Sarotti White* 11.4.2016
                                                                                                                                               gezeugt aus Embryonentransfer

 

    Sandro Hit Oldbg.*1993  
  Soliman de Hus Hann.*2005    
    Danea Hann. *2001  
Sarotti Mocca-Sahne Hann. *2009    
    Lauries Crusador xx Hann. *1985  
  Lifetime Hann.*2005    
    Rocher Hann. * 2001  
       
    Florestan Rheinl. *86  
  Fidermark Westf. *1992    
    Watonga Hann. * 85  
Fabrice Rheinl. *1998      
Leistungsstute FN   Frühlingsball Westf. *70  
  Feodora Rheinl. *92    
    Rebecca Rheinl. *80  
       
    Hann. Stamm Nr. 367 nach Schridde  




 

Mutterstamm:
Fabrice ist Leistungsstute FN Leistungsstutbuch C - Nachkommenerfolge
Fabrice war Prämienfohlen Heinsberg, 4. Juli 1998 - Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2001 - Platz 1, Wertnote 8,39
Einzelnoten: Trab 8,5  Galopp 8,5  Schritt 8,0  Rittigkeit Richter 9,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 8,0
Sommer 2003: diverse sportliche Erfolge in allen Disziplinen, darunter Sieg in der Eignungsprüfung in Telge mit der Wertnote 8,2

Die ausführliche Geschichte zum Ursprung des Stutenstammes der Feodora.
Fabrice ist Mutter zu QRage II ("Happy") von Quattro B, 4-jährig Reitpferdeprüfung gewonnen.
Fabrice ist Mutter zu Awakino QRage von Quattro B, 4-, 5- und 6-jährig Dressurpferdeprüfungen A, L und M gewonnen.
Fabrice ist Mutter zu Brisant von Belissimo, zugelassen zur Hannoveraner Hauptkörung in Verden im Oktober 2012, verkauft nach Spanien. 
Fabrice ist Mutter zu Bravo ("Bunny") von Belissimo, Dressurpferde A, L und M gewonnen, darunter Bundeschampionatssichtung.
Eintragungsnoten in das Hannoversche Hauptstutbuch 4 x die "8".
Bravo stellte mit ihrem Erstling "Daktari" von Don Frederic das Siegerfohlen der hannoverschen Schau in Westfalen, Fröndenberg im Juni 2013.
Fabrice ist Mutter zu La Jeanne von Laudabilis, M-Dres. 2., mit annähernd 4.000 Euro eine der gewinnsummenreichsten Töchter ihres Vaters allein im Juniorensport.
Fabrice ist die erste von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen.
Vollbruder Fair Play*2002, Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester Fannie Mae*2003, SLP Telgte Platz 2, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0  Galopp 8,5  Schritt 7,5  Rittigkeit Richter 8,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 7,5.
Fannie Mae ist Mutter des gekörten Hengstes Sansibar (Paul Schockemöhle, mehrfach S gewonnen, jüngstes Pferd Preis der Besten 2015).
Vollschwester "Miss Feeny" ist Mutter zu Fantastic Sommertänzer von Samarant, 5-jährig Bundeschampionat Dressurpferde, 6-jährig M-Dressur gewonnen.
Vollschwester "Miss Feeny" ist Mutter zu Fantastic Snoop Dog von San Amour, 6-jährig Dressurpferde M gewonnen (Heiner Schiergen).


Gedanken zur Hengstwahl - warum Sarotti Mocca-Sahne?


                                               
                                                                                                                                                                                                                        am ersten Tag

Exakt vier Wochen über die Zeit hat Bornamente uns lange warten lassen, mehrfach hatten wir Besamungs- und Übertragungsdatum des Embryos aus den Unterlagen im letzten Jahr nachgeschlagen und schon allerlei Befürchtungen gehegt. Falsche Stute? Falscher Embryo? Unsere Sorgen sollten sich jedoch als unbegründet erweisen. Euterstränge hatte Bornamente schon Anfang April ausgebildet, danach hatte sich nichts mehr getan. Bornamente war jedoch zufrieden und tobte noch immer guter Dinge mit den anderen Stuten auf der Weide, sie nahm sich ihre nötige Zeit. Montagmittag war es dann soweit.
Der Anruf von Stutenfee Ingrid erreichte mich völlig perplex im Büro. Mit allem hatte ich gerechnet, aber sicher nicht mit einer Geburt zu tagheller Zeit. Ingrid ging es ähnlich, sie sass auf dem Trecker im Feld als Amelie aus dem Haus gebraust kam und sich die kleine Seele aus dem Leib rief, um Muttern auf sich aufmerksam zu machen. Da war die Fruchtblase schon sichtbar. Gemeinsam standen Mutter und Tochter der Stute bei, viel Hilfe war jedoch nicht nötig, es war eine unkomplizierte Geburt.

