Daktari * 4.6.2013
 

 
    Donnerhall Hann.*1981
  Don Frederico Hann.*1997  
    Cleopatra Hann.*1990
Don Frederic Hann.*2009    
    Wolkentanz I Hann.*1991
  What A Feeling Hann.*1998  
    La Le Lou Hann.*1994
     
    Beltain Hann. *1984
  Belissimo Rheinld. *1999  
    Roxa Rheinld. * 1980
Bravo Hann.*2009    
    Fidermark Westf. *1992
  Fabrice Rheinld. *98  
    Feodora Rheinl. *92
     
    Hann. Stamm Nr. 367 nach Schridde

   

Siegerfohlen der Stutenschau in Fröndenberg im Juni 2013
anlässlich der Stutenschau wurde Mutter Bravo mit der Gesamtwertnote 8 in das Hannoversche Hauptstutbuch aufgenommen

Verbleib:
verkauft, Aufzucht auf dem Hof Altepost
im Frühjahr 2016 angeritten und gedeckt

Mutterstamm:
Mutter Bravo (Bunny) hat 5 und 6-jährig Dressurpferdeprüfungen A, L und M gewonnen, darunter Bundeschampionatssichtung.
Eintragungsnoten in das Hannoversche Hauptstutbuch 4 x die "8".
Bravo ist Vollschwester zu Brisant, zugelassen zur Hannoveraner Körung in Verden im Oktober 2012 und verkauft nach Spanien. 
Bravo ist Halbschwester zu Awakino QRage von Quattro B,  4-, 5- und 6-jährig Dressurpferdeprüfungen A, L und M gewonnen.
Bravo ist Halbschwester zu La Jeanne von Laudabilis, M-Dres. 2., mit annähernd 4.000 Euro eine der gewinnsummenreichsten Töchter ihres Vaters allein im Juniorensport.
Grossmutter Fabrice war Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, 4. Juli 1998 - Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2001 - Platz 1, Wertnote 8,39
Einzelnoten: Trab 8,5  Galopp 8,5  Schritt 8,0  Rittigkeit Richter 9,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 8,0
Sommer 2003: diverse sportliche Erfolge in allen Disziplinen, darunter Sieg in der Eignungsprüfung in Telge mit der Wertnote 8,2
Fabrice ist die erste von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen.
Die Geschichte zum Ursprung des Stutenstammes der Fabrice, Hann. Stamm Nr. 367 nach Schridde
Vollbruder Fair Play*2002 Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester Fannie Mae*2003 SLP Telgte Platz 2, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0  Galopp 8,5  Schritt 7,5  Rittigkeit Richter 8,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 7,5.
Fannie Mae ist Mutter des gekörten Hengstes Sansibar (Paul Schockemöhle, mehrfach S gewonnen, jüngstes Pferd Preis der Besten 2015).
Vollschwester "Miss Feeny" ist Mutter zu Fantastic Sommertänzer von Samarant, 5-jährig Bundeschampionat Dressurpferde, 6-jährig M-Dressur gewonnen.
Vollschwester "Miss Feeny" ist Mutter zu Fantastic Snoop Dog von San Amour, 6-jährig Dressurpferde M gewonnen (Heiner Schiergen).

Gedanken zur Hengstwahl: warum Don Frederic?


