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                           Spellbound * 5.4.2021
 

    Varndell Right Royal *1977
  Boston Bonaparte Welsh B *1997  
    Contessa of Kirkhamgate *1979
Cadlanvalley Sir Ivanhoe
Welsh B *2009
   
    N'hill Naughty Boy Charlie *1983
  Newtonhill Kerry Welsh B *2004  
    Palesides Jessica *1995
     
    Belissimo Rheinld. *1999
  Benicio Hann. *2005  
    Valencia Hann *1997
Butterfly Hann. * 2017    
    Fidermark Westf. *1992
  Fannie Mae Rheinl. *2003  
  zweifache Hengstmutter Feodora Rheinl. *1992
     
    Hann. Stamm Nr. 367 nach Schridde
Riccione, Marmor, Bogenschütze u.a.

               



 

  Mutterstamm:

Mutter Butterfly wurde dreijährig angeritten und ist u.a.
Halbschwester zu dem gekörten Sansibar, 8-jährig mehrfach S gewonnen mit über 70 Prozent, jüngstes Pferd Preis der Besten, Warendorf 2015
Halbschwester zu dem gekörten Rasputin, Westfälische Hauptkörung 2016
Vollschwester zu Kunterbunt, Preisspitze NRW Youngster Auktion Februar 2021
Vollschwester zu Ein zauberhaftes Bienchen - eigene Aufzucht
Detaillierte Infomationen zur weiteren sporterfolgreichen Nachzucht aus Fannie Mae finden sich auf ihrer Seite.

Grossmutter Fannie Mae war Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, Juli 2003 - Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2006 - Platz 2/21, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0  Galopp 8,5  Schritt 7,5  Rittigkeit Richter 8,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 7,5
Eintragung in das Hannoversche Hauptstutbuch, 11. August 2011 - Einzelnoten u.a. dreimal die 8, darunter für ihren hervorragenden Schritt - die verdiente Anerkennung im Hinblick auf ihr überdurchschnittliches SLP-Ergebniss, dessen unangebrachte Schrittbeurteilung sie seinerzeit den überlegenen Sieg in dieser Prüfung mit einer Gesamtnote deutlich über 8 gekostet hat.

Fannie Mae ist die fünfte von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen.
Vollbruder Fair Play*2002 Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester Fabrice*1998 FN Leistungsstutbuch C -Nachzuchterfolge-
SLP Telgte Platz 1, Wertnote 8,39 Einzelnoten: Trab 8,5  Galopp 8,5  Schritt 8,0  Rittigkeit Richter 9,0  Fremdreiter 8,5  Freispringen 8,0.
Detaillierte Infomationen zu der sporterfolgreichen Nachzucht aus Fabrice finden sich auf ihrer Seite.
Vollschwester "Miss Feeny" (Auktionsfohlen) ist Mutter zu Fantastic Sommertänzer von Samarant, 5-jrg Bundeschampionat Drpf, 6-jrg M-Drs gew. Vollschwester "Miss Feeny" ist Mutter zu Fantastic Snoop Dog von San Amour (Heiner Schiergen), St.Georg Special gewonnen, Intermediare-I 2.
Vollschwester "Miss Feeny" ist Mutter zu Fantastic Sugar Candy von San Amour, Dressurpferde A gewonnen, Dressurpferde L platziert.
sowie Ripito L von Riccione a.d. Piroschka von Pit a.d. Feodora von Frühlingsball, M-Dressur, DrPF M intl/LUX
Detaillierte Informationen zum Ursprung und weitergehenden Stutenstamm finden sich auf der Seite Stutenstamm.
   
   
  Gedanken zur Hengstwahl: warum Cadlanvalley Sir Ivanhoe?
   
   
  Butterfly ist Mutter geworden! ... ein Stutfohlen in zartem Muskat, flockigem Highland-Puschel und lockiger Löwenmähne ...  
Es ist das Fohlen, auf das wir alle in diesem Jahr mit grösster Spannung gewartet haben!