Als ich in den Stall kam lag mein Stuten- und Fohlenduo noch im Stroh, Bornamente war die Ruhe selbst und kümmerte sich rührend um ihren Sohn. Das war unsere grösste Sorge gewesen, eine fremde Stute ist in ihrem Fohlenverhalten nunmal nicht einzuschätzen. Und es musste einen guten Grund geben, dass diese optische famose Stute bereits in jungen Jahren ihren Weg auf die Stutenfarm als Empfängerstute gefunden hatte. Sie trug ganz offensichtlich ihr Päckchen mit sich herum und es hatte einige Monate gedauert, bis sie überhaupt mental bei meiner Stutenfee angekommen war. Noch länger hat es gedauert, bis wir uns vertrauensvoll mit dem Pferd beschäftigen konnten. Die grösste und schönste Überraschung war daher, als Bornamente mit der Geburt ihres Fohlens offensichtlich eine totale Metamorphose durchlaufen hatte und die Ruhe selbst wurde.
Stutenfee Ingrid konnte es gar nicht fassen: "Die ist ja sowas von gechillt!"
In der Tat war Bornamente die Ruhe selbst mit ihrem Fohlen und nahm auch unsere Zuwendung freundlich und gelassen an. Es schien jedoch, als bräuchte ihr Sohn noch eine Weile zum aufstehen und Euterfinden, weshalb ich glücklich und erleichtert die Zeit nutzte für einen entspannten Waldspaziergang mit Fannie und Dubai. Als wir wieder im Stall waren hatte der kleine Sarotti nicht nur sicher auf die Beine sondern auch ans Euter gefunden und Bornamente den finalen Chill verschafft. Die Stute war nicht wiederzuerkennen und so zufrieden und gelassen, wir waren hellauf begeistert!
Am nächsten Morgen stand der erste Ausgang zum Paddock auf dem Programm und wieder beeindruckte Bornamente uns mit ihrer Fürsorge und Umgänglichkeit. Erstmals konnten wir den kleinen Sarotti nun so richtig in Augenschein nehmen. Hochbunt und zart und in vielem so völlig anders als wir es von meinen Fidermarkfohlen gewohnt sind gab es doch ein Merkmal, das ihn ganz eindeutig als Fabricenkind auszeichnete: die enorm langen Fesseln mit noch ausgeprägtem Durchtritt, so dass die Füsschen in alle Himmelsrichtungen ragten. So kommen nur die Fohlen von Fannie und Fabrice zur Welt. Ein hinreissendes Schlappohr wedelte ihm darüberhinaus noch über die Stirn, das Öhrchen musste er sich in Mutters Bauch verlegen haben und es steigerte den Charme-Faktor dieses ohnehin schon sehr charmanten kleinen Kerls ganz ungemein.

Am frühen Abend unternahm ich dann allein mit meinen beiden den ersten kleinen Spaziergang. Bornamente kannte dieses Umfeld vor dem Hof noch gar nicht und ich war gespannt, wie weit wir überhaupt gemeinsam kommen würden. Die Zufahrt herunter bis zur Heuwiese, das war mein Plan. Die Stute war aufgeregt aber kontrollierbar und mehr auf ihr Fohlen als auf das Umfeld fokussiert. Der kleine Hengst war noch deutlich muttergeprägt und wich ihr nicht von der Seite. Überhaupt hatte er genug damit zu tun sich auf den langen Fesseln durch das ungewohnte Gras zu manövrieren und hopste noch sichtbar verwirrt an Mutters Seite daher.
Natürlich hatte ich ein paar Tage "Mutterschaftsurlaub" eingereicht und selbst das Wetter meinte es gut mit uns. Kalt, aber trocken.
Der erste Fohlenbesuch liess nicht lange auf sich warten und mit Piddies Hilfe meisterten wir dann auch zügig die ersten Waldspaziergänge.