Dienstagmorgen, ein Uhr, das Telefon schellt und das kann nur Stutenfee Ingrid sein!
Zwei Wochen über die Zeit, Bunny hat endlich gefohlt!
Eine zügige Geburt war das, gänzlich unkompliziert flutscht das agile Stutfohlen aus der Bunny und mir fällt ein Stein vom Herzen!
Bei einer Erstlingstute weiss man nie und ich hatte mir inzwischen schon reichlich Gedanken um meine Bunny gemacht...
Ebenso zügig war die kleine Tochter auf den Beinen und hatte den Weg zur Milchbar auch ruckzuck gefunden - Mädchen sind eben von Natur aus doch deutlich pragmatischer angelegt und Stutenfee Ingrid kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Wobei - "Milchbar" trifft es nicht wirklich, ein Euter hat Bunny kaum aber der Tank scheint dennoch voll zu sein, die kleine Tochter schmatz und trinkt nach jeder Runde durch die Box, nur um dann wieder das kecke Nässchen in meine Richtung zu strecken.
Ein zutrauliches Fohlen hat meine sanfte Bunny da zur Welt gebracht und die ersten Stunden mit Mutter und Tochter lass ich mir nicht nehmen:
das ist es, was mich ticken macht!
Ich sitze beseelt im Stroh und freue mich, mit welchem Vertrauen Bunny neben mir steht und ruhig grummelnd zusieht, wie die kleine Daktari ihre ersten Erfahrungen mit den Zweibeinern sammelt. Sie machen es mir so leicht, die beiden, und ich weiss auch sogleich was die Stunde geschlagen hat:
Mutterschaftsurlaub vom Büro, die nächsten Tage gehören Bunny und der kleinen Daktari!
Mittags kann ich mich dann nicht mehr zurückhalten, der erste Hofgang bei strahlendem Sonnenschein für die junge Tochter steht auf dem Programm und Bunny ist äusserst besorgt wenn das junge Fohlen sichtlich beeindruckt und etwas verwirrt zurückbleibt. Aber es dauert nicht lang, dann ist der Gang "drin" - Bunny rechts am Strick, die kleine Tochter unter dem linken Arm, so marschiere ich mit meinem fuchsroten Duo beseelt über den Hof!

Das sind sie einfach, die schönsten Momente im Leben eines Pferdezüchters - das ist es, was mich ticken macht...    



                           

 

5.6.2013

Einen ganzen Tag ist Daktari nun schon alt und es ist Zeit für unseren ersten Waldspaziergang. Dicht an Bunny's Seite erkundet das junge Fohlen seine neue Welt. Ausgiebige Milchpausen machen stark und die ersten eigenständigen Hüpfer um Bunny herum versetzen die besorgte Mutter in helle Aufregung!
Geradezu magische Anziehungskraft übt das natürliche Coffin im Wald auf junge Fohlen aus, das war bei Carly und Rapunzel schon so, das ist bei Daktari nicht anders. Neugierig klettert sie in die Senke und erkundet all die interessanten Dinge, die es dort zu sehen gibt. Bunny steht ruhig dabei und sieht ihrer Tochter aufmerksam zu.
Bunny lernt selber eine Menge bei unseren Waldgängen, ausgiebiges Klettern an der Hand macht sie mit ihren vier Jahren nun auch zum ersten Mal und so ein Gelände ist auch für sie eine ganz neue Erfahrung.  
Auf der Lichtung gibt es ausgiebige Graspausen und unser Spaziergang findet auf einmal ein abruptes Ende:
plötzlich tut es einen Plumps und Dakatri liegt im Gras, klimpert uns noch ein paar Mal aus den Fohlenaugen an und fällt in einen tiefen Schlaf.
Waldspaziergang ist anstrengend!
Mir bleibt nichts anderes übrig als mich zu ihr ins Gras zu setzen und gemeinsamen lassen wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Bunny steht entspannt über uns und passt auf, dass nichts passiert.
Herrlich! 



8.6.2013

4 Tage jung - Daktari bei ihrem täglichen Feld-, Wald- und Wiesengang.
"Dressurpferd" war gestern - Gelände schult das Fohlen!

Lieben Dank an Christine für ihren unerschrockenen Einsatz als Mutterstutenführer!
Ohne engagierte Hilfe sind solche Bilder einfach nicht möglich und ich weiss diese Freundschaftsdienste sehr zu schätzen. Fotosessions wie diese mit den jungen Fohlen im Wald sind einfach die schönste Freude und die kleinen Hauptakteure haben selber ihren grössten Spass daran!


                                                                      




                   



                           
                       




                                      


                                   

                                     




                     




                                           

 

27.6.2013

Ein hannoversches Märchen made in Westfalen:
Daktari ist das unumstrittene Siegerstutfohlen in Fröndenberg!

Von Sutenschauen und Schauerfolgen, Hannoveranern in Westfalen und dem Glauben an eine junge Stute, die einem einfach das Herz höher schlagen lässt ...

