Zampano * 2.3.2015  

 

    Flemmingh Holst. *1987  
  Krack C KWPN *1992    
    Gicara II KWPN 1988  
Zhivago KWPN. *2004      
    Jazz KWPN *1991  
  Orendy KWPN *1996    
    Endy KWPN *1986  
       
    Donnerhall Oldbg.*1981  
  Don Schufro Oldbg. *1993    
    Fiesta Oldbg.* 1976  
Deauville Old. *2011      
Zuchtstutbuch "Fannie Bell"   Fidermark Westf. *1992  
  Fannie Mae Rheinl. *03    
  Hengstmutter Feodora Rheinl. *92  
       
    Hann. Stamm Nr. 367 nach Schridde
Marmor, Riccione, Bogenschütze u.a.
 



 

Mutterstamm:

Mutter Deauville wurde 3-jährig gedeckt und selber angeritten.
Stutenschau und SLP ausdrücklich nicht vorgesehen, sie wird den selben Weg gehen wie die sporterfolgreiche Bravo:
Sporteinsatz nach absetzen dieses ersten Fohlens.
Deauville ist Halbschwester zu dem gekörten Sansibar, aktuell 8-jährig mehrfach S gewonnen mit über 70 Prozent.  

Grossmutter Fannie Mae war Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, Juli 2003 - Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2006 - Platz 2/21, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0  Galopp 8,5  Schritt 7,5  Rittigkeit Richter 8,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 7,5
Eintragung in das Hannoversche Hauptstutbuch, 11. August 2011 - Einzelnoten u.a. dreimal die 8, darunter für ihren hervorragenden Schritt - die verdiente Anerkennung im Hinblick auf ihr überdurchschnittliches SLP-Ergebniss, dessen unangebrachte Schrittbeurteilung sie seinerzeit den überlegenen Sieg in dieser Prüfung mit einer Gesamtnote deutlich über 8 gekostet hat.

Fannie Mae (Hengstmutter) ist die fünfte von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen.
Vollbruder Fair Play*2002 Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester Fabrice*1998 FN Leistungsstutbuch C -Nachzuchterfolge-
SLP Telgte Platz 1, Wertnote 8,39 Einzelnoten: Trab 8,5  Galopp 8,5  Schritt 8,0  Rittigkeit Richter 9,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 8,0.
Detaillierte Infomationen zu der sporterfolgreichen Nachzucht aus Fabrice finden sich auf ihrer Seite.
Vollschwester "Miss Feeny" (Auktionsfohlen) ist Mutter zu Fantastic Sommertänzer von Samarant, 5-jrg Bundeschampionat Dressurpferde, 6-jrg M-Drs gewonnen und Mutter zu Fantastic Snoop Dog (Heiner Schiergen) von San Amour, 6-jrg Dressurpferde M gewonnen.
Detaillierte Informationen zum Ursprung und weitergehenden Stutenstamm finden sich auf der Seite Stutenstamm.

Gedanken zur Hengstwahl: warum Zhivago?


                                               

Montagabend und Deauville war bereits zehn Tage über die Zeit. Sie trug schwer an ihrem Erstling und man sah es ihr an. Fressunlust liess sie in den letzten Tagen ihrer Trächtigkeit sichtbar einfallen und wir taten alles, ihr die Lust am Futter zu erhalten. Am Ende war es das Billigmüsli aus dem Discounter, das sie immerhin zeitweise an ihren Trog zurückbrachte, während sie jede Form kostspieligen Luxusfutters verschmähte. Weshalb ich am Montagabend erneut als Futterkurier mit einem Sack Discount-Müsli im Stall erschien und wieder lange Zeit bei ihr in der Box verbrachte. Zuwendung tat ihr gut und sie nahm es gern an, liess sich sanft den dicken Bauch massieren und immer wieder spürte ich die kleinen Beben darin unter meiner flachen Hand. Es rumorte schon einige Tage gewaltig in ihrem Bauch, mitunter sah man eine dicke Beule vom Kopf oder Fuss des Fohlens in ihrer Flanke pochen und ich hätte ihr so gern geholfen, diese Last nun endlich loszuwerden.