                                                            
                                                                                                                                                                14.4.2016  Piddi gibt ihr Debut als Fotografin! Danke, Pit!

Die ersten Fotos kommentierte ein lieber Freund dann sehr zutreffend mit den Worten:
"Lauries! Dein Fohlen hat richtig viel von Lauries!", und wie das manchmal so ist, das Offensichtliche sieht man selber oft erst, wenn man darauf gestossen wird. Wolfgang hatte so recht! Die filigrane Aufmachung meines hochnoblen Buntings ist in der Tat sehr blutgeprägt und das macht auch durchaus Sinn, stammt sein Vater Sarotti Mocca-Sahne doch aus einer Lauries-Mutter. Und hatte ich es nicht selber in meiner Anpaarung ganz bewusst darauf abgesehen, in Sarotti Mocca-Sahne einen Hengst mit deutlich über 40 Prozent Vollblutanteil auszuwählen, ganz so wie das auch auf Zhivago und Diatano zutraf?
Nachdem Wolfgang mir also mit einem Augenzwinkern in meinen eigenen Worten ("Vererbung ist wie ein Autobus, man weiss nie wer drinsitzt und als erstes aussteigt...") den sachdienlichen Hinweis geliefert hatte, sah ich Lauries in der Tat überall:
Aufmachung, Partien und Oberlinie und ganz besonders der Blick von vorn kennzeichnen den kleinen Sarotti derzeit sichtbar als Ur-Enkel des Vollblüters Lauries Crusador xx. Es gibt Momentaufnahmen von dem kleinen Bunting, da ähnelt er verblüffend seiner Schwester La Jeanne in dem Alter und das ist ganz sicher kein Zufall, ist La Jeanne doch eine Enkelin des Lauries und kam als junges Fohlen ebenso ausgesprochen blutgeprägt daher. "Schön wie ein englischer Stich!" hatte ich sie damals bezeichnet und selbiges trifft heute auf Sarotti zu. 


           

23.4.2016

Mächtig aus- und zugelegt hat Sarotti in den letzten Tagen, die Entwicklung im Alter von knapp zwei Wochen ist verblüffend! Selbst Pferdeflüsterer Tönne, der bereits am letzten Wochenende erstmals zum Fohlenbesuch vor Ort war, kam aus dem Staunen nicht mehr raus. "Junge, junge, das ist aber eine Entwicklung, die der kleine Kerl da hingelegt hat in den letzten paar Tagen! Der hat sich aber gewaltig gemacht!", sprach Tönne noch des abends beeindruckt aus. Recht hat er.
Doch nicht nur körperlich, auch mental ist Sarotti mittlerweile durch und durch "Hengst" geworden und benimmt sich entsprechend. Von dem etwas schüchternen Fohlen der ersten Tage ist nichts mehr gebleiben. Sarotti ist ein überaus selbstbewusster kleiner Hengst geworden und entwickelt sich zum idealen Raufkumpel für Dubai. Das wird ein lebendiger Fohlensommer! Tönne und der kleine Bunting hatten eine Menge Spass - ich auch!

                                                                              

24.4.2016
 
Reichlich Fohlenbesuch hatte sich an diesem Wochenende angesagt, so dass wir mit beiden Fohlenstuten gemeinsam in den Wald spazieren konnten. Mein grosser Dank gilt Mutterstutenführer Flo, der einfach alles gab und Bornamente ausgiebig in eine neue Welt entführte. Erstmals war Bornamente heute Dank Fannie's Gegenwart vollständig entspannt und das hatte geradezu ungeahnte Auswirkung auf den kleinen Sarotti:
Gemeinsam mit Dubai tobte er selbstvergessen durch den Wald, die beiden drehten richtig auf und lieferten sich turbulente Spurts um die Bäume herum, es war die helle Freude! Während Uli und Flo bereits erfahrene "Foal-Eventer" sind und mir bei jedem Besuch im Frühjahr dankbar als Stutenführer zur Seite stehen, war es für Romi und Dominik das erste Mal, dass die beiden soetwas erlebten. Romi führte Fannie und Dominik hatte wie ich eine Kamera mit dabei und die beiden kamen aus dem Staunen und der Begeisterung nicht mehr heraus. Es war wieder einmal die grösste Freude zu erleben, wie sehr unsere ganz individuellen Waldgänge alle beteiligten Zwei- und Vierbeiner jedes mal auf's Neue faszinieren! Und obwohl Dubai mit seinen gut zwei Monaten dem hyperaktiven Foal-Eventing Alter schon lange entwachsen ist, so liess auch er sich noch einmal richtig inspirieren von dieser ganz neuen Fascette unseres Unternehmens mit zwei Fohlen zugleich unterwegs zu sein. Einfach ein herrliches Erlebnis!                 