Züchterisches Engagement ist mitunter einer Dynamik unterworfen, die einen selber staunen macht.
Ein Freund von Schautiteln war ich nie, das echte Leben ist numal "unter dem Sattel" und nicht an der Hand. Darüberhinaus sind Fohlenschauen für einen Berufstätigen stets mit einem logistischen Aufwand und Kraftakt verbunden, der in allererster Linie eines fordert:
Gute Freunde und eine Menge davon. Denn um mit Stute und Fohlen zu einer Schau zu fahren bedarf es beherzter freiwilliger Helfer, die in der Regel auch alle berufstätig sind und denen man eine Menge abverlangt.Weshalb ich stets Hofbrenntermine vorgezogen habe und auch für die Eintragung meiner Stuten die Kommission auf den Hof bestelle. So war das auch für Bunny und Daktari bereits arrangiert.
Als mittlerweile langjähriger hannoverscher Züchter im Herzen Westfalens bin ich im Frühjahr dem Ruf einiger Züchterfreunde gefolgt und dem Hannoverschen Pferdezuchtverein Westfalen mit Sitz in Fröndenberg beigetreten. Und wie das so ist, wenn man sich gemeinsam für eine Sache engagiert:
"Sabine, du kommst doch bitte auch mit einer deiner Fohlenstuten zu unserer Schau - ?"
Oha ...
Da kam eigentlich nur Bunny in Frage, die als einzige meiner vier Fohlenstuten in diesem Jahr nicht wieder gedeckt wird, das Risiko einer Resorption also nicht besteht, und die ausserdem selber noch ins Hannoversche Stutbuch eingetragen werden musste. Und tatsächlich reizte es mich, Bunny einmal öffentlich einer Kommission zu stellen, denn von diesem Pferdchen bin ich so überzeugt wie von keinem anderen... Drei Jahre lang habe ich an Bunny geglaubt und sie stets als "das beste Fohlen, das ich je gezogen habe!" bezeichnet. Seit dem letzten Jahr weiss ich, dass sie diesem Anspruch ganz sicher auch unter dem Sattel gerecht wird. So muss sich ein gutes Reitpferd anfühlen!
Und doch waren das eben alles meine eigenen subjektiven Eindrücke und ich weiss von rosa Brillen auf der Nase, die man selber mitunter gar nicht mehr wahrnimmt, so fest sind sie dort verwachsen...
Inzwischen ist meine Bunny sogar selber Mutter geworden und die kleine Daktari ist neben Carly ganz sicher mein absolutes Lieblingsfohlen in diesem Jahr. Und wenn auch Stutenfee Ingrid seit einiger Zeit orakelt "deine Daktari, die macht sich richtig doll, die kriegt Profil und Linien und hat auch richtig was drin!", so seh ich Daktari doch stets durch eine rosa Brille. Wie das eben so ist wenn einem das Herz näher ist als der Verstand.
Weshalb ich Daktari aufgrund ihrer eigenen herzerfrischenden Bedienerfreundlichkeit zwar durchaus als potentiellen Fohlenkandidaten für Schau-, Transport- und Verladestress in Erwägung ziehen wollte, aber eigentlich ging es mir mehr um eine öffentliche Einschätzung meiner Bunny.
Und so kam es also, dass mein lieber Züchterfreund Heinz sich heute ebenso einen halben Tag frei nahm und bereit erklärte, mich mit meinem fuchsroten Gespann nach Fröndenberg zu begleiten. Stutenfee Ingrid stand wie üblich zuverlässig Pate bis zur Verladerampe auf dem Hof und tatsächlich war es auch gar kein Problem meine beiden roten Lieblinge mit Heinz' und Ingrids zuverlässig erprobtem Beistand auf den Hänger zu verfrachten. Wohl dem, der solche Freunde hat.

  

Und dann kam Fröndenberg... Eine herrliche Anlage und ein Willkommen von Mitgliedern eines Pferdezuchtverbandes, wie ich es selten erlebt habe. Das war einfach toll, hier haben wir uns vom Fleck weg wie zu Hause gefühlt!
"It's a people's business!" habe ich es in meiner Investmentbankerzeit immer wieder zu hören bekommen und begreifen gelernt.
Das trifft auf Pferdezucht ganz genau so zu. It's a people's business! Es sind immer die individuellen zwischenmenschlichen Begegnungen, die das Leben lebenswert und gefühlt erfolgreich machen. Im PZV Hanno-West bin ich heute ganz sicher mit Leib und Seele angekommen! (Von der Marzipantorte, dem Erdbeersahnekuchen, dem Butterkuchen und all den anderen Leckerein und der herzlichen Bewirtung wollen wir gar nicht reden...)

