Otik Counter                                                                                                Winterwonderland im Münsterland
 
Sonntagmorgen und Schnee in Münster - wann hat es das das letzte Mal gegeben?
Schon der Blick auf den kalten Balkon inspiriert, zur Kamera zu greifen!
Und dann nichts wie raus zu den Pferden! 
   
 
   
Der brave Silas blickt der weissen Pracht noch etwas skeptisch entgegen ...

Noch kuriert er seinen Sehnenschaden und bummelt jeden Tag ein paar Stunden auf der Wiese. Traben, toben und Zirkus sind strikt untersagt. Meistens hält er sich auch daran. Mitunter kann man ihn aber einfach nicht vor sich selber schützen. Wer wollte es einem zwanzig Jahre jungen Pferd versagen, wenn dann doch einmal der Hafer sticht?

Wenn Karlchen im Frühling einzieht, muss Silas wieder sattelfit sein. Der Bub hat seine Aufgaben und Karlchen wird das neunte meiner Jungpferde sein, dem Silas beim anreiten in Münster zur Seite steht. Und ganz sicher nicht das letzte! 
   
 
   
Die Jungpferde tummeln sich bereits im Schnee.
Brianna, "der kleine Brexit", inzwischen zweijährig und mit dem Guck ihrer Mütter ausgestattet:
Bunny und Daktari stehen ihr ins Gesicht geschrieben!
   
Butterfly, mein Spassmobil des letzten Herbstes wird jetzt vierjährig. Den Fohlenbauch sieht man ihr noch nicht an, dennoch ist dies der Stutenbauch, dem wir alle mit grösster Spannung entgegenblicken ... und mir geht jedes mal das Herz auf, wenn das bunte Köpfchen in der Herde leuchtet und sie mir entgegenkommt, sobald sie mich sieht.

Die gemeinsame Zeit in Münster hat ein festes Band gewoben!
   
Ladybird, "das Kätzchen!" und das Highlight das letzten Sommers unter dem Sattel!
Das sensible Pferdchen mit dem steinerweichenden San-Remo Guck ihres Grossvaters hat mich gelehrt, dass man auch jenseits der 50 noch mit jedem Pferd dazulernt.

Die grösste Freude, dieses junge Pferd so vertrauensvoll unter dem Sattel erlebt zu haben!
Ladybird ist tragend von Vaderland und wird als letzte im Bunde der Münsterland-Pferde Anfang Mai erstmals Mutter.
 
   
Immer wieder das grösste Vergnügen! Auf dem Weg zu den Jährlingen entdecke ich Paula am anderen Ende des Hofes stehen. Ein kurzer Ruf genügt und ich kann mich nicht daran sattsehen, wie dieser wunderbare Hund mir über das weisse Feld entgegen geflogen kommt!

Lange wird es nicht mehr dauern, dann wird Paula mich wie üblich mit den Stuten und Fohlen zum Foal Eventing in den Wald begleiten. Vorfreude und Frühlingsgefühle!
   
Caro Lee, mein hoffentlich-bald-einmal Springpferd und ebensolche Zuchtstute ... Im zarten Jährlingsalter kann man einiges an so ein junges Pferd heran dichten. Doch der Vergleich zu ihrem Vollbruder Karlchen im selben Alter könnte gravierender nicht ausfallen:
Caro Lee ist sichtbar blutgeprägt und steht auf dem filigranen Blüterfundament ihrer Grossmutter Ionia xx, meinem Igelchen. Man muss das Erbe des Acatenango xx drei Generationen zurück nicht beschwören, doch ihre Grossmutter kann sie wahrlich nicht leugnen.    

  
   
Caro Lee war die erste unter den Jährlingen, die Möhrchen frass. "Das habe ich nur einmal versucht, seither krabbelt sie mir jedes Mal in die Tasche und ich werde sie nicht mehr los!", tönte Stutenfee Ingrid eines Tages im Herbst mit einem Lachen.

Ich grinste still vor mich hin. "Möhrchenschnipsel" hatte ich mit Caro Lee schon seit Ladybird geübt ...

Ein strubbliger Jährling und je nach Guck ein bisschen Capistrano, ein bisschen Carly. Vererbung ist eben doch ein Autobus voller Verwandtschaft, und man weiss nie wer als erster aussteigt. ... oder noch hinten drin sitzen geblieben ist.
   
Eine ausgeprägte Denkerstirn prägt das einst so zauberhafte Bienchen. Sie erinnert stark an ihre gekörten Halbbrüder Sansibar und Rasputin. Nicht der schlechteste Maßstab, will ich meinen. Insbesondere, als sie den beiden auch in der Grösse nacheifert:
Bienchen zählt zu den grössten unter den Jährlingen, was an und für sich schon beeindruckend ist, denn meine Fidermarks stehen allesamt eher im gesunden Mittelmass.
Doch wie das so ist mit dem Autobus voller Verwandtschaft:

Mutter Fannie Mae ist mit 1,62 die kleinste von fünf Vollgeschwistern, Fairplay war im stolzen Endsiebzigermass der grösste. Und vergleicht man das Bienchen mit Vollschwester Butterfly und Kunterbunt, dann scheint Fannie in Anpaarung mit Benicio hier mit ihren Fohlen das selbe Grössenspektrum auszureizen ...
 
   
Eines jedoch haben sie alle gemeinsam:
sie zeichnen sich aus durch vertrauensvolle Kuschelfreundlichkeit. Liebenswert und ganz sicher verwöhnt. Letzteres muss am Züchter liegen ...

Und natürlich hat auch das Bienchen die Sache mit den Möhrenschnipseln schnell gelernt!

"... seither krabbelt sie mir jedes Mal in die Tasche und ich werde sie nicht mehr los!"
Und das ist dann doch auch schon wieder irgendwie ganz zauberhaft?

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