Ich hatte mich gerade wieder auf den Heimweg gemacht, als das Telefon schellte:
Es war Stutenfee Ingrid, und ich sollte doch besser gleich wieder umkehren, Deauville stehe im Schweiss und es schiene nun endlich los zu gehen.
So war es dann auch.
Flach im Stroh liegend presste das Pferdchen was das Zeug hielt, Vorderbeine und ein Teil des Fohlenkopfes waren bereits sichtbar. Stutenfee Ingrid und Stutenvater Gregor halfen mit jeder Wehe ein Stückchen mit und endlich war das ganze grosse Fohlen da - schwarzbraun und hochweisse Beine, es leuchtete geradezu strahlend weiss aus dem tiefen Stroh und Deauville lag erschöpft davor, den Kopf noch immer im Stroh. Beklommen stand ich daneben, von Erleichterung zunächst keine Spur.
Das langbeinige nasse Bündel glänzte aus der Nachgeburt heraus und schien sich unendlich ins Stroh zu erstrecken:
Leuchtend weisse Fühler und ein dunkel glänzender Leib dazu. Reglos. Dann schüttelte sich plötzlich der nasse Kopf mit der langen Blesse und zwei lange Öhrchen wirbelten durch die Luft. Zügig zappelte sich das neugeborene Pferdekind, noch halb in der Nachgeburt verborgen, in eine aufrechte Position, die Ohren gespitzt, den Blick nach vorn zur Mutter gerichtet. Mit einem Ruck winkelte es die Vorderbeinchen an und reckte sich auf so gut es ging, den Kopf auf die angewinkelten Vorderbeine gestützt. Die Metamorphose vom einen ins andere Leben und ein Bild für die Götter dazu, den Kopf mit den gespitzen Öhrchen aufrecht auf die Vorderbeine gestützt!
Plötzlich tönte ein tiefschrilles, geradezu herausforderndes Wiehern aus dem recken nassen Bündel, der Kopf noch immer hoch auf den Vorderbeinchen - ein kleiner Zampano... und dieser Ton kam offensichtlich von einem Hengst, ein richtiger kleiner Hengst, keine Frage!
So begrüsste uns der neue Erdenbürger.
Eine Szene, wie sie kein Drehbuch eindringlicher beschreiben könnte.
 
Mittlerweile hatte Deauville, noch immer flach im Stroh liegend, den Kopf erhoben und sah sich mit gespitzen Ohren nach ihrem Fohlen um. Sichtlich verwirrt und völlig erschöpft, noch immer.
Und wieder war es einer von diesen Momenten, wie sie einem immer im Gedächtnis bleiben werden:
Zwei Paar gespitzte Ohren aus einander zugewandten Pferdeköpfen und zwei eindringliche Blicke, die sich begegnen - erwartungsvoll der eine, noch gänzlich verwirrt der andere.
Mutter und Sohn.
Langsam wich meine Beklommenheit. Das hier war einfach einzigartig schön.

Doch es dauerte noch eine Weile, bis Deauville selber auch wieder auf die Füsse kam. Zeitgleich setzte der kleine Zampano ebenso zum ersten aufstehen an. Immer wieder flutschte ihm dabei auch seine rote Zungenspitze aus dem kleinen Mäulchen und der junge Hengst gab ein hinreissendes Bild ab. Offensichtlich übte er bereits Saugreflexe im Nichts und ich konnte mich nicht zurückhalten, ihm den Finger auf die rote Zunge zu legen. Instinktiv saugte er sich auch sogleich heftig daran fest. Heftig. Tatsächlich hatte ich bis dahin gar nicht gewusst, dass neugeborene Fohlen bereits über deutlich ausgeprägte rudimentäre Backenzähnchen verfügen ... Zeit, dass der junge Bursche ans Euter kam!
 
So schnell habe ich selten ein Hengstfohlen auf die Beine kommen sehen und es dauerte nicht lange, da hatte auch Deauville ihre Mutterrolle begriffen und ging völlig darin auf. Was für eine treusorgende junge Stute!
Still blieb sie neben uns stehen als wir Hilfestellung leisteten, das eifrig suchende Fohlen passend an ihrer Flanke zu rangieren. Ein paar Mal purzelte er uns dabei noch ins Stroh und musste sich von Anstrengungen der ersten Aufstehversuche erholen. Deauville blieb ergeben und reglos stehen um nur den wesentlichen Moment des Andockens nicht zu versäumen. Dabei hatte sie selber noch sichtbar unter Nachwehen zu leiden, scharrte und wälzte sich - doch kaum hatte das Fohlen wieder Fuss gefasst stand sie bereit. Reglos, ganz ihrer neugefundenen Mutterrolle ergeben und gar nicht wissend, was sich da eigentlich abspielte. Die junge Stute diesen sichtbar ausgeprägten Mutterinstinkt leben zu sehen rührte mich tief.