                                 

Ostermontag, stürmiges Aprilwetter mit Sonne, Schnee und Hagel, die Jungstuten tobten noch ausgelassen über die Wiese, Butterfly bockte mit ihrem gewaltig tiefen Bauch mittendrin (für einen Erstling wahrlich viel Bauch und Umfang...). Irgendwann stockte sie und klemmte und benahm sich ausgesprochen auffällig. Vertreten? Getreten? Verletzt? 
Stutenfee Ingrid geriet sofort in Alarmbereitschaft und siehe da: das Fohlen lag bereits griffbereit vorn im Geburtskanal und Butterfly hatte keine Ahnung, was da mit ihr passierte... Verständnislos und not amused, als sie sich von ihrer Herde getrennt in der Abfohlbox wiederfand, lief sie nun aufgebracht durch die Box. Weshalb Ingrid zügig auch Ladybird aus der Herde fischte und neben Butterfly in den Stall stellte.
So weit, so gut.

Das Fohlen war bereits sichtbar, Butterfly hatte noch immer nicht verstanden, was vor sich ging. Weshalb Stutenfee Ingrid und Gregor nichts anderes übrig blieb, als sich selber ans Werk zu machen. Sie zogen das Fohlen gemeinsam aus der verwirrten Stute, die noch immer aufrecht stand und sich die Hilfe dankbar gefallen liess. Dann lag der kleine Fremdkörper im Stroh. Wohlbehalten.     
Ich stand noch bei Silas im Stall und mistete die Box als Ingrid anrief und ebenso verwirrt fragte: "Wie gut kennst du dich denn mit Palominos aus? Gibts die auch in dunkel mit blonder Mähne?..." "Ingrid! Palominos sind anfangs recht farblos!" "Farblos ist die nicht. Die ist irgendwie dunkel. Und irgendwie blond ... " Ich hatte meine Stutenfee noch nie so verwirrt erlebt und machte mich zügig auf den Weg.


                                 

Allerdings nicht ohne Carmen zuvor noch anzurufen und ihr pflichtschuldigst Bericht zu erstatten. Tagszuvor am Ostersonntag waren wir beide noch mit Fannie, Carly und den Fohlen ausgiebig im Wald unterwegs gewesen und die viel beschäftigte Carmen hatte gehofft, ganz vielleicht würde Butterfly ja eine österliche Punktlandung anlässlich ihres Besuches landen?
Wir waren nur um einen Tag zu früh ... Gleichwohl hatte ich es noch nie erlebt, dass Carmen während der Arbeit spontan rief: "Bleib wo du bist, ich komme sofort mit Pferd bei dir vorbei, die Fotos muss ich sehen!" Zwei Fotos hatte Stutenfee Ingrid mitgeschickt, und die waren einfach hinreissend, soviel konnte ich auch ohne Brille erkennen ... Tatsächlich stand Carmen kurz darauf mit Pferd bei mir im Stall und war genau so aufgekratzt wie ich - so schön!                                      

Ich kam in den Fohlenstall, als der zauberhafte Zwerg sich bereits energisch aufgerappelt hatte und eigenständig bei Muttern vorstellig wurde. Mit zartem Wiehern, forderndem Wiehern und immer wieder versuchweisem andocken. Das war nicht einfach, denn Butterfly lief noch immer verwirrt durch die Box, eher von dem Fohlen getrieben als ihm zugewandt. Unsicher, abwehrend.
In der Tat war das wuschelig feuchte Fohlen irgendwie dunkel und irgendwie blond. Flockig durch und durch. Ein dunkler Palomino? Wir waren allesamt durch den Wind und ganz aus dem Häuschen. Die verwirrte Butterfly und was für ein undefinierbar buntes, flockiges und unerschrocken energisches Fohlen!


                                 

Wir warteten ab. Das sollten die beiden nach Möglichkeit allein klären. Wir wollten nur eingreifen, wenn die verständnislose Butterfly tatsächlich nach dem Fohlen schlagen sollte. Die Nachgeburt liess noch immer auf ihren vollständigen Abgang warten, Butterfly verstand die Welt nicht. Wahlweise quiteschte sie abwehrend und brummelte verwirrt. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis die kleine Tochter höchstselbst die verwirrte Mutter davon überzeugt hatte, dass sie kein Fremdling war, sondern von jetzt an dazugehörte. In der ganzen Zeit war das junge Fohlen auf den Beinen und forderte energisch seinen Tribut, folgte der unsteten Mutter durch die Box, liess sich nicht abschrecken und knabbelte sich zielsicher an die Flanke heran. Wir waren beeindruckt von diesem aufgeweckten und zielbewussten Fohlenmädchen!
   