Ganz grossartig war Freund Heinz in seiner Empörung als er hörte, dass ich mit Bunny noch nie an der Hand getrabt war... Wie ich mir das denn bloss vorstellen würde, dass sie nun auf der Schau ordentlich an der Hand trabte?
Ich sag, Heinz, die habe ich ein halbes Jahr unterm Sattel und IN der Hand gehabt, die hat Kultur! Natürlich trabt die auch an der Hand!
Heinz blieb skeptisch und ganz und gar fassungslos ob meiner Ignoranz für Handtraberei...
Das war dann der Moment, als ich beschloss, es sei sicher besser ihm zu verschweigen, dass Daktari bis zum heutigen Tage noch nichteinmal ein Halfter kannte... Mir war klar, dass er mein Vertrauen in mein Fohlen, das auch ohne Halfter bislang schon mehr Umgang pflegt als andere dreijährig, sicher nicht würde teilen können. Männer ticken eben irgendwie anders.
Heinz ist grossartig wenn er sich empört!

Und so stand ich da mit Heinz und Bunny und Daktari und wir warteten auf unseren Auftritt und ich musste breit und verstohlen grinsen als ich sah, wie gut Heinz mit der kleinen Daktari am Halfterstrick zurechtkam. Oder war es Daktari, die mit Heinz zurecht kam?
Mein kleiner roter Feger hatte den Heinz jedenfalls gut im Griff....

                                                         

Es war klar, dass ich meine beiden nicht selber vorstellen würde. Wer selber führt bekommt gar nichts mit und ich wollte mir unbedingt einen objektiven Eindruck als Beobachter von Bunny und Daktari verschaffen. Ein fleissiger Jungzüchter nahm mir die beiden ab und los ging's.
Bunny war angesichts des grossen einladenden Platzes bereits um ein gefühltes Doppel ihrer Körpergrösse über sich hinausgewachsen und schwebte geradezu in ihrem natürlichen bergauf in die Bahn. Daktari war skeptisch, wollte erst gar nicht rein, tat einen beherzten Sprung auf den Platz und marschierte los:
Zweitakt im Trabe und der ganz grosse Gang war drin - unerschütterlich, ein Tritt wie der andere und einfach unglaublich!
Ich stand mitten im wohlwollenden Raunen der gut besuchten Ränge und konnte es nicht fassen wie mein Duo sich da präsentierte:
Szenenapplaus, und verdient so - der eine lobte die Stute, der andere sprach von diesem Fohlen... Die beiden zogen einfach aller Blicke auf sich und lieferten eine Schau ab die ihresgleichen sucht. Ich war begeistert und den Tränen nahe. Was für eine Stute! Was für ein Fohlen! Meine beiden ... nicht zu fassen.
Die beiden wurden für den Endring nominiert und da hatte ich sie nun selber an der Hand, meine Bunny.
Völlig von der Rolle zog ich mit Mutter und Kind in die Bahn und nahm nur durch einen Nebel wahr, wie vor uns alle anderen Teilnehmer von hinten nach vorn rangiert wurden bis aller Blicke und Ansage sich auf uns richteten:
"... und das unumstrittene Siegerfohlen des heutigen Tages ist die Jüngste im Ring, eine Tochter des Don Frederic aus dieser herrlichen noch jungen Stute von Belissimo Fidermark, und sehen sie sich diese Stute an ..."
Die überaus wohlwollenden Worte und Kommentierung Dr. Christmanns gingen mir runter wie Butter und ich dachte bei jedem Wort:
"Der Mann hat ja so recht...", und war kein bisschen eitel dabei. Einfach, weil er mir aus der Seele sprach.
Ganz genau so sehe ich meine Bunny. Und wenn dies auch die Schau und der verdiente Sieg Daktari's war so waren es doch die Glückwünsche und Kommenatre zu Bunny, die mir mehr als alles andere bedeuteten. Wie oft ich heute von Offiziellen und Nichtoffiziellen wohlwollend und anerkennend eben auf diese Stute angesprochen wurde, das bestätigte all meine ureigensten und seit vier Jahren gepflegten rosaroten Eindrücke von diesem Pferd.Weshalb Bunny ihrer Tochter für mich ganz persönlich heute tatsächlich den Rang abgelaufen hat. Ein gutes Fohlen ist eine Sache. Ein unumstritten überragendes Fohlen ist ziemlich unglaublich. Eine gute Stute, an die man vier Jahre geglaubt hat und die dann erstmals öffentlich auf derartigen Zuspruch stösst, ist aber dennoch etwas ganz anderes. Vier Jahre fester Glaube, der nun auch öffentlich Anerkennung erfährt.
Als Bunny dann die gelbe Schärpe als Mutter des Siegerfohlens um den Hals gelegt bekam war ich ganz und gar beseelt.
Die Siegerrunde im Trabe im unerschütterlichen Takt mit meinem fuchsroten Duo war einfach das Grösste!
Ich hätte noch stundenlang mit meinen beiden Helden so weitertraben können - und die beiden trabten - und WIE sie trabten!
... und selbst Heinz' Empörung hatte sich mittlerweile vollständig atomisiert und in eine geradezu grenzenlose und überschwängliche Euphorie gewandelt ob dieses unglaublich trabenden Fohlens . was für ein Pferdchen!
Heinz in Euphorie ist mindestens ebenso grossartig wie Heinz, wenn er sich empört... :-)