Das sind sie, diese Momente, die machen mich einfach ticken. Ein junges Pferd, das mir in unserem gemeinsamen Sommer in Münster mit all seinen ausgeprägten Eigenheiten so sehr ans Herz gewachsen war, Vertrauen miteinander und zueinander, und ich war einfach dankbar, hier als Dritte im Bunde Mutter und Sohn bei ihren ersten gemeinsamen Schritten zur Seite stehen zu können und sie liess es sich gern gefallen.
Als das Fohlenmäulchen endlich das Euter gefunden hatte und heftiges Schmatzen durch die Böx tönte, ging ein sichtbares Aufatmen durch Deauville - die erste echte Entspannung für die junge Stute nach der anstrengenden Geburt. Sie hatte es sich so sehr verdient.
Es war der schönste Moment.

Mehr konnten wir für die beiden nicht tun.
Zufrieden und erleichtert überliessen wir Mutter und Sohn sich selbst und ihrer wohlverdienten Ruhe.

                                                     
                                                                                                                       besorgte Deauville und ihr ausgeprägter Mutterinstinkt...

Am nächsten Morgen begrüsste der kleine Zampano mich bereits erwartungsvoll und keck neben seiner Mutter stehend in der Box - und Deauville frass entspannt ihr Discount Müsli. Gott sei Dank. Einen Sack knackiger Futtermöhren für die junge Mutter hatte ich im Gepäck und auch die nahm sie gern an. Das wohlfeil untergemischte Superstutenfutter jedoch sortiert sie noch immer fein säuberlich aus. Stutenfee Ingrid ist allerdings zuversichtlich, dass wir sie alsbald davon überzeugen können auch wieder konsequent "teuer und werthaltig" zu fressen. So, wie man das von den Sprösslingen meiner Fidermarkschen Stutenfamilie gemeinhin gewohnt ist:
mit ausgeprägtem Appetit und Futterneid ...
Ich will ihre Zuversicht nur zu gern teilen.
Deauville hat eine Menge aufzuholen.

Der kleine Zampano dagegen strotzt vor Kraft und Übermut und es war an der Zeit für den ersten kurzen Hofgang. Die kurze Regenpause galt es zu nutzen!
Agil trabte er neben seiner Mutter auf dem Hof neben uns daher und es war die helle Freude, das junge Fohlen bei seinen ersten Trabtritten zu erleben.
Zurück im Stall gab es reichlich Krabbeleinheiten für Mutter und Sohn, es sind nunmal die ganz banalen Dinge im Leben, die die grösste stille Freude bereiten:
Putzen! Verzückt verzog Deauville das Schnütchen, ganz so, wie sie es zu ihrer Zeit in Münster immer tat, wenn ich ihre Lieblingsstellen fest rubbelte. Der aufgeweckte kleine Sohn stand neugierig daneben und beäugte unser Tun. Ein festes Rubbeln für die Mutter - ein leichtes erstes Rubbeln für das Fohlen. Es dauerte nicht lange und er fand echten Gefallen an dieser Beschäftigung und verzog das kleine Schnütchen ebenso verzückt wie seine Mutter.
Die ersten Tage im Leben eines jungen Fohlens - unbezahlbar!    