                                                                     

Das Fohlen war deutlich schlauer als Muttern und änderte die Taktik. Zaghaft beschnoberten die beiden sich erstmals Nase an Nase, siehe da:
Butterfly begriff! Knabbern, lecken, grummeln. Wir konnten zusehen, wie das zarte erste Band zwischen den beiden sich sponn. Es funkte sichtbar! Butterfly verstand! Noch immer mit der Nachgeburt im Abgang begriff sie nun, dass das Fohlen an das Euter wollte, blieb stehen und knabberte und stupste an den richtigen Stellen. Wir waren erleichtert! Jetzt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis das kleine Näschen die richtige Stelle unter Mutters Bauch fand. Zielsicher suchte sie sich ihren Weg. Als sie endlich die erste Zitze gefunden hatte, rührte Butterfly sich nicht mehr vom Fleck. Zartes Schmatzen und Schlucken - die helle Freude!


                                                            

Wir überliessen die beiden sich selbst und ihrem neu gefundenen Beisammensein und sahen vom Haus aus auf dem Laptop zu. Endlich ging auch die Nachgeburt ab und Butterfly kümmerte sich rührend um ihr Fohlen. Ladybird stand nebendran und sah interessiert zu. Sehr interessiert!
"Mach dir mal keine Hoffnung! Die fohlt deshalb selber nicht früher!" Ich musste lachen.

Mittlerweile war das puschelige Fohlenmädchen trocken und ja, zartes Muskat und eine lockige kleine Löwenmähne - wollte das wirklich ein dunkler Palomino werden? Herrlich!
Butterfly gab die mustergültig sorgende Mutter und ich war so stolz! Eine Mordsstute, schoss es mir angesichts der kurvigen Partien durch den Kopf. Keine Unruhe, kein bisschen verschwitzt. "Die hat ja kein nasses Haar am Leib!" "Wovon auch? Die hat ja auch kein bisschen dazu getan! Das Fohlen haben Gregor und ich ganz allein auf die Welt geholt!" Wir mussten alle herzlich lachen.


                                              

"Sei froh, dass das ein Ponyfohlen ist! Ein grösseres Fohlen hätten wir im Stehen gar nicht so einfach aus der Stute ziehen können."
Dennoch ist das Fohlen recht gross. Zart, aber gross. Sie passt deutlich nicht unter Mutters Bauch hindurch. Wenn wir den Vater nicht selber beide life erlebt hätten, hätten wir es nicht für möglich gehalten, dass dies das Erstlingsfohlen einer klein gebliebenen Warmblutstute und eines 1,28 kleinen Hengstes sei ...

 

                                  
                                                                                                                                                The making of - lieben Dank, Melanie!

8.4.2021

Seit gestern ist der Zwerg bereits eigenständig "waldgängig" und hüpft um die Bäume und braust die Böschungen rauf und runter - für so kurze Ponyfohlenbeinchen durchaus eine echte Leistung! Sie springt über alles, was ihr im Wege steht. Dazu gehören auch mal hohe Grasbüschel, über die Morris einfach hinwegfegt. Für ein drei Tage altes Ponyfohlen ist das schon ein echtes Hindernis!

Am meisten berührt mich Butterfly. Sie war auf Anhieb allein "waldgängig" - ziemlich unfassbar für eine vierjährige Erstlingstute, die am ersten Tag nicht einmal dazu zu überreden war, überhaupt mit dem Fohlen an der Seite aus der Box zu kommen. Da musste Stutenfee Ingrid das Fohlen stets vorwegschieben, damit Butterfly überhaupt hinterherkam.

Seit heute sieht die Welt anders aus:
Der Zwerg hüpft allein aus der Box und macht sich auf den Weg, da muss Butterfly zusehen, dass sie hinterher kommt! Wenn wir dann die Heuwiese erreicht haben, hüpft und bockt das Fohlen bis zum Wald vorweg und Butterfly marschiert engagiert hinterher. Herrlich!

Im Wald angekommen hat Butterfly heute (Tag zwei unserer eigenständigen Unternehmungen) bereits den Kopf im Gras, ist sehr besorgt um das Fohlen, akzeptiert aber, dass die Kleine bereits eigenständig herumtobt und dabei auch mal ausser Sicht gerät und lässt sich gut an der Hand halten. Allerbeste Butterfly - ich bin begeistert!


                                 
                                                                                                                                                            Fotos im Alter von vier Tagen
 

 
10.4.2021

Tag fünf, und was für eine rasante Entwicklung!