                                         

... und nun sitze ich hier und weiss nicht, worüber ich mich mehr freuen soll:
über die verdiente Anerkennung, die meiner Bunny heute zuteil wurde, oder über diesen unglaublichen Erfolg und Schausieg meiner Daktari, die jenseits aller rosa Brillen einfach alle Anwesenden für sich eingenommen hat...
Mit welchen Noten Bunny nun tatsächlich ins Stutbuch aufgenommen wurde, ist mir nicht bekannt. Tatsächlich habe ich es in meinem Rausch auch völlig vergessen danach zu fragen. Die Papiere werde ich demnächst per Post erhalten.
Es spielt auch eigentlich keine Rolle. Die Anerkennung, die Bunny heute aus so vielen Mündern erfahren hat, kann ihr und mir niemand mehr nehmen. Dafür allein war es wert nach Fröndenberg gefahren zu sein.
Der Schausieg Daktari's ist das Sahnehäubchen obendrauf.
Einfach unglaublich.

Es wurde mir freigestellt, Daktari zur Fohlenauktion zu geben. Aufgrund ihres Geburtsdatums nach dem 1.6. ist sie zugelassen zur Hannoverschen Fohlenauktion Anfang Oktober in Verden. Dann wäre sie vier Monate alt und ich habe noch eine Weile Zeit mir zu überlegen, wie es nun weitergehen soll.
Alle Fohlen behalten kann ich nicht.
Eine Fohlenauktion in Verden hat ganz sicher ihren Reiz, im Alter von vier Monaten aber ganz sicher auch ihre Risiken.
Wir werden sehn.


                               

 

7.9.2013 

Freud und Leid liegen dicht beeinander im Leben eines Pferdezüchters.
Eine Verletzung der Hornhaut machte es erforderlich, dass Daktari sich einer zwingenden Operation unterziehen musste.
Wohl dem, der eine Stutenfee hat, die auch vermeintliche Bagatellen sofort als ernstzunehmend erkennt und unverzüglich handelt und Mutter und Tochter während meiner Abwesenheit sofort in die Klinik fuhr.
Eine abwartende Haltung hätte hier den sicheren Verlust des Auges bedeutet.
Dank Ingrid's sofortigem Handeln ist Dakatri nicht nur das Auge erhalten geblieben sondern auch das unverminderte Sehvermögen. Was bleibt ist ein kleiner heller Fleck, der ihrem Blick mitunter etwas mystisches verleiht und sie dadurch nun erst recht als etwas ganz Besonderes für mich auszeichnet.
Ein Klinikaufenthalt geprägt von Schrecken, Angst und Hoffnung um das junge Fohlen zehrt dennoch sehr und belastet das leidenschaftliche Züchterherz womöglich noch stärker als das Pferdchen selbst. Und so war ich unendlich erleichtert, froh und dankbar, als ich Daktari und Bunny heute endlich wieder nach Hause holen durfte.
Keck und ausgelassen begrüsste die kleine Schönheit, die sich mittlerweile zu einem prächtigen Dunkelfuchs gemausert hat, ihre Freundin Darnell. Selbst Grossmutter Fabrice liess sich zu einem kleinen Spurt überreden, als Tochter und Enkel erstmals wieder zum gemeinsamen Weidegang erschienen. Nun ist sie also wieder vereint, die kleine Fabrice'sche Grossfamilie mit Muttern, Töchtern und Enkel und ich kann gar nicht beschreiben wie gut das tat, diese vier endlich wieder gemeinsam das schlichte Weideglück erleben sehen zu dürfen. Es sind eben doch die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen.
Auf diesen Moment zu warten war all die Mühen, Sorgen und Ängste ganz sicher wert!