                                               
                                                                                             Grenzenlose Freiheit im Wald und ganz neue Kletterpartien Dank Stutenführer Flo!


                                               


                                               


                                               


                                                


                                                


                                                

19.6.2016

Sarotti White ist verkauft!
... und es gibt sie, diese Verkäufe, da lacht einem einfach das Herz. Als Dominique im Frühjahr anfragte, ob dieser letzte Sohn meiner Fabrice denn wohl zum Verkauf stünde, habe ich mich riesig über ihr Interesse gefreut! Fünf Jahre ist es her, als Dominique und Dominik Fabricechens Tochter Sabary (aka Solaia) im Fohlenalter gekauft haben. Seither hat sie sich prächtig weiterentwickelt und in diesem Jahr mit beiden Dominik/ques ihre vier ersten Turnierstarts in Dressurpferdeprüfungen A und L mit vier vorderen Schleifen ausgezeichnet. Für einen Züchter gibt es keine schönere Bestätigung als zufriedene Fohlenkäufer, aus denen inzwischen Freunde geworden sind, und die aus Überzeugung nach weiterer Nachzucht aus der selben Stute anfragen. Für einen Hobbyzüchter schon gar nicht... So haben wir ein herzliches Wiedersehen mit Dominique und Dominik auf dem Hof Altepost gefeiert und der kleine Sarotti hat das Seine zu diesem quirligen Besuch dazugetan. Ich bin sehr glücklich, den kernigen Burschen im Herbst in die bewährten Hände unserer beiden Dominik/ques übergeben zu dürfen!

Mit einem herzlichen Willkommen begrüsst Dominique den Burschen bereits auf ihrer Webseite und schreibt:

"... Live hat er uns komplett von sich überzeugt. Selbstbewusst mit Schwung und Gummi hat er sich auf dem Platz präsentiert und wir haben die ein oder andere Ähnlichkeit zu Solaia entdeckt, die uns an gleicher Stelle vor 5 Jahren von sich zu überzeugen wusste und dies bis heute jeden Tag noch tut! ..."

Die schönste Freude!
Danke, Dominique!


16.10.2016

Mit dem dritten Oktobersonntag ist der Fohlensommer 2016 nun endgültig vorüber. Heute habe ich Sarotti White in seine neue Heimat zur Aufzucht in die Wesermarsch gefahren. Die selbe Aufzuchtstätte, in die vor fünf Jahren bereits seine Schwester Sabary eingezogen ist. Gemeinsam mit Dominique und Dominik sehe ich Sarotti's künftiger Entwicklung mit Spannung und Freude entgegen. Einfach schön, diese beiden Kinder meiner Fabrice in euren Händen zu wissen!

Bornamente ist ebenfalls wieder nach Holland auf die Stutenfarm zurückgekehrt. Die brave Stute hat sich prächtig bei meiner Stutenfee eingelebt und ich hätte sie gern behalten, um sie im Frühjahr erneut als Empfängerstute zu nutzen. Doch bei allem Idealismus und Verbundenheit zum individuellen Pferd spielt auch die Wirtschaftlichkeit eine nicht unbedeutende Rolle. Embryo Transfer ist nunmal ein anspruchsvolles Unternehmen in jeder Hinsicht und individuelle Synchronisation ist immer suboptimal. So habe ich Bornamente Anfang Oktober mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück nach Holland gefahren. Sarotti lief seither als Dritter im Bunde unbekümmert neben Dubai hinter Fannie her - so funktioniert artgerechtes und schonendes Absetzen!  






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