8.3.2015                                     Foal-Eventing!



                        


      



                 

 



             
       





           


11.3.2015

Notgedrungen mussten wir Zampano weidegängig machen. Notgedrungen deshalb, weil der Bub im Gelände stiften geht und alles um sich herum vergisst.
Das ist in Ordnung, solang er in Sichtweide bleibt, dann ist Deauville entspannt. Unentspannt wird die Sache, wenn Zampano auf halbem Weg zurück nach Hause plötzlich die Kurve kratzt und im fröhlichen Galopp zweihundert Meter über die Heuwise wieder zurück in den Wald verschwindet. Eine Übung, die er bereits am dritten Tag seines reifen Erdendaseins für sich entdeckt und perfektioniert hat. So schnell kann man gar nicht gucken, wie der Bub aus dem Nichts plötzlich wieder die Kurve kratzt. Alles, was man dann noch von ihm sieht, sind vier leuchtend weisse Beinchen im Dickicht. Verständlich, dass Deauville dann deutlich unentspannt wird und so schnell wie möglich hinter ihrem selbständigen Sohnemann hinterher will ...
Tut mir bitter leid für den aufgeweckten Burschen, denn eindringlicher kann ein junges Fohlen kaum demonstrieren, wie sehr es sich zu seinem Abenteurspielplatz hingezogen fühlt. 
Auf der Wiese zieht Zampano dann unermüdlich im Galoppp seine Runden und dreht richtig auf - an dem Kerlchen kann man sich nur schwer satt sehen...


                                               


                                   
                                                                                                                                                                                               mitunter droht der vollständige Verlust von Bodenhaftung ...

                           
               Holländisches Experiment gelungen - die Sache mit der Knieaktion funktioniert ...


                                           


18.4.2015

Foal-Eventing am frühen Morgen - Carmen macht's möglich!

Nachdem er im Alter von fünf Tagen bereits mehrfach im Wald stiften gegangen war oder vorzugsweise gar nicht mehr mit zurück kommen wollte, musste Zampano in den letzten Wochen stets zu Hause bleiben, was mit bitter leid tat für den aufgeweckten Burschen.
Ich wollte es nur zu gern noch einmal mit ihm versuchen, es bedurfte allerdings einer beherzten Hilfe, sollte Zampano unterwegs erneut eigener Wege ziehen ...
Heute nun hatte Carmen ihren lang ersehnten Fohlenbesuch angesagt und Carmen war einfach goldrichtig für diesen Job! Sie erklärte sich auch sofort und nur zu gern bereit, den Waldspaziergang mit Zampano zu wagen und so zogen wir frohen Mutes unseres Weges im sicheren Wissen, dass es durchaus länger dauern könnte mit Zampano auch wieder zurück nach Hause zu finden... Kurzzeitig überlegten wir sogar, ihn mit einem Halsband und Telefonnummer auszustatten, man kann ja nie wissen...
Am Ende blieb es allerdings bei einem einfachen Halfter, weshalb die Bilder von Zampano sich nun alle durch einen eklatanten Schönheitsfehler auszeichnen:
der Bursche trägt Halfter, um ihn notfalls am Strick wieder mit nach Hause bringen zu können - wenn er sich denn überhaupt einfangen liess....
Die Sorge jedoch sollte völlig unbegründet sein und unser gemeinsamer frühmorgentlicher Ausflug sollte einer der schönsten Waldgänge überhaupt werden!
Zampano benahm sich mustergültig und uns ging das Herz auf, ihm bei seinem ausgelassenen Toben zuzusehen - alle Beteiligten Zwei- und Vierbeiner hatten die grösste Freude an diesem frühmorgentlichen Waldvergnügen und ich denke, man sieht es Zampano trotz Halfter dennoch an:
ein ausgelassener kleiner Clown im Wald und einfach herzerfrischend!
Danke, Carmen!


                          



                                                 


                                                 


                                                
 

                                                 


                                                                                            Zampano im Juni 2015         
          



23.8.2015

Neun Fohlen tummeln sich in der Stuten- und Fohlenherde und EJ und Zampano sind die Recken unter den halbwüchsigen Pferdekindern. Zampano ist auf dem Weg in die Höhe sichtlich aufgetrocknet, aus dem strubbeligen Halbstarken des Frühsommers wird ein hochnobler Kerl. Und wenn mir sein Vater Zhivago auch nicht so sehr vertraut ist wie EJ's Vater Elton John, so möchte ich doch sagen:
hier wächst ein zweiter Zhivago in Typ und Form heran.
Seine Mutter Deauville ist eher knapp im Mass und man staunt, wie der grosse Bursche sich giraffenhaft verrenkt um noch ans Euter zu gelangen. Giraffig ist er allemal, der Hals ähnelt zur Zeit eher einem Besenstil. Das muss so sein wenn Wuchs drin ist, zahlreiche Fohlenkinder haben mich das im Laufe der Jahre gelehrt, allen voran Sansibar und La Jeanne, die man in diesem verwachsenen Alter am besten gar nicht mehr angesehen hat und was für beeindruckende Pferde sind daraus geworden! 