                                 

Heute war Karla zu Besuch, und selbst der Nieselregen konnte uns den Spass nicht nehmen. Und wieder war das Fohlen noch vor Butterfly aus der Box herausgehüpft und trappelte freudig die Stallgasse entlang nach draussen. Mittlerweile galoppiert sie auch "wie ein Grosse!" (Zitat Karla)
Und ja, das tut sie!

Es ist einfach die schönste Zeit mit den jungen Fohlen, weil man in diesem Alter von Tag zu Tag einen sichtbaren Fortschritt in der Entwicklung wahrnimmt. Ganz besonders in anspruchsvollem Gelände, das die Motorik erheblich fordert und schult. Die Bewegungen sind kraftvoller und deutlich fliessender, "bergrauf!" ist jetzt kein Zufall mehr. Der Raumgriff wird anspruchsvoller und die Öhrchen sind mittlerweile auch im rauschenden Galopp um die Bäume nach vorn gerichtet. Im Alter von fünf Tagen muss man sichtbar nicht mehr in sich rein denken und jedes einzelne Beinchen bewusst den besonderen Herausforderungen anpassen. Die Motorik funktioniert von allein, auch wenn das Gelände "ruckelt", die Kurven schneller kommen oder gezielt der Zwischenraum zweier Bäume angeflogen wird. "Zaghaft" war gestern!


                                   


                                   


Die helle Freude!

Mitunter wird die Schwerkraft jetzt herausgefordert. Da passiert es schonmal, dass man die rasante Kurve nicht kriegt und auf dem kleinen Hintern landet ... Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weiter gehts!
Stürze passieren, und das müssen sie auch, aber sie schüchtern nicht mehr ein und das ist gut so!


                                    
 
Konditionell schlagen wir mittlerweile auch ein weiteres Kapitel auf. Die Spurts werden ausgiebiger und die einzelnen Galopptouren länger (Butterfly sei Dank, die zwar aufgeregt grummelt, aber immer brav bei ihrem Menschen bleibt, wenn das Töchterchen nun auch ausgiebiger davonfegt und ausser Sicht gerät). Der kleine Tank ist zwar rasch leer, aber nach kurzer Pause geht es jetzt ruckzuck weiter, ohne dass man ihr Erschöpfung ansieht. Das erlaubt jetzt auch bei unfreudlichem Wetter deutlich längere Aufenthalte draussen in der freien Natur. Wer einfach keine Zeit hat, müde zu werden, wird auch nicht kalt! ... und dieses Fohlenmädchen hat ganz entschieden keine Zeit zum kalt werden. Da erinnert sie sehr an die kleine Diva im selben Alter. Tatsächlich verweilt sie draussen immer nur kurz neben Butterfly, wenn überhaupt. Es gibt so viel zu sehen und entdecken, da bleibt nicht einmal Zeit für Mutters Euter. Heute hat sie das erste Mal überhaupt auch draussen eine ergiebige Milchpause eingelegt. Da waren wir aber schon auf dem Rückweg über die Heuwiese und bereits lange unterwegs.


                                   
                                                                                                                                         "Bergauf" ist auch bergab jetzt kein Zufall mehr!


                                   


Neugierig und engagiert wurde daher nach der Waldtour erstmals auch das umgegrubberte Feldstück in Anspruch genommen, deutlich schwerer Boden, noch dazu in leichter Hanglage. Kräftemessen mit sich selbst! Mit dem Ergebnis, dass das Fohlen am Ende genau so aussah wie Paula:

Acht blondverschlammte Beinchen und zwei ausgesprochen zufriedene Tiermädchen! 
Merke: Palomino im Acker ist nicht farbecht ... Hovawart Hündinnen sowieso nicht :-)


                                   
                                                                                                                                                                    The making of - Danke, Karla!


Bleibt die Sache mit dem Namen, und da musste nun endlich eine Entscheidung her. "Spellbound" trage ich seit langem mit mir herum und es fehlte eigentlich nur das passende Pferd zu dem Namen. Und welches Fohlen könnte dem Anspruch an "bezaubert" gerechter werden als Butterflys hinreissende keine Palominotochter, die schon im zarten Alter von fünf Tagen mehr Besucher vor ihrer Box bezaubert hat, als jedes andere meiner Fohlen zuvor ?    



17.4.2021

Zwölf Tage alt und eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns!


