigen Werdegang unter Beweis.
Ganz besonders stolz bin ich deshalb auf die beiden, weil sich hier vor vier Jahren ein junges und ganz und gar unerfahrenes Ross und Reiter-Paar zusammengefunden hat, das sich seinen stetigen Erfolg von Beginn an gemeinsam und ganz allein erarbeitet hat. Jeannie war fünf als sie zu Janine kam und Janine dreizehn. Hier sitzt bis heute ein Junior auf seinem ersten selbstausgebildeten Pferd. Dieses Pferd bildet kein Profi aus.
Prestigeträchtige Juniorenchampionate sind eine Sache. "Ländlich M" auf dem ersten eigenen und selbstausgebildeten Pferd gewinnen eine ganz andere.
Und das darf den beiden dann erstmal einer nachmachen.

Neben Bunny und QRage ist La Jeanne nun das dritte Fabricenkind, das "M" gewonnen hat.
Jeannie ist allerdings die Erste, die dieses Kunststück allein unter einem Amateur fertigbringt, der sich noch dazu "Junior" nennt ...

Liebe Janine, ich platze vor Stolz und ich denke, das darfst du auch!
Ganz herzlichen Glückwunsch euch beiden und einen dicken Sack Möhren für die Jeannie!
 
 


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