Im September soll Deauville dann als erste Fohlenstute aus der Herde abgesetzt werden. Zampano ist dann ein halbes Jahr alt und wird es gut verkraften, wenn Muttern wieder in Münster einzieht und ihre Box mit Fabrice tauscht. Für Deauville beginnt dann im Alter von gereiften fünf Jahren erneut der Ernst des Lebens unter dem Sattel. Der Plan ist sportliche Förderung unter dem Sattel, ganz wie seinerzeit bei Bunny nach dem ersten Fohlen in dem Alter.

                                                 

21.9.2015

Fabrice hat ihre Sommerresidenz in Münster heute verlassen und ist wieder bei Stutenfee Ingrid eingezogen. Im Gegenzug hat Deauville nun ihre Box in Münster bezogen um langsam wieder an das Reitpferdedasein gewöhnt zu werden. Auf ausdrücklichen Wunsch von Stutenfee Ingrid war Silas mit von der Partie, der inzwischen bei jedem Stutentausch eine durchaus tragende Rolle spielt. Und Stutenfee Ingrid hatte wieder einmal Recht.

Als ich auf die Tenne kam bot sich mir ein putziges Bild:
Rechts und links hatten Fannie und Deauville ihre Box bezogen, in der Mitte standen E.J.Junior und Zampano in ihrem eigenen Reich - eingerahmt von ihren Müttern, aber eben doch für sich bereits über Nacht abgesetzt. Die Fohlen waren aufmerksam, aber nicht aufgeregt.
Dieses Arrangement sorgte dafür, dass es keinerlei Stress gab, als Deauville zu Silas in den Hänger stieg. Zampano hatte seinen Kumpel E.J. an der Seite und rief nicht nach seiner Mutter, und Muttern war sofort auf Silas fixiert und rief nicht nach ihrem Fohlen.
Fannie ist es also, die von nun an zu dritt ihren Weidegang in der Stutenherde pflegt: mit E.J.Junior und Zampano an dessen Seite.
Stressfreies Absetzen von Müttern statt der Fohlen, wieder einmal.
Zampano ist mit seinen gut sechs Monaten nun das erste Fohlen in der Herde ohne Mutter und wird gut damit zurecht kommen.



12.10.2015

E.J.Junior und Zampano haben den Hof Altepost heute verlassen und sind wohlbehalten in ihrer neuen Heimat zur Hengstaufzucht angekommen.
Ein letztes Mal mit breitem Schmunzeln im Gesicht Fannie dabei zusehen, wie sie mit ihren beiden Sohnemännern über den Hof läuft und E.J. und Zampano ganz selbstverständlich hinter Muttern und "vorübergehender Ersatzmutter" hinterher in den Stall bummeln.
Ein Bild für die Götter, Fannie und ihre beiden stattlichen Recken!
Dank Pferdeflüsterer Tönne und dem bewährten Verladeteam um Stutenfee Ingrid gestaltete sich das "Doppel-Verladen" auch diesmal entspannt.
Beim gemeinsamen Freilaufen in der neuen Halle gab es dann wieder reichlich Stoff für nette Anekdoten vor versammelter Manschaft: "Zhivago und Elton John - beides Fidermark! Da hab ich gleich die ganze Familie gekauft!", worauf ich mir den spontanen Kommentar nicht verkneifen konnte: "Ja, da kann ich von Glück sagen, dass er mir die Mutter gelassen hat!" Ein Grinsen und es folgte der sinnige Ausruf: "... und buscherfahren sind die beiden auch schon!"
Hört, hört!
Es gibt also Hengstaufzüchter, die studieren sogar Webseiten :-) 

So macht Pferde züchten einfach Spass und ich wünsche allen Beteiligten und ganz besonders meinen beiden Vierbeinern eine gesunde Aufzucht und blicke ihrem Werdegang mit froher Erwartung entgegen.


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