                                


Erstmals ist mein lieber Kollege Ludwig in diesem Fohlenfrühling zur sonnigen Mittagspause wieder mit dabei gewesen und wir nahmen gespannt das Projekt "zwei Fohlenstuten" mit Butterfly und Spellbound in Angriff. Eigentlich sollte Fannie mit Morris vorweglaufen, aber das habe ich mir dann doch nochmal reiflich überlegt ... Der nassforsche Morris ist vielleicht nicht der ideale Ausflugspartner, wenn das erste Mal ein fremdes Pferd und Fohlen bei einer Erstlingsstute mit dabei ist? "Respekt" ist nicht wirklich eine Vokabel, die Morris unter seinesgleichen kennt ...

Das war klug überlegt. Selbst die brave Carly mit der freundlich interessierten Diva an ihrer Seite brachte Butterfly in rauschende Aufruhr! Da reichte es schon, dass Diva nur neugierig in Richtung Spellbound guckte, und Butterfly war ausser sich! Fremde Vierbeiner in der Nähe ihres Fohlens, das duldete sie überhaupt gar nicht!
Tatsächlich hatte ich die ersten zwanzig Minuten gut zu tun, um Butterfly in Ruhe bei mir zu halten. Denn nicht nur Diva zeigte sich freundlich interessiert an Spellbound, der muskatige Zwerg selbst war hingerissen von diesem neuen Arrangement! Ein braunes Pferd! Und es kam auf sie zu!
Spellbound und Diva gaben ein Bild für die Götter ab, wie sie sich neugierig beäugten und Diva sachte, ganz sachte am Waldrand näher kam - bis Butterfly explodierte und Diva statt dessen eine motivierte Trabrunde durch den Wald drehte - ich war begeistert, wie leichtfüssig und geschmeidg Carlys Tochter um die Bäume tanzte!


                                


Es dauerte eine gute halbe Stunde bis Butterfly erlaubte, dass die Fohlen etwas auf Tuchfühlung gingen - etwas!
Unten am Fluss in der Sonne konnten wir dann auch Carly etwas näher kommen und Butterfly frass entspannt weiter. Immer ein etwas argwöhnisches Auge auf den unternehmungslustigen Zwerg, der diese Party ganz und gar begrüsste und in Bestform durch die Sonne um uns herumhüpfte und brauste!

Am zweiten Tag hatte Butterfly dazu gelernt, erlaubte zwar noch immer keine Nähe zu dem Fohlen, zog mich aber nicht mehr ganz so aufgebracht von den Füssen. Heute waren dann Philip und Lukas wieder zu Besuch und auch Morris kam auf seine Kosten. Der kleine grosse Raufbold platze geradezu vor Freude und Übermut in dem weiten Gelände und hatte in Diva genau die richtige Partnerin. Deutlich kleiner zwar, aber wieselfink und sehr viel leichtfüssiger auf und davon, wenn Morris zur Jagd ansetzte. Wir hatten unseren Spass!

Zurück am Stall tauschten wir Fannie gegen Butterfly und zogen erneut los, Diva trottet mustergültig neben Carly daher, Butterfly war zufrieden. Ausser Rand und Band sauste die aufgeregte Spellbound um uns herum und wir mussten gut aufpassen, dass sie nicht doch zu dicht an Carly und Diva kam - gebotene Distanz zu fremden Pferden muss Spellbound noch lernen. Und sie lernt! Diva hatte sich bereits mit Morris ausgetobt, der muskatige Zwerg interessierte sie zwar sehr, aber sie hatte begriffen, dass im wahrsten Sinne des Wortes "gesunde" Distanz zu Butterfly geboten war. Kluges Fohlen!



                                  


Spellbound und Diva näherten sich immer wieder neugierig mit grossen Augen und gespitzten Öhrchen einander an, nur um dann wie auf ein Zauberwort von einander wegzuspringen. Meist war es ein lautes empörtes Schnauben von Butterfly, und die beiden stoben auseinander. Fohlenparty!



26.4.2021

Spellbound goes Westfalen-Online!

                                                              

Die Entscheidung, Spellbound zur Fohlenauktion in Münster Handorf vorzustellen, war eine spontane Idee. Butterfly war in Fohlenrosse und Stutenfee Ingrid fragte mich die Frage aller Fragen:

"Wollen wir Butterfly auf Follikel untersuchen? Willst du sie wieder decken?"
Was für eine folgenschwere Frage!