                                              



                                                 



                                          
                                                                                                                       Fabrice mit Tochter Darnell und Enkel Daktari


                                         



                       
                                                                                          Mystik im Blick und eine Darnell, die ihr nicht mehr von der Seite weicht...



                                                       



28.9.2013


                                                  


1.1.2014

Herzlich Lachen musste ich, als ich am Wochenende in den Fohlenstall kam:
Stutenfee Ingrid hatte die Pferde gerade reingeholt und Fabrice sah mir zu dritt aus ihrer Box entgegen...
In grösster Selbstverständlichkeit marschiert Daktari nach dem Weidegang gemeinsam mit Darnell in Fabricechens Box und da stehen sie dann, ein fuchsrotes Trio, Mutter, Tochter und Enkel vertraut in einem Stall und kauen entspannt an ihrem Heu - herrlich!
Anschaulicher kann ein mutterloses Fohlen, wie Daktari seit Bunny's Einzug in Münster eines ist, seine Zufriedenheit mit sich und seiner Welt gar nicht demonstrieren. Wenn auch Fabrice derzeit noch die letzte verbliebene Fohlenstute bei dem halben Dutzend Absetzern ist, so ist es doch ein ungewohntes Bild, eine Stute mit zwei Fohlen in einer Box zu sehen. Schöner kann man Pferdezucht und harmonische Momente wie diesen kaum inszenieren.
Daktari und Darnell sind ein Herz und eine Seele und es erfüllt mich immer wieder mit grosser Freude, diese beiden in vertrauter gemeinsamer Aufzucht zu wissen.


                                                                
 

 

24.8.2014

Kullerauge und ponyhafter Charme zum dahinschmelzen - Dakatari und daneben das Igelchen. ... und ich habe selber einen Moment gebraucht um zu begreifen, dass dies nicht das Igelchen sein konnte... Einfach verblüffend, die Erkenntnis, wie sehr Carly inzwischen ihrer Mutter ähnelt!

                                                


                                                       


                                                         

28.9.2014

Der personifizierte Charme - an Daktari geht einfach keine Kamera unausgelöst vorbei....

                                                  

2. Juli 2016

Daktari ist wieder da!

Im Frühjahr hat Daktari im zarten Alter von knapp drei Jahren den Hof Altepost vorübergehend zum Anreiten verlassen. Heute hat Alexandra sie stolz und glücklich problemlos allein verladen und wieder zurück nach Hause zu Stutenfee Ingrid gebracht. Hier tummelt sie sich schon wieder in ihrer angestammte Jungstutenherde und verbringt nun sehr verdient den Rest des Sommers auf der Weide. Und Alexandra hat durchaus gleich doppelt Grund zu Strahlen, denn Daktari kehrt nicht nur gut geritten sondern auch tragend zurück! Seit Ende April ist Daktari tragend von Dream Boy (Vivaldi x Ferro) und darüber freue ich mich ebenso sehr wie Alexandra.
Nachdem es von Fabricechen nun keine Fohlen mehr geben wird, sind es im nächsten Frühjahr gleich drei ihrer Töchter und Enkel, deren Fohlen ich mit grosser Spannung und Freude entgegensehe:
Bunny, Daktari und Darnell bewahren das Erbe von Fabrice und darüber bin ich sehr glücklich!

                                             
                                                                                   Mutter's Tocher durch und durch - der Apfel fällt nicht weit vom Stamm:
                                                                      die dreijährige Daktari oben und Mutter Bunny im selben Alter seinerzeit in Münster, unten
                                             


 

zurück