Eigentlich steht Butterfly zum Verkauf.
Eigentlich wollte ich nur einmal ein Palominofohlen züchten ...
Eigentlich ist es aber auch nicht zu leugnen, dass wir alle so viel Spass und Freude an dem muskatigen kleinen Zwerg haben, da war die Frage nach einer zweiten Auflage durchaus berechtigt ...

                                           

Aber ich kann sie nunmal nicht alle behalten und alle weiteren Entscheidungen schliessen Butterfly und ihr Fohlen mit ein. Irgendwie. Da bot es sich nun an, diese frühe Fohlenofferte Anfang Mai in Münster Handorf tatsächlich einmal spontan auszuprobieren. Danach wären wir schlauer und könnten noch immer eine Rosse im Mai nutzen. Oder auch nicht. Stutenfee Ingrid war sehr beeindruckt von meiner Argumentation. Ich auch.  

So kam es also, dass wir am Dienstag nach Handorf reisten und Spellbound auf dem grossen Paradeplatz vorstellig wurde. Und wie sie wurde!
Gerade mal zwei Wochen alt trabte sie taktvoll ihre Runden auf dem grossen Dressurviereck, ich war beeindruckt von meinem flockigen Zwerg!
Nach der Vorstellung im Viereck krempelte der muskatige Zwerg dann höchgstvergnügt den grossen Geländeplatz auf links. Billiard und Pulvermann kennt sie nun auch. Wir hatten unseren Spass an dem Fohlen, das bockend und tobend über den Platz fegte. "Die glaubt, sie sei zu Hause in ihrem Wald unterwegs!" lachte Ingrid vergnügt und ich gab ihr Recht, ganz und gar verzückt von diesem kernigen Ponyfohlen. Es lag nicht nur an der rosa Züchterbrille. Spellbound hat an diesem Tag für reichlich Aufsehen gesorgt und -was mich ebenso sehr gefreut hat- Butterfly auch.

Und jetzt geht der Zwerg also Westfalen-Online und wenn ich mir das Video ansehe, kann ich es selber noch gar nicht richtig fassen ...


                                            

Katalogtext:

Spellbound ist ein Ponyfohlen ganz besonderer Machart. Diese attraktive Stute zieht nicht nur mit ihrem Äußeren die Blicke auf sich. Ausgestattet mit schwungvollen, elastischen Bewegungen und einem äußerst sympathischen Auftritt ist sie ein Hingucker dieser Auktionskollektion. Ihre Mutter Butterfly v. Benicio ist die Vollschwester zu Benito, der auf der Westfälishen Youngster-Auktion im Februar diesen Jahres mit seinem Auftritt und Aussehen stark beeindruckte und als bestbezahlte Offerte den Besitzer wechselte. Aus der gleichen Mutter stammt ebenfalls der Sir Donnerhall-Sohn Salcido, der unter dem Sattel von Leonie Richter siegreich in Dressurprüfungen der Klasse S war. Vater dieses hübschen Stutfohlens ist der Welsh B Hengst Cadlanvalley Sir Ivanhoe.

2. Generation

gekörte Hengste: Salcido v. Sir Donnerhall I (DR int. PSG/Inter I erfolgr.), Robbie Williams v. Rock Forever I

3. Generation

Sportpferde: Ripito v. Riccione (DR int. PSG/Inter I erfolgr.), La Jeanne 2 v. Laudabilis (DR S erfolgr.), Fantastic Snoop-Dog v. San Amour I (DR S erfolgr.), Awakino Q'Rage v. Quattro B (DR M erfolgr.), Fantastic Sommertänzer v. Samarant (DR M erfolgr.), Bravo v. Belissimo M (DR M erfolgr.)

Stutenstamm

gekörte Hengste: u.a. Symphonic Ldb. v. Sir Heinrich (Prämienhengst Körung MS'14), Bogenschütze v. Bolero, Laurent v. Lauries Crusador xx, Marmor v. Marcio xx, Riccione v. Regazzoni, Wonderful v. Weltmeyer
Sportpferde: Egbert 3 v. Escort xx (DR Grand Prix erfolgr./Martin Schaudt), Lawingo 8 v. Landsdown (SPR int. 1,50 m erfolgr.), Denise 67 v. Dalheim (DR M erfolgr.)




 

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